Alle Beiträge von Daniela Breuer

Jeden tag ein Sieg

Eine ereignisreiche Woche geht zu Ende. Mit vier Wettkämpfen hatten der BSV Rheinhausen-Bergheim die bisher am dichtesten belegte Ligawoche der Saison. Und dabei gingen die Sportschützen aus allen Begegnungen als Sieger hervor.

Nachdem bereits die erste Seniorenmannschaft des BSV im KK-Gewehr Auflage auswärts bei den Sportschützen Rheurdt punkten konnte, war nun die zweite Mannschaft gefordert, am Dienstag im Luftgewehr Auflage, am Freitag mit dem KK-Gewehr. Besonders deutlich war das Ergebnis im Luftgewehr. Mit 870 zu 851 Ringen war die BSV-Mannschaft um Harald Breuer den Rheurdtern klar überlegen. Neben dem Mannschaftsführer mit 292 Ringen kamen beim BSV Walter Heßhaus (291), in die Punkte der den Platz von Monika Breuer einnahm, die sich dieser Saison im Luftgewehr eine Auszeit nimmt. Mit 287 trug außerdem Holger Heinz zum Rheinhauser Ergebnis bei.

Knapper dagegen ging der Wettkampf im KK Auflage am Freitag aus. Rheinhausen gewann in leicht veränderter Aufstellung diesmal nur mit fünf Punkten Vorsprung: 845:840. In dieser Disziplin klar stärker, punktete Monika Breuer mit 283 direkt nach ihrem Mann (284). Dritter in der Wertung wurde Detlef Frühauf (278), der, sonst in Essen und Mühlheim sportlich verortet, im KKa für die Rheinhauser antritt.

Nun richtet sich der Blick auf den nächsten Rundewettkampf an der Krefelder Straße, denn dann heißt es BSV gegen BSV, wenn die beiden Rheinhauser Mannschaften in der ersten Juliwoche zum vereinsinternen Duell antreten.

Mittwoch und Donnerstag stand für die Sportpistolen-Mannschaft mit Hin- und Rückkampf gegen den SV Gerdt die erste Begegnung nach dem Aufstieg in die Bezirksliga an. In Minimalbesetzung von drei Mann besiegten Mannschaftsführer Volker Tiedtke, Adam Jemiola und Hüseyin Ҫoktaş die Gerdter zwei Mal mit 4:2. Punktegarant war einmal mehr Adam Jemiola mit 273:257 Ringen, bzw. 279:252. Volker Tiedtke punktete mit 267:246 und 255:250, übrigens im Hin- und Rückkampf gegen den jeweils andere Gerdter Schützen als Adam Jemiola. Nur Hüseyin Ҫoktaş musste sich beide Male mit 211:230 und 230:237 dem dritten Mann von Gerdt geschlagen geben. Solide Voraussetzungen also, wenn die Sportpistolen-Mannschaft am 24.06. die Polizeisportschützen Moers an der Krefelder Straße erwartet.

Die Liga nimmt Fahrt auf

Ab dem ersten Mai starten die Liga- und Rundenwettkämpfe des Kreises Moers und des Bezirks Linker Niederrhein, und auch in dieser Saison ist der BSV Rheinhausen-Bergheim wieder mit sieben Mannschaften am Start.

Besonders eilig hatte es diese Saison der SV Asberg seine Wettkämpfe in der Kreisliga Luftgewehr hinter sich zu bringen, so dass die Luftgewehr-Mannschaft des BSV den ersten Gegner bereits am 03.05. an der Krefelder Straße begrüßen durfte. Der Rückkampf wurde für den 13.05. im Keller des städtischen Kindergartens am Pandyck in Asberg angesetzt. Beide Begegnungen entschieden die Rheinhauser jeweils mit 6:0 für sich. Mannschaftsführerin Daniela Breuer, Marc Rocke und Nachwuchsschütze Nicolas Niedworok punkteten im Heimwettkampf mit 375:330, 354:291 und 333:281 Ringen, und Auswärts 381:332, 348:308 und 341:301. Nicolas Niedworok stand dabei im Vergleich mit dem Asberger Jungschützen Silas Jansen, schon einmal ein Ausblick auf die nächste Kreismeisterschaft im November.

Für die Luftgewehr-Schützen des BSV ist damit die halbe Saison bereits gelaufen. Neben dem SV Asberg hatte nur der BSV Eversael eine Mannschaft zur Kreisliga gemeldet. Die Sportschützen Rheurdt bekommen in dieser Saison nicht genug Freihand-Schützen zusammen. Spannend wird es dann nach den Sommerferien, wenn die Begegnungen des letztjährigen Gruppensiegers Rheinhausen mit dem Gruppenzweiten Eversael anstehen.

Den ersten Rundenwettkampf der Senioren absolvierte am 06.06. die erste Mannschaft Kleinkalibergewehr Auflage gegen die Sportschützen Rheurdt in Rheinhausen. In die Wertung kamen auf Rheinhauser Seite Sascha Hirche (274), Markus Wolfgarten und Mannschaftführer Rolf Kroniger (beide 271) und punkteten gegen Paul Lütkehans (276), Walter Fekel (265) und Charlie Minuth (265). Der vierte Rheinhauser, Walter Heßhaus, muss, so seine Ansicht, zuerst wieder zurück in seine Form finden, gleichwohl auch er mit 267 mehr Ringe vorweisen könnte als die beiden übrigen Rheurdter Gabi Minuth (259) und Detlef Rudnik (256). Mit 816 : 807 gewann somit Rheinhausen den Wettkampf gegen die neu zusammengestellte Rheurdter Mannschaft. Ein interessanter Ausblick auch für Harald Breuer, Mannschaftsführer der zweiten KKa-Mannschaft des BSV, die am 14.06. bei den Rheurdtern zu Gast ist: „Diese Mannschaft ist schlagbar.“

Sauna in Gymnich

Kein Vertun, Sportschießen gehört zu den Sommersportarten. Aber so viel Sommer wie in am vergangenen Sonntag hätte es dann doch nicht sein müssen, als der RSB zu den Landesverbandsmeisterschaften in der Disziplin Kleinkalibergewehr 50m auf die Anlage der St. Sebastianus Schützenbruderschaft in Gymnich geladen hatte.

Die Disziplin mit der Nummer 1.42 in der Sportordnung des DSB existiert erst seit ein paar Jahren in dieser Form: im stehenden Anschlag 30 Schuss über die Distanz von 50 Metern, wahlweise mit Zielfernrohr oder Diopter-Visierung – wobei die Zielfernrohre deutlichst in der Minderheit waren. Für manch einen mag sie eine Mitnahme-Disziplin sein, ist der stehende Anschlag doch Teil des Kleinkaliber-Dreistellungskampfes, für andere eine willkommene Alternative, wenn man den fordernden knieenden und liegenden Anschlag der olympischen Disziplinen meiden möchte. Doch auch einige Nachwuchsschützen waren zu sehen, die mit dem Luftgewehr angefangen haben und mit KK 50m in die Kleinkaliber-Disziplinen einsteigen. Noch relativ wenig frenquentiert, werden die Starter daher auch ohne Unterscheidung der Geschlechter lediglich in Jugend, Junjoren und Herren I unterteilt. Und in letztgenannter Altersklasse traten mit Daniela Breuer vom BSV Rheinhausen-Bergheim und Frank Wenders von der DJK Buchholz auch zwei Sportschützen aus Duisburg an.

Unter der Junisonne trug auf den Freiluft-Schießbahnen der Gymnicher St. Sebstianer ein sanfter Wind die frühsommerliche Hitze in den Schützenstand, in dem die Sportler in voller Montur aus Schießjacke, Schießhose, Schuhen und Handschuhen ihren Durchgang absolvierten. Für Daniela Breuer, die – nach einer Meisterschaftspause in der letzten Saison – zum ersten Mal in dieser Disziplin bei der Landesmeisterschaft und in Gymnich startete, kam entsprechend noch die mentale Anspannung dazu, was zu unbefriedigenden 245 Ringen und dem 41. Platz im Starterfeld von 44 führte. Frank Wanders dagegen tauschte bei seiner Platzierung die Zahlen aus. Mit 269 Ringen hatte er 91 Ringe in der letzten Serie, ein Ring mehr als die ergebnisgleiche Britta Noss vom Schützen-Verein Köln-Beyental, und belegte Platz 14. Der Landesmeistertitel ging mit 283 Ringen an Nicole Juchem vom Wissener Schützenverein.

Zimmer… was?

Unter Nummer 1.31 findet sich in der Sportordnung des Deutschen Schützenbundes eine der weniger beachteten Langwaffe-Disziplinen: Zimmerstutzen Auflage. Und so stellte es sich heraus, dass Harald Breuer vom BSV Rheinhausen-Bergheim über Seniorenklassen der einzige Schütze aus den rund 30 Duisburger Schützenvereinen war, der in dieser Disziplin bei den Landesverbandsmeisterschaft des Rheinischen Schützenbundes antrat.

Mit einem Kaliber von nur 4,65mm sind die Bleirundkügelchen, die einzeln eingelegt werden, nur wenig größer als die Geschosse in den Luftdruckdisziplinen. Vorgetrieben werden sie allerdings durch eine winziges Zündhütchen, das beim Laden hinter die Kugel gelegt wird – auf die Gefahr hin, dass das ganze beim nicht sorgfältigen Schließen des Verschlusses aus dem Lager springt. Hinzu kommt der kurze, glatte Lauf, der dem Geschoss nur wenig Führung gibt. Selbst beim Auflageschießen der Senioren ist die Präzision im Vergleich zum Luftgewehr oder Kleinkaliber Sportgewehr also eher eingeschränkt. Nicht umsonst wir die Disziplin zuweilen als „Glückscheiben-Schießen“ tituliert.

Ausschlaggebend für das geringe Starteraufkommen dürfte indes ein anderer Grund sein: Es gibt in ganz Duisburg keine Sportanlage, auf der diese Disziplin regulär trainiert werden kann. Zimmerstutzen wird über eine Distanz von 15 Metern geschossen. Da es sich um eine Feuerwaffen-Disziplin handelt – und seien die Treibladungen noch zu gering – benötigt ein Schießstand Sicherheitsmerkmale, die die vielfach vorhandenen, vereinseigenen 10-Meter-Stände für Luftdruckwaffen nicht erfüllen. Die Kleinkaliber-Stände in der Sporthalle Krefelder Straße wären zulässig, den Anlagen fehlt jedoch die Möglichkeit, Scheiben bei auf 15 Meter zu fahren. Mit viel Improvisation und dem guten Willen der Sportkollegen, ihr Training immer wieder kurzzeitig zu unterbrechen, war es für Harald Breuer immerhin möglich, sich innerhalb des letzten Jahres in die Disziplin einzuarbeiten. Bei seiner ersten Landesmeisterschaftsteilnahme reichte es in Dortmund damit einstweilen mit 256 von 300 Ringen für Platz 14 bei den Senioren II. Zum Vergleich: Landesmeister dieser Altersklasse wurde Ulrich Müller vom St. Sebastianus Schützenverein Düsseldorf-Bilk mit 282 Ringen.