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Knapp vorbei am Unentschieden

Die erste Niederlage in der Saison mussten die Bezirksliga-Mannschaft Luftpistole des BSV Rheinhausen-Bergheim hinnehmen.

In der vorletzten Begegnung der Saison überhaupt empfingen die Rheinhauser den PSV Krefeld an der Krefelder Straße. Unglücklicherweise fehlten aber mit Volker Tiedtke und Adam Jemiola aus beruflichen, bzw. gesundheitlichen Gründen ausgerechnet zwei der drei leistungsstärksten Punktebringer. Nur Martin Breuer konnte mit nach gefühlter Tagesform für ihn selbst überraschenden 363 dem Krefelder Erich Hellenbrock (352) zwei Punkte abringen, während Udo Knieper seinem Gegenüber Martin Lindhauer (337) trotz eines persönlich guten Ergebnisses von 318 deutlich unterlegen war. Ebenfalls 337 Ringe zählte der Krefelder Michael Bock – nur einer mehr als BSV-Mannschaftsführerin Jessica Anoune. Ein Ring vorbei am Punkte-Unentschieden, dass zu einem Endergebnis von 3:3 und damit jeweils einem Punkt für jede Mannschaft in der Tabelle geführt hätte.

Einen Wettkampf vor Ende der Saison – dem Auswärtswettkampf des BSV Rheinhausen-Bergheim gegen den SV Moers-Vinn am 20.11. – stehen die Rheinhauser noch mit 8:2 Punkten und einem Schnitt von 1047 Ringen in der Gruppe zwei an der Tabellenspitze. Mit einem Sieg würde Vinn punktemäßig gleichziehen, liegt mit einem Schnitt von 1022,2 aber deutlich zurück. Die Chance auf den Gruppensieg für die Rheinhauser bleibt also noch bestehen.

Wie bei der Meisterschaft, so bei den Rundenwettkämpfen

Der November ist nicht nur der Monat der Kreismeisterschaft, sondern in diesem Jahr auch vollgepackt mit Begegnungen der Liga- und Rundenwettkamp-Mannschaften. Und dass sie in den Kleinkaliber-Disziplinen auch hier ganz vorne mitspielen, konnte die Senioren des BSV Rheinhausen-Bergheim einmal mehr unter Beweis stellen.

Dabei traten die Erste der Rheinhauser gegen die zweite Mannschaft des SV Asberg und die Zweite gegen die Asberger erste jeweils im Auswärtswettkampf an, wie bei den Kreismeisterschaft auf der 50-M-Anlage in Moers-Kapellen – vertrautes Terrain also. Die erste Mannschaft um Rolf Kroniger siegte souverän mit 832:823, einmal mehr mit Walter Heßhaus mit 285 Ringen als neben dem Mannschaftsführer sicherem Punktebringer. Knapper fiel das Ergebnis bei der zweiten Mannschaft aus. Sie besiegte Asberg 1 mit 838 zu 832. Damit führen die beiden KKa-Mannschaften des BSV Rheinhausen-Bergheim weiterhin die Rangliste an.

Auch aus zwei Luftgewehr-Begegnungen ging Rheinhausen 2 siegreich hervor. Dabei sorgte vor allem der Sieg über die dritte Mannschaft des SV Asberg für Aufsehen. Neben Walter Heßhaus mit 299 von 300 Ringen kamen diesmal Alfons Richter mit 297 und Klauspeter Hennes mit 297 in die Wertung, die in den vorherigen Wettkämpfen kaum über 280 gekommen waren. Ergebnissen, an die die beiden beim nachfolgenden Lokalderby gegen den SV St. Sebastian Hochemmerich (889:877) mit 293 und 288 sogar anschließen konnten.

Lediglich die Erste des BSV musste sich im LGa der zweiten Mannschaft des SV Asberg mit 889:892 geschlagen geben, trotz eines 300er-Ergebnis von Rolf Kroniger.

In wie weit diese Ergebnisse auf die noch anstehenden Kreismeisterschaften im Luftgewehr Auflage vorausdeuten, mag sich am 30.11. zeigen.

Ein Wochenende, 15 Titel

Nach dem Kreismeisterschafts-Auftakt in der Zentralfeuer-Pistole, bei dem Olaf Berg als einziger Starter des BSV Rheinhausen-Bergheim auf Platz zwölf gelandet war, starteten die Sportschützen am ersten Langwaffen-Wochenende am 09. und 10.11. voll durch. Am Samstag standen dabei Kleinkalibergewehr 50m, KK Sportgewehr Dreistellungskampf (3×10) und KK-Gewehr Auflage in Moers-Kapellen und KK-Gewehr 100m und KK-Gewehr 100m Auflage in Voerde-Holthausen an.

Wie üblich musste Daniela Breuer die 50-Meter Disziplinen mangels Konkurrenten allein bestreiten, so dass ihr die Titel in der Herrenklasse(!) der 30 Schuss im Stehenden Anschlag (249 Ringe) und der Damen I im Dreistellungskampf (256) von vorn herein sicher waren. Immerhin hatte sich mit Jana Nelly Krebs vom BSV Holderberg-Bettenkamp (211) eine Neueinsteigerin für die Königsdisziplin im Langwaffenbereich gefunden, die aber als Juniorin I ebenfalls ohne Konkurrenz antrat. Und die dürfte auch in den nächsten Jahren nicht eintreten, denn wenn sie in die Klasse Damen I wechselt, ist Rheinhauserin Daniela Breuer bereits Damen II.

Definitiv Konkurrenz in allen Altersklassen fand sich – der demografische Wandel lässt grüßen – in den Seniorenklassen. Doch auch das hielt die Sportler des BSV Rheinhausen-Bergheim nicht davon ab, die ersten Plätze in Beschlag zu nehmen, so Markus Wolfgarten (Sen I m, 294,7), Harald Breuer (Sen II m, 284,9), gefolgt von Vereinskollege Alfons Richter (283,5) auf Platz zwei, Monika Breuer (Sen II w, 290,5), Walter Heßhaus (Sen III m, 294,0), nur 0,7 Ringe vor Vereinskollege Detlef Frühauf (293,3) auf Platz zwei, und Rolf Kroniger (Sen IV m, 296,5). Wenig verwunderlich, dass bei diesen Einzelleistungen auch die Mannschaften die Ranglisten anführten, bei den Senioren I/II Rheinhausen 1 (Breuer, Breuer, Wolfgarten) mit 870,1 vor Rheinhausen 2 (Heinz, Hennes, Richter) mit 839,6, bei den Senioren III/IV Frühauf, Heßhaus, Kroniger mit 883,8 mit deutlichem Abstand vor der ersten Mannschaft des SV Asberg (862,2).

Die Messlatte für die 100-Meter-Wettbewerbe des Folgetages war also gesetzt. Bei noch frostigen Temperaturen des niederrheinischen Herbstmorgens gingen zuerst die Freihand-Schützen auf der offenen Anlage des BSV Einigkeit Holthausen an den Start. Mit Christina Fiscor von den Sportschützen Rheurdt hatte Daniela Breuer, der noch der Dreistellungskampf vom Vortag im linken Arm steckte, eine in der Regel gleich starke Konkurrentin. Die blieb allerdings wider erwarten mit 251 deutlich hinter ihrer Leistungsfähigkeit zurück, so dass Daniela Breuer mit 265 Ringen auch hier den ersten Platz holte.

Während im Laufe des Vormittags die Starter aus Asberg, Rheurdt, Holderberg und Lohmannsheide ihr Durchgänge absolvierten, waren die Senioren des BSV Rheinhausen-Bergheim erst am Nachmittag an der Reihe – und wurde mit Spannung erwartet. Und die Zuschauer, die sich vor dem Beamer, der die Trefferanzeigen der elektronischen Anlagen in den großen Saal übertrugen, versammelt hatten, wurden nicht enttäuscht: Die Rheinhauser setzten sich prompt an die Spitzen ihrer jeweiligen Wettkampfklassen, allen voran Rolf Kroniger mit 298 Ringen – nur zwei Neuner im 30-Schuss Durchgang. Lediglich Harald Breuer und Walter Heßhaus mussten nach der letzten Lage dann noch ihren ersten, bzw. zweiten Platz räumen. Dafür sicherte Holger Heinz auch noch den Titel bei den Senioren I und machte das Mannschaftsergebnis komplett. Auch hier belegten beide Mannschaften in den Alterklassen Senioren I/II und III/IV Platz eins.

Nach den erfolgreiche Wettkämpfen mit dem KK-Gewehr sind am kommenden Wochenende der Nachwuchs in der Disziplin Luftgewehr sowie die in der diesjährigen Liga-Saison bereits äußerst erfolgreichen Pistolenschützen mit der 25-Meter-Pistole an der Reihe.

Luftpistole und KKA weiter erfolgreich, Luftgewehr scheitert an Eversael

Nach dem Heimsieg gegen den SV Moers-Vinn war die Luftpistolen-Mannschaft des BSV Rheinhausen-Bergheim in der Bezirksliga auch auswärts erfolgreich. Mit 4:2 besiegten die Rheinhauser die 1. Mannschaft des Polizeisportvereins Krefeld. Auch unter Abwesenheit von Volker Tiedtke genügten die Ergebnisse von Adam Jemiola (362:354) und Martin Breuer (359:345), um zu punkten. Mannschaftführerin Jessica Anoune, die als dritte in die Wertung kam, fehlte mit 337:339 ihres Krefelder Gegenübers sogar nur zwei Ringe für ein Unentschieden und damit ein neuerliches 5:1 wie gegen Vinn. Bei noch zwei verbleibenden Begegnungen in dieser Saison, dem Heimwettkampf des BSV gegen Krefeld am 14.11. und Auswärts gegen Vinn am 20.11. führt Rheinhausen mit 8:0 Punkten die Tabelle der Gruppe 2 an, gefolgt von Vinn (6:4), Krefeld (2:8) und St. Tönis (4:8). Ein einzelner Sieg des BSV würde genügen, um den Platz zu sichern.

Weniger Glück hatte die Mannschaft des BSV in der auf nur noch drei Mannschaften geschrumpften Gruppe 1 der Kreisliga Luftgewehr bei ihrem zweiten Heimwettkampf gegen den BSV Eversael. Beide Mannschaften traten krankheitsbedingt nur in der Minimalbesetzung an. Über die Ergebnisse der einzelnen Schützen konnte die Rheinhauser keinesfalls klagen. Mannschaftführerin Daniela Breuer punktete erwartungsgemäß mit 276:359. Auch Marc Rocke und Céline Eggenberger legten mit 344 und 333 persönliche Topleistungen hin. Allerdings gelang dies, am allermeisten zur eigenen Überraschung, auch den Eversaelern, bei denen diesmal nicht Peter, sondern Nina Kampermann die höchste Ringzahl erreichte und damit mit Daniela Breuer in den Vergleich trat. Die 349 ihres Mannes und die 344 von Kirsten Kulms standen damit den Ergebnissen von Marc Rocke und Céline Eggenberger gegenüber, Endergebnis in Punkten also 4:2 für Eversael. In der äußerst überschaubaren Tabelle steht Eversael (4:0) damit an erster Stelle, gefolgt von Rheinhausen (4:2) und Asberg (0:6).

Einem Sieg in ihrem letzten Heimwettkampf kann schließlich die erste Mannschaft Kleinkalibergewehr Auflage gegen die erste Mannschaft des SV Asberg verbuchen. Walter Heßhaus (286) Rolf Kroniger (273) und Markus Wolfgarten (273) kamen zusamme auf 832 Ringe gegenüber 829 auf Asberger Seite. Bei zwei noch ausstehenden Auswärtswettkäpfen gegen Asberg 1 und Asberg 2 hält Rheinhausen 1 mit 10:2 Punkten den ersten Tabellenplatz vor Rheinhausen 2 (6:4) Asberg 1 (2:2), Asberg 2 (0:2) und den Sportschützen Rheurdt (0:8).

Halbzeit in der Luftpistolen-Liga

Mit dem Heimwettkampf gegen den SV Moers Vinn war Halbzeit für die Luftpistolen-Bezirksliga-Mannschaft des BSV Rheinhausen-Bergheim. Und bisher sind die Rheinhauser auch in der Luftpistole ungeschlagen.

Mit 5:1 hatte diese Begegnung einen eher ungewöhnlichen Ausgang. Im Vergleich der drei jeweils drei besten Schützen jeder Mannschaft erhält der ringhöhere zwei Punkte, in der Summe lauten die meisten Ergebnisse also 6:0 oder 4:2 (bzw. umgekehrt). Diesmal kam ein seltenes 1:1 zustande, in dem Martin Breuer und der Vinner Frank Bethge als die besten Schützen ihrer Mannschaft beide mit 361 Ringen vom Stand gingen. Die übrigen vier Punkte für Rheinhausen steuerten Adam Jemiola (357:320) und Mannschaftsführerin Jessica Anoune (338:318) bei.

Mit sechs Punkte in der Tabelle und einem Ringedurchschnitt vom 1053,5 bleibt die Luftpistolenmannschaft des BSV Rheinhausen-Bergheim damit erstplatzierter in der Gruppe zwei der Bezirksliga Linker Niederrhein. Punktgleich aber nun mit dem geringeren Durchschnitt rutscht Vinn auf Platz drei hinter die Sportschützen des Polizeisportvereins Krefeld. Auf Platz vier steht der SFT St. Tönis mit erst einem Sieg aus bisher fünf Wettkämpfen.

SpoPi-Mannschaft beendet die Liga ungeschlagen

Mit den Hin- und Rückkämpfen des BSV Rheinhausen-Bergheim gegen die PSG Moers ist die Saison 2019 der 3. Gruppe in der Bezirksliga Sportpistole abgeschlossen. Mit zweimal 4:2 beendet die Mannschaft des BSV die Liga ungeschlagen und als Tabellenführer.

Wegen einer kurzfristigen Sperrung des Henri-Guidet-Zentrums in Moers-Kapellen fanden sowohl Hin- als auch Rückkampf in Rheinhausen statt. Die PSGler waren darüber höchst erfreut und erleichtert, denn 25-Meter-Bahnen mit den notwendigen Drehscheiben-Anlagen für die Sportpistole sind rar und eine Verschiebung des Wettkampfes terminlich nicht mehr möglich gewesen, zumal der PSG bereits die Begegnungen mit dem SV Gerdt in der Ergebnisbilanz fehlen.

Auch diesmal waren Adam Jemiola und Volker Tiedtke die leistungsstarken Punktegaranten für Rheinhausen. Mit 272:241 Ringen und 276:267, bzw. 268:234 und 258:241 sicherten sie in beiden Wettkämpfen das 4:2. Für die anstehenden Kreismeisterschaften, in denen die beiden 2020 erstmals in der gleichen Altersklasse starten, ergeben sich so erwartungsvolle Perspektiven für die Mannschaftswertung nicht in nur in der Sport- sondern auch in der Luft- und der Freien Pistole.

Zusammen mit den vorherigen 6:0 und 6:0 gegen den PSSV Moers und zweimal 4:2 gegen den SV Gerdt beenden Mannschaftführer Volker Tiedtke, Adam Jemiola, Udo Knieper, Olaf Berg, Hüseyin Ҫoktaş und Ersatzmann Natale Cau die Saison mit den maximal möglichen 12:0 Punkten aus sechs Wettkämpfen vor der PSG Moers (8:4), den SV Gerdt (4:8) und dem PSSV Moers (0:12).

Wer braucht schon Startzeiten?

Auch am zweiten Wochenende des stadtweiten Vergleichs der Sportschützen blieb die Frage, wie viel Stadt noch in der Stadtmeisterschaft steckt, bestehen, wenngleich sich die Protagonisten geändert hatten. Mit Luftpistole, 25-Meter-Pistole (Sportpistole), 50-Meter-Pistole (Freie Pistole) sowie Luftpistole Auflage und Sportpistole beidhändig für die Seniorenklassen standen in der Sporthalle Krefelder Straße die Kurzwaffen-Disziplinen an, wie üblich dominiert vom starken Aufgebot des PSV Duisburg – nur mit Ausnahme der Luftpistole Auflage, die fast ausschließlich vom BSV Wedau bestritten wurde. In den Herren- und Damenklassen traten einzig der Beecker Bürgerschützenverein, ETuS Wedau und der BSV Rheinhausen-Bergheim in Konkurrenz zu den PSVlern.

Hatten im Vorfeld zumindest bei den Rheinhausern falsche und fehlende Startzeiten für Verwirrung gesorgt, war das Langwaffen-Wochenende doch alles in allem glatt verlaufen. Das Kurzwaffen-Wochenende dagegen war von hohem Maß an Frust geprägt – was keinesfalls an den erreichten Leistungen lag. Auch die altersschwachen Anlagen an der Krefelder Straße hielten tapfer der ungewohnten Dauerbelastung stand. Ein einzelner Ausfall auf der 50-Meter-Anlage und eine zuvor schon beschädigte und kurzfristig nicht zu reparierte Beleuchtung auf dem 10-Meter-Stand waren kompensierbar, zumal auf der 50-Meter-Anlage am Samstag ohnehin nur die Präzisions-Durchgänge der Sportpistole geschossen wurden, bei denen – entsprechend der Standkapazität auf der Duell-Anlage – nur jeweils fünf Schützen gleichzeitig starten konnten.

Umso unverständlicher erschien es, dass bereits im Laufe des Vormittags sich die Starts der einzelnen Lagen derart verzögerten, dass am Nachmittag die vorab ausgegeben Startzeiten überhaupt nicht mehr beachtet wurden.

Vor allem für die Luftpistolen-Schützen des BSV Rheinhausen-Bergheim mit der gemeinsamen Startzeit 14:15 Uhr geriet dies zum Ärgernis. Knapp 25 Minuten vor ursprünglichem Beginn der Lage, drei Rheinhauser waren eben erst eingetroffen, erging der Aufruf: Wer jetzt Luftpistole schießen will, kann auf den Stand. Vier BSV-Schützen ergatterten einen Platz, die übrigen drei mussten über eine Stunde warten. Dass zwischenzeitlich die Starter außerdem noch vor ihrer Startzeit als nicht angetreten in den Ergebnislisten geführt wurden, sorgte für zusätzliche Irritation.

Am Sonntag waren für die Freie Pistole zwei Bahnen je Startzeit vorgesehen. Als die BSV-Starter an der Reihe waren, sollte die Lage bereits knappe 30 Minuten früher beginnen, so dass einzelne Schützen herbeitelefoniert wurden – auch am Samstag schon Praxis. Eine optimistischen Annahme, die Sportler stünden den ganzen Tag für den Wettkampf Gewehr, bzw. in diesem Fall Pistole bei Fuß. Am Ende fanden sich die Rheinhauser zu dritt mit zwei weiteren Teilnehmern im Wettkampf wieder.

Immerhin, über die Ergebnisse konnte der BSV Rheinhausen-Bergheim auch diesmal nicht klagen. Pistolen-Spitzenmann Adam Jemiola holte bei den Herren III sowohl in der Luftpistole (356 Ringe) als auch in der Sportpistole (259) Platz zwei und lag damit sogar noch mindestens zehn Ringe unter seiner üblichen Leistung. Ebenfalls Platz zwei sicherte sich erkältungsgeschwächt Martin Breuer mit der Luftpistole bei den Herren I (349), gefolgt von Vereinskollege Mert Ҫetinkaya (276), der seine erste Meisterschaft absolvierte. Auch Christa Jemiola belegte bei den Damen III den dritten Platz (272).

Zwei weitere Stadtmeistertitel für Rheinhausen holte außerdem Volker Tiedtke (Herren II) in der Freien Pistole (217) und in der Sportpistole (271). Auch der Titel in der Luftpistole wäre im Bereich des Möglichen gewesen. Allerdings wurde der Abzugswiederstand von Tiedtkes Luftpistole als zu leicht befunden – was bei Kreis-, Bezirks- und Landesmeisterschaften bisher nie beanstandet worden war, und auch nicht nur bei ihm an diesem Tag moniert wurde. Mit dem angesichts der Gesamtsituation wohl nötigen Humor hakte er den Wettkampf für sich als erweitertes Training für die anstehenden Kreismeisterschaften ab.

Die Gesamtbilanz der beiden Wettkampfwochenenden lautet für den BSV Rheinhausen-Bergheim nunmehr zwölf Stadtmeistertitel, neun zweite und acht dritte Plätze aus insgesamt 48 Starts – und wieder einmal einen Eindruck hinterlassen zu haben bei den rechtsrheinischen Vereinen, mit denen die Rheinhauser aufgrund der Verbandsstrukturen sportlich frühestens auf Landesverbandseben zusammenkommen.

Vorne mitmischen!

Wie viel Stadt steckt eigentlich noch in der Stadtmeisterschaft?

Diese Frage ließ sich auch in diesem Jahr beim Blick auf das Starterfeld am ersten Wochenende der Stadtmeisterschaft Sportschießen nur schwer vermeiden. Vor allem am Samstag in den Kleinkalibergewehr-Auflage-Disziplinen traten fast ausschließlich die Seniorinnen und Senioren der St. Sebastianus Schützenbruderschaft von 1420 und des BSV Wedau an, am Sonntag beim Luftgewehr waren immerhin noch einzelne Schützen aus den Vereinen in Duissern und Walsum dabei. Umso mehr Ansporn für die Sportschützen des BSV Rheinhausen-Bergheim, diesmal mit möglichst vielen Startern aufzutreten.

Von 35 Meldungen einschließlich Mannschaften in den Langwaffen-Disziplinen brachten es die Rheinhauser auf 30 Starts – die Wettbewerbe im Kleinkalibergewehr (KK) Liegendkampf und KK Dreistellungskampf waren von vorn herein wegen zu geringer Teilnahme abgesagt worden, ein BSV-Schütze fiel aus – und holten zehn Stadtmeistertitel, fünf zweite und fünf dritte Plätze.

Dabei hatten im Vorfeld der knappe Meldeschluss rund eine Woche vor dem ersten Wettkampfwochenenden, für ganze Disziplinen fehlende oder für die falsche Disziplin am falschen Tag herausgegebene Startzeiten für Unmut bei den Schützen gesorgt. Als Austragungsort hatte die Fachschaft anstatt der doppelt so großen und gerade für Senioren weitgehend barrierefreien, aber technisch stark in die Jahre gekommenen Anlage in der Sporthalle Krefelder Straße den Vereinsschießstand der St. Sebastianus Schützenbruderschaft in Wedau gewählt. Hier fiel jedoch im Laufe des Samstages eine von vier 50-Meter-Bahnen aus, wodurch die Startzeiten nicht mehr eingehalten werden konnten. Noch länger wurde jedoch der Sonntag. Zwar standen bei den St. Sebastianern fünf 10-Meter-Bahnen für die Luftgewehr-Wettkämpfe zur Verfügung (in Rheinhausen acht), doch war die Starterzahl ungleich höher, nicht nur bei den Senioren, sondern auch durch die Damen-, Herren-, und Nachwuchswettbewerbe.

Nachwuchsschützen mit dem Luftgewehr brachten übrigens ausschließlich die Rheinhauser an den Start. So hatten Finia Hirche (Schüler w, 132 Ringe), Nikolas Niedworok (Jugend m, 310) und Bruno Golubić (Junioren II m, 321) ihre Stadtmeistertitel sicher. Auch bei den Damen und Herren blieben die großen Traditionsvereine weitgehend außen vor. Den Titel bei den Herren I holte Marc Rocke mit 340 Ringen vor einem einzigen Konkurrenten aus Duissern nach Rheinhausen. Daniela Breuer konnte mit 370 Ringen an die Damen des ETuS Wedau, immerhin Landesoberligisten, Anschluss halten und machte den dritten Platz.

In den Senioren-Wettbewerben Luftgewehr Auflage (LGa), KK-Gewehr Auflage (KKa) und KK-Gewehr Zielfernrohr Auflage (KKa ZF) setzten vor allem zwei Rheinhauser Ausrufezeichen: Markus Wolfgarten (Sen I) und Walter Heßhaus (Sen III) holten den Titel in allen drei Disziplinen. Vor allem Heßhaus‘ 313,1 im LGa, wo die Vereinskollegen fast durch die Bank geschwächelt hatten, sorgte für Aufsehen. Er selbst kommentierte das Ergebnis nur mit einem lakonischen „OK“.

In den KK-Diszplinen den Platz zwei abonniert hatte Monika Breuer hinter Monika Mai vom BSV Wedau bei den Senioren II w, ebenso wie Rolf Kroniger bei den Senioren IV m. Harald Breuer holte den Titel im KKa ZF und Platz zwei im KKa bei den Senioren II m. Und auch Wolfgang Letsch konnte sich in der einzigen Disziplin, in der er angetreten war, über eine Medaille freuen: Platz drei im KKa ZF der Senioren III m.

Am kommenden Wochenende, 21. und 22.09. folgen die Pistolenwettbewerbe mit Luftpistole, Freier Pistole und Sportpistole, diesmal in der Sporthalle Krefelder Straße, die als einzige die für die Pistolendisziplinen notwenigen Anlagen bereit hält. Auch hier werden die Sportschützen des BSV Rheinhausen-Bergheim wieder stark vertreten sein.

Abschluss der LVM – Spiegel der Situation des Schießsports in Duisburg

Der Abschluss der Landesverbandsmeisterschaft des Rheinischen Schützenbundes für Duisburgs Sportschützen war einmal mehr dazu geeignet, die Situation des Sports in der Stadt vor Augen zu führen. Gewissermaßen allein auf weiter Flur traten Frank Wenders (Herren II) vom DJK Buchholz und Daniela Breuer (Damen I) vom BSV Rheinhausen-Bergheim in den Standarddisziplinen des Kleinkalibergewehrs, Dreistellungskampf 3×20 und Liegendkampf, an.

Besonders bei den Damen I lag das Leistungsniveau auf den vorderen Plätzen hoch. Landesmeisterin in beiden Disziplinen wurde mit 589 (3×20), bzw. 597 (Liegend) von 600 Ringen Amelie Kleinmanns, Bundeskader-Schützin vom SC Tell Schmalbroich, auf die Daniela Breuer bereist in den Bezirksmeisterschaften des Bezirks Linker Niederrhein traf. An etwaige Titel war also von vorn herein nicht zu denken. Doch selbst für Breitensportler-Niveau waren 493 Ringe mit einer drei im knienden Anschlag und Platz 15 alles andere als zufriedenstellend. Für die Qualifikation im Liegendkampf hatten bei der Bezirksmeisterschaft zwölf Ringe gefehlt.

Besser lief es für Frank Wenders. Mit 544 Ringen kam er im Dreistellungskampf auf Platz acht, mit 14 Ringen Abstand zum Landesmeister Michael Schneider vom Post SV Düsseldorf. Im Liegendkampf brachten 577 Ringe ihn auf Platz 14. Landesmeister Jochen Schmitz von den Pankratius Sportschützen Inden/Altendorf hatte 588.

Sich gedulden mussten die Starter im KK-Gewehr 100 Meter Auflage der Seniorenklassen. Waren die Teilnehmerzahlen in den Freihand-Wettbewerben nicht nur aus Duisburger Sicht überschaubar, musste in dieser Disziplin die Wettkämpfe gleich auf zwei Wochenenden verteilt werden, so dass Monika Breuer vom BSV Rheinhausen-Bergheim, Monika Mai vom BSV Wedau sowie Hans-Peter Filbrandt, Dieter Horstkamp, Elke Momber, Notker Neilson, Jochen Herzog und Lothar Bargel von der St. Sebastianus Schützenbruderschaft 1420 sich geldulden mussten, bis die abschließenden Ergebnisse feststanden.

Am besten schnitt Hans-Peter Filbrandt bei den Senioren II (m) ab. Mit 314,4 holte er Platz sechs. Nur 9,3 Ringe hinter ihm lag Vereinskollege Dieter Horstkamp. Im xx Schützen starken Teilnehmerfeld bedeutete das aber Platz 51. Bei den Senioren II (w) lagen die Ergebnisse dicht beieinander. Monika Mai kam mit 299,4 auf Platz 17, Monika Breuer mit 298,2 auf Platz 18 und Elke Momber mit 296,9 auf Platz 20. Notker Neilson (Senioren III, 298,3), Jochen Herzog (Senioren IV, 301,8) und Lothar Bargel (Senioren V, 302,3)starteten jeweils als einzige Duisburger in ihren Altersklassen und holten dort die Plätze 45, 44 und 39.

Pistolenmannschaften weiter auf Erfolgsspur

Eine weitere siegreiche Bezirksliga-Woche haben die Pistolenmannschaften des BSV Rheinhausen-Bergheim hinter sich gebracht.

Am Montag hatte die Sportpistolen-Mannschaft die Polizeisportschützen Moers an der Krefelder Straße zu Gast. Diesmal vollzählig Anwesend, waren die Rheinhauser mit den Ergebnissen von Adam Jemiola (273:205), Volker Tiedtke (268:195) und Udo Knieper (204:155) den nur in Mindestbesetzung angetretenen Moersern deutlich überlegen und gewannen 6:0. Beim Rückkampf zwei Tage später konnte insbesondre Udo Knieper sein Ergebnis noch einmal steigern. Mit 278:209 (Adam Jemiola), 269:198 (Volker Tiedtke) und 223:177 (Udo Knieper) entschieden die Sportpistolen-Schützen des BSV Rheinhausen-Bergheim auch diesen Wettkampf für sich. Vier von sechs anstehend Wettkämpfen in Gruppe 3 der Bezirksliga hat die Mannschaft nun erfolgreich hinter sich gebracht. Erst im September stehen die letzten beiden Begegnungen mit der Pistolensportgilde Moers an.

Zeit zum Ausruhen bedeutet das allerdings vor allem für die drei Punktebringer nicht, denn sie gehören auch der Luftpistolenmannschaft um Mannschaftsführerin Jessica Anoune an, und die war am Donnerstag zum ersten Wettkampf der Saison zum SFT St. Tönis eingeladen. Hier fiel das Ergebnis denkbar knapp zu Gunsten des BSV aus. Während Adam Jemiola sicher mit 367:355 punktete, reichte es bei Volker Tiedtke mit 350:349 nur gerade eben. Da Jessica Anoune mit 337:342 ihre zwei Punkte an St. Tönis abtreten musste, schrammte die Mannschaft mit nur einem Ring an einem Unentschieden vorbei. So hieß das Endergebnis 4:2 für Rheinhausen. Am übernächsten Donnerstag erwarten die Rheinhauser den SFT zum Heimkampf an der Krefelder Straße.