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Vier Titel über 100 Meter

Die Zahl der Vereine, die bei den Kreismeisterschaften des Schützenkreises 031 Moers in den Kleinkalibergewehr-Disziplinen über 100 Meter teilnehmen, ist überschaubar. Tatsächlich verfügt nur ein einziger Verein im Kreis, die Sportschützen Rheurdt, überhaupt über eine Schießbahn, um diese Disziplinen zu trainieren. Das hindert allerdings eine eingeschworene Truppe von Gewehrschützen, sich auf der modernen Anlage des BSV Einigkeit Holthausen (Voerde) aus reinem Spaß am Sport in der Disziplin zu messen – darunter der BSV Rheinhausen-Bergheim, der BSV Homberg-Hochheide und der Grafschafter SV Lohmannsheide aus Baerl.

Wie so oft waren auch beim KK 100 Meter die Freihandschützen in der Unterzahl gegenüber den Auflageschützen der Seniorenklassen. Als einzige Vertreterin aus den drei Vereinen aus dem Duisburger Westen war Daniela Breuer vom BSV Rheinhausen-Bergheim hier am Start. Mit drei Achtern und einer Sechs im 30-Schuss-Durchgang kam sie auf 265 Ringen – eigentlich ein unzufrieden stellendes Ergebnis. Dennoch reichte es nicht nur für den Kreismeistertitel in der Klasse Damen I – Christina Fiscor von den Sportschützen Rheurdt hatte nur 260 – sondern es war auch das höchste Freihand-Ergebnis des Wettbewerbes sowohl der Damen-, als auch der Herren-Klassen.

Den nächste Titel für Rheinhausen holte Holger Heinz – allerdings als einziger Starter in der Klasse Herren II, die durch eine Sonderregelung des Landesverbandes bereits aufgelegt schießen darf.

Doch auch die „echten“ Auflageschützen der Senioren-Klassen lieferten gewohnheitsgemäß. So wurde Ingo Meskendahl bei den Senioren I (51-60 Jahre) mit 292 Zweiter hinter Udo Jung vom SV Asberg (295). Bei den Senioren II (61-65) reichten für Harald Breuer 293 Ringe nur für den undankbaren vierten Platz nach den drei Rheudtern Wilfried Nohner (300), Detlef Pauritsch (296) und Karl-Werner Minuth (294). Der Rheinhauser Detlef Frühauf sowie Heinz Engeln von Lohmannsheide kamen auf Platz 6 und 7. Umso mehr trumpften die Damen auf. Bei den Seniorinnen II holte Monika Breuer mit 290 Ringen und zwei Ringen mehr in der letzten Serie den Titel vor der punktgleichen Bärbel Fischer vom SV Asberg nach Rheinhausen. Platz 3 und 4 gingen an Doris Wibbelhoff und Marika Abel von Lohmannsheide. Mit einem Gesamtergebnis von 875 Ringen kam die Rheinhauser Mannschaft der Senioren I/II somit auf Platz drei, der Grafschafter SV Lohmannsheide auf Platz 5.

Besser schnitt dagegen die Senioren III/IV-Mannschaft der Lohmannsheider ab. Mit 848 Ringen kamen holte sie Platz 3. In der Einzelwertung machte Ernst-Günter Pesenecker den zweiten Platz bei den Senioren III (66-70), Wilhelm Wibbelhoff den 6, bei den Senioren IV (71-75) Rolf Olygschläger Platz 7 und Karl-Heinz Schütz Platz 9. Nicht unerwähnt bleiben sollen außerdem die Plätze 5 und 8, die mit Karl-Heinz Frenck und Reiner Rothkopf an den BSV Homberg-Hochheide gingen. Den vierten Kreismeistertitel für Rheinhausen allerdings machte Rolf Kroniger klar, mit 291 Ringen nur ein, bzw. drei Ringe vor den Rheurdtern Heinrich Keyzers und Walter Fekl.

Kreismeisterschaft startet großkalibrig

Wettkampfsportliches Neuland betraten die Pistolenschützen des BSV Rheinhausen-Bergheim 1925 e.V. am ersten Wettkampfwochenende der Kreismeisterschaften 2019 (Das Sportjahr des RSB beginnt am 01.10.) Olaf Berg, Volker Tiedtke und Hüseyin und İsa Ҫoktaş versuchten sich in der Disziplin 25m Zentralfeuerpistole .30-.38. – und fanden sich dabei mehrheitlich in Gesellschaft von Startern aus dem Duisburger Westen.

Erstmalig wurden die Sportpistolen-Wettbewerbe in den Disziplinen Kaliber .30-.38 und Kaliber .38-.45 in Krefeld-Girmesgath ausgetragen, nachdem die vereinseigene Anlage der Moerser Sportschützen 1952 e.V. in Utford nicht mehr zur Verfügung stand. Die beiden städtischen Anlagen im Kreis in Moers-Kapellen und Rheinhausen kamen nicht in Frage. Zum einen sind an beiden Standorten die Pistolenstände für den Duell-Modus auf Drehscheiben nur bis Kaliber .38 zugelassen, die zweite Disziplin also überhaupt nicht durchführbar. Zum anderen werden, um den Schützen lange Wartezeiten zwischen den beiden Modi zu ersparen, die Präzisionsdurchgänge für gewöhnlich auf den 50-Meter-Bahnen geschossen. Die sind jedoch sowohl in Moers als auch in Rheinhausen nur bis Kaliber .22 ausgelegt. Der desolate technische Zustand der Anlage in Rheinhausen tat sein übriges dazu, so dass der Kreissportleitung kaum eine andere Wahl blieb.

Die Schießstandlage im Kreis spiegelte sich dementsprechend in den Ergebnislisten wieder. Sieben Starter traten in der Disziplin .30-.38 in der Klasse Herren I/II an, nur zwei im Feld nicht aus Duisburg-West. Kreismeister wurde Jens Meyer von den Moerser Sportschützen (247 Ringe), gefolgt von Thorsten Aust vom ASV Kaldenhausen (242), Volker Tiedtke vom BSV Rheinhausen-Bergheim (222) und Jörg Przygoda von den Pistolenschützen Homberg (215). Erst auf Platz fünf fand sich der Rheurdter René Luczak (150). Den Abschluss machten İsa (107) und Hüseyin Ҫoktaş (83) vom BSV Rheinhausen-Bergheim.

Unter den zehn Herren III platzierte sich der vierte BSVler Olaf Berg mit 181 auf Platz 8. Kreismeister wurde auch hier ein Moerser, Werner Bernhard, mit 246, gefolgt von Reiner Hanke (Kaldenhausen, 245), Reinhold Schlegen (SV Neukirchen, 234), Reiner Rotkopf (BSV Homberg-Hochheide, 230), Ralf Zweipfennig (Kaldenhausen, 226), Karl-Heinz Frenck (Homberg-Hochheide, 219) und Wolfgang Luczak (Rheurdt, 198). Platz 9 und 10 belegten Ernst Rhode (Kaldenhausen, 156) und Heinz-Jürgen Pietz (Rheurdt, 133).

Den Mannschaftswettbewerb, bei dem beide Altersklassen zusammengefasst werden, machten dann der BSV Rheinhausen-Bergheim und der ASV Kaldenhausen unter sich aus. Das Team Kaldenhausen wurde mit den Ergebnissen von Rainer Hanke, Thorsten Aust und Ralf Zweipfennig mit 713 Ringen Kreismeister. Voker Tiedtke und die Brüder Ҫoktaş kamen für Rheinhausen-Bergheim zusammen auf 412 Ringe.

Noch schmaler war das Aufgebot in .38-.45. Vier Herren I/II und sechs Herren III traten an allein acht davon aus Duisburg-West. Dafür gingen hier beide Einzeltitel nach Rheinhausen, zum einen an Gunnar Jobst von den Bergheimer Sportschützen, zum anderen an Rainer Hanke vom ASV Kaldenhausen, der außerdem die einzige Mannschaft in der Disziplin stellte.

Umso größter wird die Beteiligung aus dem Altkreis Moers am kommenden Sonntag sein, wenn die Kleinkalibergewehr-Wettbewerbe über 100 Meter in Voerde-Holthausen ausgetragen werden.

Stadmeisterschaft 2018 – ein Schlaglicht auf den duisburger Schießport

41 Schützenvereine und Schießsportabteilungen, zugehörig zu drei Kreisen (012 Dinslaken, 014 Duisburg, 031 Moers), zählt der Rheinische Schützenbund in Duisburg. Verbandstrukturübergreifend agiert die Fachschaft Sportschießen beim Stadtsportbund und richtet jährlich die Stadtmeisterschaften Sportschießen aus, 2018 am 8./9. und 22./23. September.

Anmeldezeitraum in den Sommerferien, die Gebietsmeisterschaften, zu denen die Sportler sich bereits Monate vorher gemeldet hatten, der am gleichen Wochenende stattfindende Aktionstag des SSB „Duisburg bewegt sich“ – verschiedene Gründe hatten dazu geführt, dass der BSV Rheinhausen-Bergheim in diesem Jahr nur 10 Starts verzeichnete. Doch auch insgesamt betrachte zeigt die nun erst veröffentlichte Ergebnisliste ein äußerst uneinheitliches Bild des Schießsports in Duisburg.

So fanden sich in der Basisdisziplin Luftgewehr (LG) insgesamt nur drei Damen und zwei Herren des DJK Buchholz sowie je ein Herr vom SV Neuenkamp und der St. Sebastianus Schützenbruderschaft von 1420, so dass einzelne Schützen in ihren Altersklassen konkurrenzlos Stadtmeister wurden. Auch der Nachwuchs war dünn gesät, mit drei U12-Schülerinnen Jana Quattelbaum, Nicola Dunbar, Angelina-Samira Sack des BSV Wedau, die aufgrund des Alters nur Lichtgewehr schießen dürfen, und Julian Woller vom PSV Duisburg.

Die olympischen Gewehrdisziplinen Kleikaliber (KK) Sportgewehr Dreistellungskampf und Liegenkampf indes waren überhaupt nicht besetzt. Das mag auch fehlende Sportanlagen in der Stadt liegen. Die nötigen 50-Meter-Bahnen sind in Bau, Betrieb und nicht zuletzt Genehmigungsverfahren für einzelne Vereine kaum zu finanzieren, die städtische Schießanlage in der Sporthalle Krefelder Straße in Rheinhausen ist technisch überaltert, trotz teils desolaten Zustands aber allein nur durch die sechs Rheinhauser und Homberger Vereine schon ausgelastet.

Ein gänzlich anderes Bild zeigte sich bei den Luftgewehr- und KK-Auflage-Disziplinen der Seniorenklassen ab 51 Jahren. So verzeichnete die Disziplin LGa bis Senioren V (76 Jahre und älter!) insgesamt 35 Teilnehmer, bei KKa waren es 27. Besonders stark vertreten waren dabei die St. Sebastianer von 1420, der BSV Wedau sowie die St. Sebastianer Duissern mit jeweils mehr als der Hälfte der Starter, so dass die meisten Titel im Seniorenbereich an diese Vereine gingen. Nur vereinzelt setzten sich Schützen andere Vereine an die Spitze, so wie Manfred Meyer (Sen IV) und Karl Lob (Sen V) vom BSV Aldenrade-Fahrn im LGa und Ingo Meskendahl (Sen I) vom BSV Rheinhausen-Bergheim im KKa.

Standen die Auflage-Disziplinen im Zeichen der Traditionsvereine aus der Stadtmitte, dominierte in der Luftpistole, der 50m-Pistole (Freie Pistole), der 25m-Pistole (Sportpistole) und der 25m-Standardpistole die Schießsportabteilung des Polizeisportvereins Duisburg, vom Nachwuchs mit Julian Woller (Jugend) und Paul Georg Baaske (Junioren I) bis zu Ingo Bruckhoff in der beidhändigen Seniorendiziplin. Allerdings mit Ausnahmen:

In der Luftpistole Herren III (51-60) setzte Adam Jemiola, diesjähriger Neuzugang beim BSV Rheinhausen-Bergheim sich prompt mit 361 Ringen an die Spitze, vor sechs PSV-Schützen angeführt von Frank Bauer mit 347. Buchstäblich in die Zange genommen von den Rheinhausern wurden die Polizeisportler durch Udo Knieper, der mit 205 auf dem achten Platz landete.

Bei den Herren IV belegten die Schützen des ETuS Wedau gleich die ersten fünf Plätze, gefolgt von Heinz Hörnick von Aldenrade-Fahrn und verwiesen den einzigen PSVler im Feld auf Platz 7.

In der ohnehin selten ausgeübten Disziplin 50m-Pistole waren, neben vier Herren I des PSV, Adam Jemiola und Wolfgang Letsch (Herren IV) von Rheinhausen die einzigen Teilnehmer ihrer Altersklassen. Einen weiteren Titel machte Thorsten Mank vom ETuS dem PSV bei den Herren III in der 25m Pistole streitig.

Rarer Nachwuchs, dünn besetzte Gewehr-Disziplinen und die starke Dominanz einzelner Vereine in den verschiedenen Diziplinen-Gruppen kennzeichneten diese Stadtmeisterschaft. Doch auch das vollständige Fernbleiben nicht nur aller linksrheinischen Vereine bis auf den BSV Rheinhausen-Bergheim, sondern auch das Fehlen der Traditionsvereine aus dem Norden, aus Meiderich, Neumühl, Hamborn, Marxloh und Bruckhausen, lässt durchaus die Frage zu, wie es um den Schießsport in gesamtstädtischer Sicht bestellt ist.

Gebietsmeisterschaft Nord – Von Schützen und Schafen

Manche Schützen zog es an diesem Wochenende zum Bundesfest der Historischen Schützenbruderschaften nach Xanten. Andere trafen sich zur Gebiets-Meisterschaft des Gebietes Nord des Rheinischen Schützenbundes im Landesleiitungszentrum des KKS Brünen. Zu letzteren gehörten – selbstverständlich – die Sportler des BSV Rheinhausen-Bergheim.

Das Gebiet Nord des Landesverbandes Rheinischer Schützenbund umfasst die Bezirke Rechter Niederrhein, Ruhr-Emscher, Linker Niederrhein, Neuss/M’gladbach/Grevenbroich, Düsseldorf und Bergisches Land. Die jährlich Mitte September stattfindenden offenen Gebietsmeisterschaften werden in den Disziplinen Luftgewehr Auflage und Kleinkalibergewehr Auflage für die Klassen Herren/Damen II und Senioren m/w ausgetragen. Der BSV Rheinhausen-Bergheim war diesmal mit acht Startern vertreten, ein neunte muss kurzfristig aus Krankheitsgründen absagen.

Auch wenn insgesamt weniger Vereine vertreten waren, als auch Gebietssportleiter Jens Vehlhaber es sich gewünscht hätte, fanden sich die Rheinhauser in hochkarätiger Gesellschaft wieder: neben dem Gastgeber KKS Brünen waren unter anderem Senioren des SC Tell Schmalbroich, eine Talentschmiede für den Bundeskader, und des Luftgewehr-Bundesligist SSG Kevelaer dabei.

Den Anfang für den BSV machten an diesem Samstag Monika und Harald Breuer beim Luftgewehr Auflage. Nach dem auf Monika Breuers Startzettel für beide Disziplinen die Startzeit 12:00 Uhr vermerkt war und beim Training schon gewitzelt wurde, in den 55 Minuten Schießzeit, biathlonmäßig zwischen den beiden Schießständen hin und her zu laufen, hatte die Wettkampfleitung vor Ort umstandslos einen Stand in der 11-Uhr-Lage frei.

Während Monika Breuer um 12:00 Uhr schon einmal den KK-Durchgang absolvierte, gingen die übrigen BSV-Schützen auf den 10-Meter-Stand. Dort ereilte Klauspeter Hennes das gleiche, was bereits am Wochenende zuvor auf der Stadtmeisterchaft geschehen war: seinem Walther LG 400 ging der Luftdruck abhanden, die Treffer landeten Zentimeter unterhalb der Mitte – in den Auflage-Disziplinen, in denen die Zehner in Zehntelmillimetern ausgewertet werden, das K.O.

Ein Problem ganz anderer Art stellte sich auf dem offenen 50-Meter-Schießstand, das bis in die Siegerehrung hinein für Anekdotensprüche sorgte. Einige Schafe, die der KKS Brünen als Rasenpfleger hält, fanden ungerührt des Knallens immer wieder ihren Weg in die Schießbahn und sorgten wiederholt für Unterbrechungen, bis eine wirksame Absperrung gefunden wurde. Doch keine Sorge, kein Schaf wurde verletzt.

Zur Siegerehrung schließlich gab sich sogar die Verbandsprominenz die Ehre. Der stellvertretende Gebietsvorsitzenden und Vorsitzender des Bezirks 012 Dinslaken Gustav Hensel überreichte die Medaillen, von denen die BSV-Schützen am Ende sechs mit nach Hause nehmen konnten:

Die Titel der Gebietsmeister in ihren jeweiligen Klassen gingen Monika Breuer (Sen II w) in LG und KK, sowie an Markus Wolfgarten (Herren II) im KK. Sascha Hirche wurde hier außerdem dritter. In beiden Disziplinen Silber holte sich Yvonne Hirche (Damen II) hinter Claudia Strohn vom Horscheider SV. Die Mannschaft des BSV gelangte in beiden Disziplinen auf Platz fünf.

LVM Luftgewehr Auflage – Da sollte mehr gehen

Dass es im Nachwuchsbereich im Duisburger Schießsport eher bescheiden zugeht, hatte die diesjährige Landesverbandsmeisterschaft des Rheinischen Schützenbundes bereits gezeigt. Durch sämtliche Altersklassen waren in den Nachwuchsdisziplinen Luftgewehr und Luftpistole nur zwei Jugendliche an den Start gegangen – aus insgesamt immerhin 38 Duisburger Schützenvereinen und Schießsportabteilungen.

Nun trafen sich am 11., 12. und 13.05. die Herren und Damen II (41-50), Senioren I m/w (51-60), Senioren II m/w (61-70) und Senioren III (71-80) zum Luftgewehr Auflage (LGa) im Sportpark Am Herbertskaul in Frechen. Doch wer die Vermutung hegte, dass angesichts des demografischen Wandels hier mehr Teilnehmer zu erwarten wären, wurde eines besseren belehrt. Nur vier Duisburger Vereine hatten Teilnehmer zur Landesmeisterschaft geschickt: Neben dem BSV Rheinhausen-Bergheim, die St. Sebastianus Schützenbruderschaft vom 1420, der BSV Wedau und der SV Neuenkamp.

Für den BSV Rheinhausen-Bergheim gingen Markus Wolfgarten bei den Herren II und Monika und Harald Breuer bei den Senioren II an den Start. Vereinskollege Ingo Meskendahl musste aus gesundheitlichen Gründen passen, weswegen auch die Mannschaft nicht zustande kam. Mit ihren Einzelergebnissen waren die BSVler nicht desto trotzt weitgehend zufrieden.

Bei 66 Startern bei den Herren II platzierte sich Markus Wolfgarten mit 304,6 Ringen auf Platz 39 im Mittelfeld. Der einzige weitere Duisburger in dieser Klasse, Oliver Kosboth von den St. Sebastianern 1420 erreichte mit 294,2 Platz 61. Als Ersatz für die weggefallene Altersklasse ist für die Herren II nach der Landesverbandsmeiserschaft Schluss, die Deutschen Meisterschaften im LGa richtet der DSB nur in den Seniorenklassen aus.

Stärker besetzt war dagegen, wie zu erwarten, das Starterfeld in den Seniorenklassen.

291 Einzelstarts allein bei den Senioren I (m) bzw. 150 bei den Senioren I (w) und 129 Mannschaften bestehend aus Senioren I und II (m/w). Doch auch hier fiel die Duisburger Beteiligung eher schmal aus. Joachim Kranhold und Detlev Lazar von den 1420ern kamen hier mit 312,5 und 309,4 auf Platz 48 und 112. Bei den Damen landete Birgit Starnberg von Wedau mit 300,1 auf Platz 112. Die Mannschaften der 1420er erreichten Platz 43 und 85, die Wedauer 127.

159 Starter zählten die Senioren II (m), 52 die Senioren II (w). Hier war auch der BSV Rheinhausen-Bergheim wieder vertreten. Mit 305, 1 landete Harald Breuer auf Platz 108 und platzierte sich aus Duisburger Sicht in der Mitte. Vor ihm lagen Hans-Peter Filbrandt (313,7, Platz 14) und Dieter Horstkamp (310,4, Platz 39) von den 1420ern), hinter ihm der Wedauer Walter Wolfgang (303,8, Platz 122) und der St. Sebastianer Erwin Adams (298,5, Platz 151).
Ein ähnliches Bild zeigte sich bei den Damen. 299,4 Ringe brachten Monika Breuer auf Platz 42. Elke Momber von den St. Sebastianer erreichte Platz 22 (305,7), Monika Mai vom BSV Wedau mit 290,0 Platz 48.

Unter den 172 Senioren III (m) schließlich waren drei Duisburger zu finden: Josef Kasper vom SV Neuenkampf mit 302,6 auf Platz 112 und die St. Sebastianer Notker Neilson und Jochen Herzog mit 302,1 und 294,0 auf Platz 115 und 163.

LVM Luftpistole – Zwei Bergheimer landen im Mittelfeld

Nachdem das Landesleistungszentrum des Westfälischen Schützenbundes im Dortmund fest in Jugendhand war, stand nun die Landesmeisterschaft in der Disziplin Luftpistole an. Für den BSV Rheinhausen-Bergheim hatten sich in der Klasse Herren II Volker Tiedtke und SH 1/AB 1 (Körperbehinderte sitzend/im Rollstuhl) Ingo Meskendahl qualifiziert, zusammen mit drei weiteren Sportschützen aus Duisburger Vereinen.

49 Herren der Altersklasse 41-50 aus dem Verbandsgebiet von Emmerich bis Idar-Oberstein waren am Sonntag in Dortmund am Start. Mit 378 Ringen ging der Landesmeister-Titel in diesem Jahr nach Brühl. Mit nur vier Ringen Abstand zueinander landeten lagen drei der vier Duisburger Herren im oberen Mittelfeld. Volker Tiedtke erreichte mit 357 Ringen den 19. Platz. Dabei war er punktgleich mit Sascha Brettmann vom BSV Aldenrade-Fahrn. Doch mit 90 gegenüber 84 Ringen in der letzten Serie reihte der Starter aus dem Kreis/Bezirk 012 Dinslaken sich auf Platz 18 ein. Bester Duisburger in der Klasse Herren II allerdings wurde ein alter Bekannter des Rheinhauser BSV aus dem linksrheinische Moerser Kreis: Gunnar Jobst von den Bergheimer Sportschützen setzte sich mit 361 auf Platz 11 ab. Einziger „echter“ Duisburger landete Marius Peter Martynko von den Sportschützen des PSV Duisburg mit 330 auf Platz 42.

Geradezu überschaubar zeigte sich dagegen die Klasse SH1/AB 1. Gerade einmal zwei Schützen waren hier am Start. Der erste Platz ging mit 346 Ringen an Georg Rheinhold vom Sportschützenclub Hubertus Haag aus dem Hunsrück. Mit 305 Ringen landete BSV-Schütze Ingo Meskendahl folgerichtig auf Platz 2. Viel mehr als das Ergebnis zeigt sich hier jedoch, welche Möglichkeiten der Inklusion im Sportschießen in weiten Teilen noch ungenutzt sind. Der BSV Rheinhausen-Bergheim hat sich, ermöglicht durch die weitestgehend rollstuhlgerechten Anlagen an der Krefelder Straße, zum Ziel gesetzt, den Rollstuhlsport Sportschießen weiter bekannt zu machen, so dass bei künftigen Landesmeisterschaften hoffentlich mehr als nur zwei Teilnehmer antreten.

LVM Luftgewehr und Luftpistole – Duisburgs einzige Nachwuchschützen bei der Landesmeisterschaft

Gerade einmal vier Wochen liegt der letzte Wettkampftag der Bezirksmeisterschaften im Bezirk Linker Niederrhein zurück. Doch für die Sportschützen des BSV Rheinhausen Bergheim geht der Meisterschaftsreigen fast nahtlos weiter. Am 21.04. eröffneten die Schüler-, Jugend- und Juniorenklassen im Landesleistungszentrum des Westfälischen Schützenbundes in Dortmund die diesjährigen Landesverbandsmeisterschaften. Technische Probleme seitens des Landesverbandes verzögerte aber die Veröffentlichung der Ergebnisse bis jetzt.

Für den BSV Rheinhausen-Bergheim war Nicolas Niedworok in der Schülerklasse am Start – als einziger Nachwuchsschütze mit dem Luftgewehr aus Duisburg. In Begleitung von Sportkollege Kilian John und Betreuer Udo Knieper trat er zum ersten Mal die Fahrt nach Dortmund an.

In der hochmodernen Sportanlage erwartete die Jungschützen das ganz große Programm: Mehr als 100 10-Meter-Stände längs der Hallenwände aufgebaut, im breiten Mittelgang dazwischen ein Publikum aus Betreuern, Begleitern, Familienangehörigen und Startern der nächsten Lagen – kein Vergleich zum kleinen, abgeschlossen 8-Bahnen-Schießstand in der heimischen Sporthalle an der Krefelder Straße. Zudem wurde auf elektronische Anlagen geschossen, die jeden Treffer sofort auf einem Bildschirm anzeigen und das Gesamtergebnis kontinuierlich mitrechnen. Das kann eine zusätzliche Herausforderung für den Schützen sein, zum einen zu schnell zu schießen und aus dem Rhythmus zu kommen, zum anderen sich vor allem gegen Ende des Durchgangs zusätzlich mental unter Druck zu setzen und sein Ergebnis noch pushen zu wollen – beides im Hochkonzentrationssport kontraproduktiv.

Doch der junge Rheinhauser war gut vorbereitet. Mit 167 Ringen nach 20 Schuss (Halbprogramm für Schüler, max. 200 Ringe möglich) lieferte er ein Ergebnis ab, dass voll in seiner Trainingsleistung lag. Nach Ende seines Durchgangs am frühen Nachmittag lag er in der Gesamtwertung der Schüler auf Platz acht. Am Ende sollten nur noch drei weitere Jungschützen ein höheres Ergebnis schießen. Im Starterfeld von 50 Teilnehmern erreichte Nicolas Niedworok den elften Platz.

Als zweiter Duisburger war außerdem Paul Georg Baaske von der Schießsportabteilung des PSV Duisburg am Start. In der Klasse Junioren I erreichte er mit der Luftpistole mit 330 Ringen (40 Schuss, max.400 Ringe möglich) den 10. Platz in einem Teilnehmerfeld von 15 Schützen.

Ergebnisse Bezirksmeisterschaft 2018

Ergebnisse unserer Vereinsmitglieder

Gesamtes Ergebnisheft

Qualifikationszahlen für die Landesmeisterschaft liegen zum jetzigen Zeitpunkt erst für 1.10 Luftgewehr und 2.10 Luftpistole vor.

Sobald sie festgelegt sind, veröffentlicht der Rheinische Schützenbund die Qualifikationzahlen auf seiner Homepage.