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Kleinkaliber

Schießsportlicher Begriff

Patrone 22lr
Patrone .22lr

Als Kleinkaliber wird im Schießsport des DSB das Kaliber, bzw. die Munition .22 lr (=long rifle), zu Deutsch 5,6mm lfB (=lang für Büchsen) bezeichnet.

„Lang“ bezieht sich dabei auf die länge der Messinghülse, in der sich die Treibladung befindet. Bis vor einigen Jahren kam in der Diziplin Olympische Schnellfeuerpistole die Munition .22 kurz zum Einsatz, mit kürzeren Hülsen. Heute wird für den Schießsport nur noch .22lr verwendet.

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Trefferbild mit KK-Munition auf Spiegel für Kleinkaliber-Sportgewehr über 50 Meter.

5,6mm ist der Durchmesser der konisch geformten Geschossspitze. Das Geschoss ist dabei rein aus Blei ohne irgendeine Ummantelung aus anderen Metallen und hinterlässt deutliche, aber leicht ausgefranste Löcher.

Die Minution wird mit Randfeuer-Zündung gezündet. Als Munition für Feuerwaffen ist der Erwerb von KK-Munition erlaubnispflichtig.

Im Sportschießen des DSB kommt Kleinkaliber-Munition in den Disziplinen KK-Sportgehwehr Dreistelllungkampf, Liegendkampf, 100 Meter, den KK-Auflage-Disziplinen, dem Unterhebelrepertierer, der Sportpistole, der Olympischen Schnellfeuerpistole und der Freien Pistole zum Einsatz. Außerdem wird beim Biathlon mit Kleinkaliber geschossen.

Randfeuer-Zündung

Waffentechnischer Begriff

Randfeuer-Zündung bezeichnet die Art, mit der die Treibladung einer Patrone gezündet wird. Bei Randfeuerpatronen befindet sich die Zündladung in einem verbreiterten Ring am Hülsenboden. Wird sie an einer beliebigen Stelle vom Schlagbolzen der Waffe getroffen, brennt die Zündladung ab und zündet dabei die Treibladung.

Die im Schießsport des DSB hauptsächlich vorkommende Munition mit Randfeuer-Zündung ist die Kleinkaliber-Munition .22lr für die Disziplinen mit dem Kleinkaliber-Sportgewehr, der Sportpistole und der Freien Pistole.

Druckluftwaffen

Waffenrechtlicher Begriff

Luftdruckwaffen bezeichnet alle Schusswaffen, bei denen, im Gegesatz zu Feuerwaffen, kalte Gase das Geschoss durch den Lauf treiben. Dabei kann es sich um Druckluft oder CO2 handeln. Das Gas wird in der Waffe komprimiert. Beim Abziehen wird der aufgebaute Druck freigegeben und befördert das Projektil durch den lauf. Druckluftwaffen verschießen keine Munition.

Der Erwerb von Druckluftwaffen ist erlaubnisfrei, solange sie die Geschosse mit einer Bewegungsenergie von nicht mehr als 7,5 Joule verschießen.

  • Anlage 1 WaffG, Abschnitt 1, Unterabschnitt 1, Nr. 2.9
  • Anlage 2 WaffG, Abschnitt 2, Unterabschnitt 2, Nr. 1.1

Druckluftwaffen im Schießsport

In den Disziplinen des DSB kommen einschüssige Luftgewehre und Luftpistolen, fünfschüssige Luftpistolen und Biathlon-Luftgewehre mit dem Kaliber 4,5mm zum Einsatz. Die Waffen müssen jeweils durch die Sportordnung festgelegten Regeln entsprechen. Verschossen werden ausschließlich flachköpfige Diabolo-Geschosse.

Moderne Sport-Druckluftwaffen verfügen über eine Pressluftkartusche, aus denen mit jedem Spannen der Waffe Druckluft für einen Schuss in das System eingelassen wird.

Die Vorläufer-Systeme dieser Waffen arbeiteten mit CO2 oder als Vorkomprimierer.

 

Kurzwaffen

Waffenrechtlicher Begriff

Kurzwaffen sind alle Schusswaffen, deren Lauf kürzer als 30cm und deren Gesamtlänge kürzer als 60 cm ist.

  • Anlage 1 WaffG, Abschnitt 1, Unterabschnitt 1, Nr. 2.5

Schießsportlicher Begriff

Im Schießsport bezeichnet der Begriff Kurzwaffe alle Arten zum Einsatz kommenden Pistolen und Revolver. Dazu gehören die Luftpistole, die Kleinkaliber-Sportpistole, sowie Großkaliber-Pistole und -Revolver.

Langwaffen

Waffenrechtlicher Begriff

Als Langwaffen gelten alle Schusswaffen, bei denen Lauf und Verschluss zusammen länger als 30 cm sind, und die insgesamt länger als 60 cm ist.

  • Anlage 1 WaffG, Abschnitt 1, Unterabschnitt 1, Nr. 2.5

Schießsportlicher Begriff

Im zusammenhang mit dem Schießsport im DSB werden unter Langwaffen sämtliche beim Sport verwendeten Gewehre zusammengefasst. Dazu gehören Luftgewehre, Klein- und Großkalibergewehre, Repertierflinten für die Wurfscheiben-Disziplien, Unterhelbelrepertierer, sowie Perkussions- und Vorderlader-gewehre.

Feuerwaffen

Waffenrechtlicher Begriff

Als Feuerwaffen werden alle Waffen bezeichnet, die als Munition Patronen verschießen, die mit Schwarzpulver gefüllt sind. Beim Verbrennen der Ladung entstehen heiße Gase, die das Projektil durch den Lauf treiben. Hierin besteht auch der Unterschied zu Luftdruck– und CO2-Waffen.

Der Besitz von Feuerwaffen und der zugehörigen Munition ist grundsätzlich erlaubnispflichtig.

  • Anl. 1 WaffG Abschnitt 1, Unterabschnitt 1, Nr. 2.1
  • Anl. 2 WaffG Abschnitt 2, Unterabschnitt 1

Im Schießsport zählen unter anderem Klein- und Großkalibergewehre, Sportpistolen und Sportevolver sowie die Repertierflinten der Wurfscheiben-Disziplinen zu den Feuerwaffen.