Archiv der Kategorie: Aktuelles

Wanderpokal Gewehr Auflage

Ab sofort können alle Vereinsmitglieder, unabhängig von der Altersklasse, am Schießen um den Wanderpokal Gewehr Auflage teilnehmen.

Ausgeschrieben wird je ein Wanderpokal in

  • Luftgewehr Auflage
  • KK 50m Auflage mit Diopter
  • KK 50m Auflage mit Zielfernrohr
  • Allround Pokal ( LG und beide KK Disziplinen )

 

  • 30 Schuß Wertung, Anzahl der Probeschüsse ist frei.
  • Geschossen wird nur in der Sporthalle.
  • Anmeldung vor dem Schießen bei der Aufsicht.

 

Die Erst- bis Drittplazierten in jeder Disziplin erhalten einen eigenen Pokal.

Der Erstplatzierte jeder Disziplin erhält den Wanderpokal.

Der Teilnahmezeitraum läuft bis kurz vor der nächsten Jahreshauptversammlung.

 

Jahreshauptversammlung 2017

Den Kurs weiter in Richtung auf eine erfolgreiche Zukunft als Sportverein setzten die Mitglieder des BSV Rheinhausen-Bergheim 1925 e.V. auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung am Montag, 03.04. Turnusmäßig standen Vorstandswahlen an, bei denen der bisherige Erste Vorsitzende Harald Breuer nach 21 Jahren unermüdlicher Arbeit, für die er vom Geschäftsführer Klauspeter Hennes in einer bewegenden Laudatio geehrt wurde, sein Amt zur Verfügung stellte. Nachfolgerin wurde die bisherige zweite Vorsitzende Connie Möller. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte steht damit eine Frau den Bürgerschützen vor. Als Zweiter Vorsitzende wurde Marc Rocke neu in den Vorstand gewählt. Geschäftsführer Klauspeter Hennes wurde im Amt bestätigt, ebenso wie die Jugendwarte Leon Meskendahl und Philipp Möller sowie der Leiter der Behindertenabteilung Ingo Meskendahl und Daniela Breuer als Pressewart. Das Amt des Sportleiters übernehmen Daniela Breuer und Alfons Richter von Rolf Kroniger.

Der neue Vorstand des BSV Rheinhausen-Bergheim 1925 e.V. (v.l. Vorne: Marc Rocke, Connie Möller; Mitte: Klauspeter Hennes, Leon Meskendahl, Daniela Breuer; Hinten: Philipp Möller, Ingo Meskendahl)

Der neue, deutlich verjüngte Vorstand sieht seine Aufgabe zum einen in der Fortführung des erfolgreichen Sportbetriebs. Mit 21 Titel bei der letzten Kreismeisterschaft, Platz 4 im Medaillenspiegel, 5 Siegen bei der Stadtmeisterschaft und sieben Liga-Mannschaften in 2016 dürfte der BSV nicht nur im Duisburger Westen zu den aktivsten Schießsportvereinen zählen. Anhaltendes Interesse am Schießsport sorgte auch 2016 für kontinuierlichen Mitgliederzuwachs, so dass in der kommenden Saison nicht nur eine weitere Luftpistolenmannschaft in der Kreisliga an den Start gehen kann, sondern auch die Jugend des BSV mit einigen vielversprechenden Talenten in die Wettkämpfe gehen wird. Desweiteren soll das künftige Angebot an Vorträgen und Workshops für Mitglieder rund um den Schießsport ausgebaut werden.

Preisträger der Vereins-, Stadt- und Kreismeisterschaft und Ligawettkämpfe

Zum anderen wird der BSV auch zukünftig aktiv daran arbeiten, den Schießsport bekannter zu machen und weitere Möglichkeiten wahrnehmen, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Denn, auch das wurde auf der Versammlung deutlich hervorgehoben, bei allem sportlichen Erfolg und Mitgliederzuwachs des Vereins, so wird der Schießsport doch in der (Sport)öffentlichkeit der Stadt kaum wahrgenommen. Dies ein Stück weit zu ändern, wollen die BSV-Mitglieder in 2017 verstärkt in Angriff nehmen.

 

Verabschiedung des scheidenden 1. Vorsitzenden Harald Breuer

Probe-Meisterschaften

Wenn die Fachschaft Sportschießen des Stadtsportbundes alljährlich die Stadtmeisterschaften ausrichtet, ist dies für die Sportschützen des BSV Rheinhausen-Bergheim 1925 e.V. in erste Linie der Probelauf für die ab Anfang November anstehenden Verbandmeisterschaften. Vor allem Neuzugänge des auslaufenden Sportjahres haben so die Möglichkeit, auf heimischen Stand zu ersten Mal Wettkampfluft zu schnuppern. Nichts desto trotz spielten die BSV-Schützen auch diesmal wieder auf den vorderen Rängen mit.

Dabei war die starke Luftgewehr-Fraktion am 27./28.08. gar nicht angetreten. Zu kurz nach dem Ferienende lag der Termin. Zudem fiel der größte Teil des Meldezeitraums in die Sommerpause des BSV, so dass man sich entschlossen hatte, auf das erste Wettkampfwochenende zu verzichten. Dafür langten die Teilnehmer in den Pistole- und Kleinkalibergewehr-Auflage-Disziplinen umso mehr zu.

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Am Samstag holte sich bei den Herren mit der Luftpistole Nikola Petrov mit 356 Ringen den Stadtmeistertitel vor Martin Breuer (353). Der Neuzugang Michael Mittler wurde mit 330 vierter bei den Herren, Christian Philippen bei den Junioren B mit 252 zweiter. Ebenfalls Stadtmeister in der Schülerklasse wurde Sydney Neugebauer mit 123. Nachdem er zunächst versehentlich den vollen 40-Schuss-Kartensatz erhalten und beschossen hatte, wurden nur die für die Schülerklasse vorgesehenen 20 Schuss gewertet. Dennoch eine gute Übung, denn bei den anstehenden Kreismeisterschaften wird er bereits als Jugendlicher das volle Programm schießen.

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Am Sonntag standen Sportpistole, Freie Pistole und Kleinkalibergewehr Auflage an. Mit 210 Ringen reichte es für Udo Kastner bei den Senioren A mit der Sportpistole nur für Platz 6, bei seinem ersten Wettkampfeinsatz mit der Freien Pistole fehlten ihm mit 202 aber nur zwei Ringe für den ersten Platz. Kollege Wolfgang Letsch kam in der gleichen Disziplin mit 130 Ringen auf Platz 5

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Einen vorgezogenen Start hatten Monika und Harald Breuer mit dem Kleinkalibergewehr in der Zielfernrohr-Disziplin. Monika Breuer sicherte sich mit 297 Platz 2 bei den Seniorinnen A, Harald Breuer legt 290 vor und blieb damit auf Platz 1. Auch B-Senior Rolf Kroniger wurde mit 284 Stadtmeister. Dass die Drei zusammen auch den Mannschaftstitel holen, war reine Formsache.

Im KK Auflage (ohne Zielfernrohr) in traten außerdem Connie Möller, Ingo Meskendahl, Markus Wolfgarten und Klauspeter Hennes an. Connie Möller und Ingo Meskendahl wurden bei den Altersdamen- bzw. Herren mit dem gleichen Ergebnis von 283 jeweils zweit. Markus Wolfgarten (270) wurde bei den Altersherren fünfter, ebenso Klauspeter Hennes (264) bei den Senioren A.

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Trotz Meldung nicht an den Start ging diesmal BSV-Dame Daniela Breuer. Die beiden Golddisziplinen von Rio, Kleinkaliber Dreistellungskampf und Kleinkaliber Liegendkampf, wurden in diesem Jahr nicht durchgeführt. Der Grund: es hatte sich nur eine Teilnehmerin gemeldet.

Jahreshauptversammlung 2015

Rund 30 der inzwischen 57 Mitglieder des BSV Rheinhausen-Bergheim 1925 e.V. fanden sich am vergangene Dienstag zur Jahreshauptversammlung zusammen. Zu diesem Anlass hatte der Vorstand vor allem von der Entwicklung der Mitgliederzahlen zu berichten. Im Jahr 2015 konnte der BSV neun neue Mitglieder gewinnen, in 2016 bereits vier. Eine im Verhältnis zur Vereinsgröße derart positive Entwicklung ist grade für Randsportarten nicht selbstverständlich.

Woher dieses anhaltende Interesse am Schießsport rührt, der doch lange Zeit eher einen schlechten Ruf hatte, ist man sich beim BSV selbst nicht ganz sicher. Dass die Interessenten ihren Weg zum Verein finden, ließ sich indes einmal mehr als Zeichen für den Erfolg der umfassenden Öffentlichkeitsarbeit des BSV werten.

Entsprechend ist auch die Nachfrage nach Schnuppertrainings ungebrochen, so dass die 2. Vorsitzende Connie Möller über deren neue Organisationsform informierte: Interessierte Gäste melden sich über ein Kontaktformular auf der Vereinshomepage an und erhalten einen verbindlichen Termin, an dem ein erfahrenes, als Schießleiter qualifiziertes Vereinsmitglied sie in die Grundlagen des Schießsport einweist.

Auch das sportliche Angebot für seine Mitglieder will der BSV weiter ausbauen und dazu ein Zielfernrohr anschaffen, um eines der vereinseigenen Kleinkaliber-Sportgewehre für die entsprechenden Disziplinen umzurüsten.

Des weiterem standen die Ehrungen der Vereinsmeister und die Übergabe der Siegerurkunden von Kreis- und, soweit schon vorhanden, Bezirksmeisterschaften  auf dem Programm. Außerdem wurden Leon Meskendahl, Marc Rocke und Philipp Möller als neue Jugendwarte zur Unterstützung der Jugendleiterin Connie Möller gewählt, um sich um die künftigen Nachwuchsschützen zu kümmern.

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Neue Regelung beim Probetraining

Aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage und angewachsenen Mitgliederzahl ändern sich die Abläufe des Probetrainings für interessiertes Gäste.

Für Probetraining bieten wir zukünftig feste Termine an, die zeitnah bekannt gegeben werden.

Eine vorherige Anmeldung dazu ist unbedingt notwendig, ohne Anmeldung ist das Schießen nicht möglich.

An allen Trainingstagen ist es Gästen möglich, sich den Schießbetrieb anzuschauen und sich über den Schießsport und den Verein zu informieren. Auch hier bitten wir um vorherige Anmeldung.

Jahreshauptversammlung 2015

Eine modernisierte Satzung, konstante Mitgliederzahl, anhaltender sportlicher Erfolg – so grob umreißen lässt sich die Jahreshauptversammlung, die der BSV Rheinhausen-Bergheim 1925 e.V.  am 28.03. diesmal im Griechischen Restaurant Pageon in Rumeln-Kaldenhausen abhielt.

Dabei war der Neubeschluss der in weiten Teilen noch aus dem Jahr 1925 stammenden Satzung eher eine Formsache. Neben einigen Anpassungen der Formulierungen an aktuelles Vereinsrecht wurden vor allem, wichtig in Zeiten des Internets, eine umfassende Datenschutzerklärung aufgenommen, und das Wahlalter von 18 auf 16 Jahre heruntergesetzt.

Desweiteren konnte der Vorstand auf ein in vielfacher Hinsicht erfolgreiches Sport-, Vereins- und Geschäftsjahr zurückblicken. Auf acht Kreismeister, zwei Bezirksmeister und 17 Starts bei den Landesmeisterschaften brachten es die BSV-Schützen 2014. Die Endergebnisse der Liga- und Rundenwettkämpfe standen an diesem Samstag noch aus.

Vermeldet werden konnte jedoch bereits, dass der Verein in der kommenden Saison drei neue und damit nun insgesamt sieben Mannschaften zu den Ligen melden konnten, jeweils eine zweite Mannschaft in den Disziplinen Kleinkaliber Sportgewehr Auflage und Luftgewehr Auflage, und erstmals seit etlichen Jahren wieder ein Mannschaft im Luftgewehr freihand.

Ebenso positiv war von der aktiven Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Vereins zu berichten. Auf dem Tag der Westvereine wie auch auf dem Parkfest der SPD hatte der Informations- und Ausprobier-Stand des BSV aus 2014 wieder viel Zuspruch gefunden. Hierfür, wie auch den Helfern beim behindertengerechten Umbau des 10-Meter-Standes in der Sporthalle Krefelder Straße bedankte sich der Vorstand und hob zugleich die ausgezeichnete Kooperation mit Duisburg Sport hervor.

Der Bekanntheitsgrad, den der Verein durch seine öffentliche Präsenz erreicht zu haben scheint, schlägt sich nicht zuletzt auch in den Mitgliederzahlen nieder. Da immer wieder Schießsportinteressierte ihren Weg zum BSV finden, hielt sich auch 2014 die Zahl der Beitritte und Austritte in der Waage.

Die, wenn man es denn so sehen will, Kehrseite des Erfolges zeigte sich jedoch darin, dass das ein ums andere Mal Gäste zu ungünstiger Gelegenheit zum Schnuppertraining erschienen, wenn die Schützen mit Heimwettkämpfe oder Training vor anstehenden Meisterschaften eigentlich ausgelastet waren. In die Verlegenheit, einen Gast abweisen zu müssen, war man zum Glück nicht gekommen. Damit dies auch weiterhin so bleibt, soll das Gästetraining künftig besser koordiniert werden.

Gäste-Trainingstag wird ab sofort der Donnerstag, 18-21 Uhr, nach kurzer, formloser Anmeldung über den Kontaktadressen auf der Homepage.

Schritt für Schritt in Richtung Inklusion

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10-Meter-Stand, links die hohen, rechts die niedrigen Anschusstische.

In der Sporthalle Krefelder Straße ist Sportschießen nun auch barrierefrei möglich. Die Sportschützen des BSV Rheinhausen-Bergheim 1925 e .V. haben, mit Einverständnis von Duisburg Sport, vier der acht 10-Meter-Stände in der städtischen Sporthalle rollstuhlgerecht umgebaut.

Standumbau (10)Es gibt nicht viele Sportarten, in denen behinderte und nicht behinderte Sportler direkt gegeneinander antreten können. Wann immer in den letzten Jahren ein Athlet durchgesetzt hatte, zusammen mit seinen nicht behinderten Kollegen starten zu können, wurden Zweifel laut, ob die Hilfsmittel, die ihm die Ausübung des Sports überhaupt erst ermöglichen, ihm nicht einen unfairen Vorteil verschaffen. Der Deutsche Schützenbund hingegen hat nun die Initiative ergriffen. Mit dem Sportjahr 2015 hat der DSB die Schießsportabteilung des Deutschen Behindertensportbundes übernommen. Sportler mit Handicap können nun ihre Hilfsmittel beim Verband registrieren lassen und so in den regulären Wettkampfklassen antreten.

Standumbau (9)Vor diesem Hintergrund hatte der BSV bereits im Vorjahr eine Behindertenabteilung gegründet. Allerdings musste die Infrastruktur noch hergerichtet werden. Im Gegensatz zu vielen vereinseigenen Schießständen in Kellern, unter Schulen oder Turnhallen, befinden sich die Schießanlagen an der Krefelder Straße zwar im Untergeschoss der Sporthalle, sind durch den rückwärtigen Eingang aber ebenerdig zugänglich. Einzig als vor 40 Jahren die Anschusstische in einer Höhe von 1,10m errichtet wurden, waren die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern nicht berücksichtigt worden. Schützen, die im Rollstuhl sitzend schießen, konnten kaum die Waffe über die Tische halten, ohne sie dabei verbotenerweise darauf abzulegen.

Standumbau (20)Schnell war der Entschluss gefasst, die Anschusstische auf eine Höhe von 80cm abzusenken. Da die Anlage aber in städtischem Besitz ist, war ohne die Zustimmung von Duisburg Sport nichts zu machen. Dort zeigte man sich jedoch höchst angetan von dem Vorschlag und dem Engagement, das der BSV an den Tag legte. Die zuständige Sachbearbeiterin stand in regem Austauscht mit dem Behindertenbeauftragten des BSV, Herrn Dr. Ingo Meskendahl, und schnell waren alle bürokratischen Hindernisse beiseite geräumt, so dass die Schützen Anfang Januar zur Tat schreiten konnten. In einer gemeinschaftlichen Aktion Standumbau (19)wurden die Tische abgebaut, die alten, zu hohen Ständer entfernt, gegen neu angefertigte, niedrigere ausgetauscht und die Schaltkästen der Scheibenzuganlagen neu verkabelt. Wie so oft zahlte sich aus, dass vom Schweißer bis zum Elektriker alle benötigten Berufe unter den Mitgliedern vertreten sind, so dass die Arbeit komplett in Eigenleistung erbracht werden konnte.

Im Zuge von Umbaumaßnahmen an den Parkplätzen der Halle wurden außerdem durch Duisburg Sport zwei Behindertenparkplätze angelegt, so dass die Sportstätte auch von behinderten Sportlern besser erreicht werden kann.

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Der erste Vorsitzende Harald Breuer demonstriert die alte Standhöhe…
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… und die neue nach dem Umbau.

Jahrshauptversammlung im Zeichen der Veränderungen

Die diesjährige Jahreshauptversammlung des B.S.V. Rheinhausen-Bergheim 1925 e.V. stand im Zeichen von Veränderung, und dies nicht nur, weil wieder einmal Vorstandwahlen anstanden.

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Die neue zweite Vorsitzende Cornelia Möller bei ihrer ersten Amtshandlung. Die Ehrung des vorherigen Amtsimhabers und Sportwart Rolf Kroniger für die 25jährige Vereinsmitgliedschaft.

So erklärte der langjährige erste Vorsitzende Harald Breuer, dass er im Falle seiner Wiederwahl nunmehr die letzte Amtszeit antreten würde und die nun anstehenden drei Jahre nutzen wolle, Interessenten für die verantwortungsvolle Position mit den Aufgaben des Amtes vertraut zu machen. Die Wiederwahl erfolgte einstimmig, ebenso wie die Bestätigung Klauspeter Hennes‘ als Schriftführer. Veränderungen im Vorstand erfolgten bereits in diesem Jahr an anderer Stelle. Kassiererin Heide Lenz stellte ihr Amt zur Verfügung, das die Vereinsmitglieder vertrauensvoll in die Hände von Saskir Wolfgarten legten. Zudem trat Rolf Kroniger, der bisher zweiter Vorsitzender und Sportwart in Personalunion war, nur noch für das zweite Amt an. Neue zweite Vorsitzende, und damit erstmals eine Frau auf dieser Position, wurde Cornelia Möller. Rolf Kroniger wurde als Sportwart bestätigt.

Titelträger des Sportjahres 2013/14.
Titelträger des Sportjahres 2013/14.

Eine weitere einstimmige Entscheidung traf die Versammlung in Bezug auf die Durchführung der vereinsinternen Meisterschaften. Nach einem auf große Akzeptanz gestoßenen Versuch in den Alters- und Seniorenklassen, wird der BSV die von der Sportordnung des DSB eingeräumte Freiheit nutzen und bei Wettkämpfen künftig nur noch nach den vom Verband vorgegebenen Altersklassen unterscheiden. Die Unterteilung in Damen- und Herrenklasse wird es ab der nächsten Vereinsmeisterschaft vereinsintern nicht mehr geben, da sich im Schießsport weder die Leistungsanforderungen noch die Leistungsfähigkeit bei Männern und Frauen nennenswert unterscheiden. So soll ein bescheidener Beitrag zur Gleichstellung der Geschlechter geleistet werden, wie es einem modernen Sportverein ansteht.

Martin Breuer und Mannschaftsführer Kai Müller nehmen Stellvertretend für die LP-Ligamannschaft die Urkunde für den Gruppensieg in der Bezriksliga entgegen.
Martin Breuer und Mannschaftsführer Kai Müller nehmen stellvertretend für die LP-Ligamannschaft die Urkunde für den Gruppensieg in der Bezriksliga entgegen.

Des weiteren konnte der Vorstand das bisher erfolgreiste Sportjahr der Vereinsgeschichte vermelden, mit Rekord-Starterzahlen bei den Verbandsmeisterschaften, Gruppensiegen und Aufstiegen der Liga- und Rundenwettkampf-Mannschaften, bis hin zur Teilnahme der KKa-Mannschaft an der Deutschen Meisterschaft in Hannover – ein Erfolg, der sich leider nicht wiederholen wird, da Mannschaftsmitglied Rolf Kroniger mit der Saison 2013/14 in eine andere Altersklasse wechselte.

Weltkulturerbe-Antrag für Schützenwesen – SPD, Grüne und Piraten lehnen Antrag ab – Ein Kommentar

Wie heute in der Tagespresse zu erfahren, haben die Regierungsparteien im Düsseldorfer Landtag zusammen mit den Piraten einen Antrag der CDU abgelehnt, die Aufnahme des Schützenbrauchtum in die Vorschlagsliste für Imaterielles Weltkulturerbe der Unesco besonders zu unterstützen.

Hierzu ein Kommentar:

Wenn von 570.000 Schützen die Rede ist, muss dies alle Mitglieder aller Schützenvereine im Land meinen. Die Initiative ging allerdings in erster Linie vom Bund der historischen deutschen Schützenbruderschaften(BHDS) aus. Wie der Name schon andeutet, handelt es hierbei um einen Verband, der vor allem die Traditionspflege zum Ziel hat. Ein Sportverband ist er nur pro Forma aus waffenrechtlichen Gründen, ein Blick in die „Sportordnung“ des BHDS zeigt nicht eine einzige internationale Schießsportdisziplin. Damit repräsentiert dieser Verband sicherlich einen bedeutenden Teil, jedoch nicht alle Schützen, und ist auch nicht DER Schützenverband in NRW, wie andernorts, u.a. um Zusammenhang mit der Debatte um einen schwulen Schützenkönig, zuweilen betitelt. Und auch nicht alle Schützen sind in Bruderschaften organisiert.

Daneben (ich mag hier keine Wertung abgeben, wer der bedeutendere ist, zumal ich für den BHDS keine Mitgliederzahlen finden konnte) existieren in NRW der Rheinische Schützenbund (RSB, der allerdings im Süden bis zur Mosel reicht) und der (WSB), Landesverbände des Deutschen Schützenbundes (DSB), und darüber Mitglieder im Deutschen Olympischen Sportbund. Der DSB unterstützt in seinen Landesverbänden zwar auch das traditionelle Schützenwesen, stellt aber als Dachverband des Schießsports in der Bundesrepublik den Sport deutlich in den Vordergrund.

Das Brauchtum ist rückläufig

Dies spiegelt sich auch in den Vereinen wider. Anders als die brauchtumsorientierten Schützen-Bruderschaften setzen die Schützen-Vereine ihren Schwerpunkte jeweils unterschiedlich gewichtet zwischen Brauchtum und Sport. Manche sind Mitglied in beiden Verbänden. Die Tendenz insbesondere bei den kleineren RSB-Vereinen in der Region (Bezirk 03 Linker Niederrhein) geht aber schon seit Jahren in die Richtung, das Brauchtum weiter zurückzufahren. Öffentliche Schützenfeste finden allenfalls noch dort statt, wo der Schützenverein auch noch Dorfverein ist, oder in Anschluss an Stadtteilfeste. Schützenumzüge gibt es kaum mehr, in linkrheinischen Duisburg (Kreis 031 Moers) schon seit Jahrzehnten nicht mehr, in Moers sporadisch, und das obwohl der Kreis 38 Vereine zählt. Häufig ist das Schützenfest zur geschlossen Vereinsfeier geschrumpft, das Königsschießen wird als interner Wettkampf ausgetragen. Vielfach gibt es nicht einmal mehr das.

Kein Interesse mehr

Neben dem finanziellen Aspekt – nur wenige Vereine haben noch die Mittel, große Feste allein auszurichten – spielt das zurückgehende Interesse bei Mitgliedern wie auch, zumindest im städtischen Bereich, beim Publikum eine Rolle. So habe wir uns bereist 1975 komplett von Brauchtum und traditionellem Schützenwesen verabschiedet und agieren seither als reiner Sportverein, und dies in Kreis und Bezirk ausgesprochenen erfolgreich, mit drei Kreis- und einer Bezirksliga-Mannschaft (ja, sowas gibt‘s), letztere in diesem Jahr in die nächsthöhere Gruppe aufgestiegen, sowie 2012 und 2013 einer Mannschaft bei der Deutschen Meisterschaft.  Gerade in jüngster Zeit haben wir Zuwachs an Mitgliedern erhalten, die zu uns kamen aus Interesse am Schießsport und gerade WEIL wir kein Schützenbrauchtum pflegen. Schließlich benötigt Geselligkeit im Sinne von gemeinsamer Zeit und gemütlichem Beisammensein in anderen Sportvereinen auch weder Uniform noch Bierzelt.

Weltkulturerbe? Irrelevant

Vor diesem Hintergrund kann ich als Schützin zum Weltkulturerbe-Ansinnen eigentlich nur sagen, dass die Bestrebungen für uns völlig irrelevant sind. Für uns Sportschützen spielt dieser Titel keine Rolle. Wichtiger wäre uns, in der breiten Öffentlichkeit als Sportler ernst- und wahrgenommen zu werden. Aber das ist die Aufgabe der Dachverbände.
Traditionelles Schützen-Brauchtum hingegen rangiert auf etwa dem gleichen Level wie der traditionelle Rheinische Karneval. Es ist sicherlich ein regionales Kulturgut, und wer Freude daran hat, mag es betreiben. Aber so wie nicht jeder Rheinländer ein Jeck ist, ist nicht jeder Schütze ein traditioneller Schützenbruder. Wenn wenigstens diese Unterscheidung einmal deutlich und nachhaltig kommuniziert würde, wäre für uns und den Schießsport schon viel gewonnen.

Nur drei Starter blieben ohne Medaille

 Auch in diesem Jahr gelang es dem Sportschützen des BSV Rheinhausen-Bergheim 1925 e.V., bei den Duisburger Stadtmeisterschaften ganz vorne mitzuspielen.

Mit 13 Startern in 7 Disziplinen und 19 Wettbewerben stellten sie nicht nur das größte Aufgebot der linksrheinischen Vereine, sondern auch eines der stärksten aller teilnehmenden duisburger Schützenvereine und Schießsportabteilung. Dabei gelang es nur in zwei der 19 Wettbewerbe den BSV-Schützen nicht, einen Treppchenplatz zu erreichen. Gesamtbilanz für den BSV: Elf Stadmeistertitel, sechs Vizemeister und drei dritte Plätze. Nur drei der 13 Starter verpassten die Medaillenränge und mussten sich in ihren Disziplinen und Alterklassen mit jeweils 4., 5., und 6. Plätzen begnügen.

Besonders hervorzuheben ist hierbei zweifellos die Leistung von Cornelia Möller, die in der Damen-Altersklasse den Stadtmeistertitel gleich in drei Disziplinen, Luftpistole (338 Ringe), Luftgewehr aufgelegt (292 Ringe) und KK-Sportgewehr aufgelegt (285 Ringe) und nach Rheinhausen holte. In letztgenannter Disziplin gingen mit den DM-Teilnehmern Monika und Harald Breuer auch die Stadtmeistertitel in den Klassen Senioren A und Seniorinnen A an den BSV. Darüber hinaus sicherte sich Monika Breuer mit 277 Ringen bei den Damen den erste Platz und Harald Breuer mit 285 Ringen den zweiten Platz in der Disziplin KK-Zielfernrohr, sowie ebenfalls den zweiten Platz im Luftgewehr aufgelegt.

Im Dreistellungskampf mit dem Kleinkaliber-Sportgewehr konnte sich Daniela Breuer in der Damenklasse mit 252 Ringen souverän gegenüber ihren Mitbewerberinnen behaupten und ebenso wie Udo Kastner bei den Senioren A mit 237 Ringen auch in der „Königsdisziplin“ im Langwaffen-Bereich den Stadtmeistertitel einholen. Seinen zweiten Stadtmeistertitel sicherte der rüstige Sportler sich außerdem mit 330 Ringen in der Disziplin Luftgewehr (freihändig), während Daniela Breuer sich hier mit 365 Ringen mit dem zweiten Platz begnügen musste.

Bei den Pistolenschützen errangen Udo Kastner in der Disziplin KK-Sportpistole mit 222 Ringen und Martin Breuer in der Luftpistole mit 252 Ringen den zweiten Platz.

Nicht unerwähnt blieben sollen schließlich die Leistungen der Nachwuchsschützen der Jugend- und Juniorenklasse des BSV, die, bedingt durch die Einteilung der Altersklassen, die Stadtmeisterschaft unter sich ausmachten. So platzierte sich Leon Meskendahl mit 302 Ringen vor seinem Vereinskollegen Norman Hotze (251 Ringe), während Justin Woyna in der Luftpistole leider ohne Konkurrenz war, selbige aber mit dem persönlichen Bestergebnis von 319 Ringen auch nicht hätte zu fürchten brauchen.