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Sauna in Gymnich

Kein Vertun, Sportschießen gehört zu den Sommersportarten. Aber so viel Sommer wie in am vergangenen Sonntag hätte es dann doch nicht sein müssen, als der RSB zu den Landesverbandsmeisterschaften in der Disziplin Kleinkalibergewehr 50m auf die Anlage der St. Sebastianus Schützenbruderschaft in Gymnich geladen hatte.

Die Disziplin mit der Nummer 1.42 in der Sportordnung des DSB existiert erst seit ein paar Jahren in dieser Form: im stehenden Anschlag 30 Schuss über die Distanz von 50 Metern, wahlweise mit Zielfernrohr oder Diopter-Visierung – wobei die Zielfernrohre deutlichst in der Minderheit waren. Für manch einen mag sie eine Mitnahme-Disziplin sein, ist der stehende Anschlag doch Teil des Kleinkaliber-Dreistellungskampfes, für andere eine willkommene Alternative, wenn man den fordernden knieenden und liegenden Anschlag der olympischen Disziplinen meiden möchte. Doch auch einige Nachwuchsschützen waren zu sehen, die mit dem Luftgewehr angefangen haben und mit KK 50m in die Kleinkaliber-Disziplinen einsteigen. Noch relativ wenig frenquentiert, werden die Starter daher auch ohne Unterscheidung der Geschlechter lediglich in Jugend, Junjoren und Herren I unterteilt. Und in letztgenannter Altersklasse traten mit Daniela Breuer vom BSV Rheinhausen-Bergheim und Frank Wenders von der DJK Buchholz auch zwei Sportschützen aus Duisburg an.

Unter der Junisonne trug auf den Freiluft-Schießbahnen der Gymnicher St. Sebstianer ein sanfter Wind die frühsommerliche Hitze in den Schützenstand, in dem die Sportler in voller Montur aus Schießjacke, Schießhose, Schuhen und Handschuhen ihren Durchgang absolvierten. Für Daniela Breuer, die – nach einer Meisterschaftspause in der letzten Saison – zum ersten Mal in dieser Disziplin bei der Landesmeisterschaft und in Gymnich startete, kam entsprechend noch die mentale Anspannung dazu, was zu unbefriedigenden 245 Ringen und dem 41. Platz im Starterfeld von 44 führte. Frank Wanders dagegen tauschte bei seiner Platzierung die Zahlen aus. Mit 269 Ringen hatte er 91 Ringe in der letzten Serie, ein Ring mehr als die ergebnisgleiche Britta Noss vom Schützen-Verein Köln-Beyental, und belegte Platz 14. Der Landesmeistertitel ging mit 283 Ringen an Nicole Juchem vom Wissener Schützenverein.

Zimmer… was?

Unter Nummer 1.31 findet sich in der Sportordnung des Deutschen Schützenbundes eine der weniger beachteten Langwaffe-Disziplinen: Zimmerstutzen Auflage. Und so stellte es sich heraus, dass Harald Breuer vom BSV Rheinhausen-Bergheim über Seniorenklassen der einzige Schütze aus den rund 30 Duisburger Schützenvereinen war, der in dieser Disziplin bei den Landesverbandsmeisterschaft des Rheinischen Schützenbundes antrat.

Mit einem Kaliber von nur 4,65mm sind die Bleirundkügelchen, die einzeln eingelegt werden, nur wenig größer als die Geschosse in den Luftdruckdisziplinen. Vorgetrieben werden sie allerdings durch eine winziges Zündhütchen, das beim Laden hinter die Kugel gelegt wird – auf die Gefahr hin, dass das ganze beim nicht sorgfältigen Schließen des Verschlusses aus dem Lager springt. Hinzu kommt der kurze, glatte Lauf, der dem Geschoss nur wenig Führung gibt. Selbst beim Auflageschießen der Senioren ist die Präzision im Vergleich zum Luftgewehr oder Kleinkaliber Sportgewehr also eher eingeschränkt. Nicht umsonst wir die Disziplin zuweilen als „Glückscheiben-Schießen“ tituliert.

Ausschlaggebend für das geringe Starteraufkommen dürfte indes ein anderer Grund sein: Es gibt in ganz Duisburg keine Sportanlage, auf der diese Disziplin regulär trainiert werden kann. Zimmerstutzen wird über eine Distanz von 15 Metern geschossen. Da es sich um eine Feuerwaffen-Disziplin handelt – und seien die Treibladungen noch zu gering – benötigt ein Schießstand Sicherheitsmerkmale, die die vielfach vorhandenen, vereinseigenen 10-Meter-Stände für Luftdruckwaffen nicht erfüllen. Die Kleinkaliber-Stände in der Sporthalle Krefelder Straße wären zulässig, den Anlagen fehlt jedoch die Möglichkeit, Scheiben bei auf 15 Meter zu fahren. Mit viel Improvisation und dem guten Willen der Sportkollegen, ihr Training immer wieder kurzzeitig zu unterbrechen, war es für Harald Breuer immerhin möglich, sich innerhalb des letzten Jahres in die Disziplin einzuarbeiten. Bei seiner ersten Landesmeisterschaftsteilnahme reichte es in Dortmund damit einstweilen mit 256 von 300 Ringen für Platz 14 bei den Senioren II. Zum Vergleich: Landesmeister dieser Altersklasse wurde Ulrich Müller vom St. Sebastianus Schützenverein Düsseldorf-Bilk mit 282 Ringen.

Jetzt legen die Senioren auf

Nachdem Ende April die Damen und Herren sowie der Schießsport-Nachwuchs sich in Dortmund im Luftgewehr und Luftpistole gemessen hatten, standen nun die Landesverbandsmeisterschaften der Senioren in der Kerndisziplin Luftgewehr Auflage an. Dass die Damen und Herren ab 51 das Gewehr auf einen Ständer auflegen dürfen, mindert allerdings in keiner Weise den sportlichen Anspruch, im Gegenteil: In den Auflagedisziplinen ist jede Neun eine zu viel. Nicht von Ungefähr werden die 30 Schuss auf elektronischen in Zehntelringen gewertet.

Insgesamt fünf Duisburger Vereine stellten sich diesem Wettbewerb, allen voran jene, die bei den Freihand- und Nachwuchswettkämpfen keine Sportler am Start hatten: die Traditionsvereine St. Sebastianus Schützenbruderschaft von 1420 mit neun, der Bürgerschützenverein Wedau mit drei und der Bürgerschützenverein 1856 Walsum mit zwei Teilnehmern. Vier Sportschützen schickte der BSV Rheinhausen-Bergheim ins Rennen um die Ringe, zwei Starts konnte der SV Neuenkamp verzeichnen.

Das mit Abstand größte Teilnehmerfeld von 288 Startern war in der Klasse Senioren I m (51-60 Jahre) zu finden. Joachim Karnold von der St. Sebastianus Schützenbruderschaft erreichte hier mit Platz 101 (309,0 Ringe) die beste Duisburger Platzierung. Sein Vereinskollege Detlev Lazar landete mit 305,8 auf Platz 160, Markus Wolfgarten vom BSV Rheinhausen-Bergheim auf Platz 233 mit 299,7 Ringen. Einzige Seniorin I war Birgit Starnberg vom BSV Wedau (297,9) auf Platz 113 von 134 Startern. Detail am Rande: Landesmeister bei den Senioren I wurde für den Brühler Schießklub Norbert Zimmermann, Landessportleiter des Rheinischen Schützenbundes, mit 317,5 Ringen.

Zu einem Duell in Zehntelringen geriet der Vergleich zwischen den Schützen des BSV Rheinhausen-Bergheim und den 1420er im Mittelfeld der 173 Senioren II (61-65). Als bester Duisburger setzte sich Hans Peter Filbrandt (306,8) von den St. Sebastianern auf Platz 89 ab. Mit nur einem Zehntelring Vorsprung (305,6 gegen 305,5) kam der Rheinhauser Harald Breuer auf Platz 102 vor Dieter Horstkamp. Auch fünfzig Plätze weiter hatte ein Rheinhauser die Nase vorn. Klauspeter Hennes kam mit 296,8 auf Platz 156, Erwin Adams mit 296,3 auf Platz 160. Den Abschluss des Feldes machten Rainer Bachran vom BSV Walsum (291,2, Platz 167) und Wolfgang Walter vom BSV Wedau (286,7, Platz 171).

Auch bei den Seniorinnen II lagen die Plätze im unteren Drittel der Liste eng beieinander. Die beste Platzierung (35.) sicherte sich Hildegard Waggeling vom SV Neuenkamp mit 304,2, gefolgt von Elke Momber (St. Sebastianer, 302,5, Platz 40), Monika Mai (Wedau, 301,4, Platz 42) und Monia Breuer (Rheinhausen, 296,9, Platz 46). Den Abschluss machte auch hier der BSV Walsum mit Petra Bachran (279,1, Platz 56).

Deutlich lichter fiel schließlich das Aufgebot in den Klassen Senioren III (66-70), Senioren IV (71-75) und Senioren V (ab 76) aus. Josef Kaspers vom SV Neuenkamp (302,6) und Notker Neilson von den 1420ern (293,1) kamen bei den Senioren III auf die Plätze 88 und 127. Bei den Senioren IV und V war jeweils nur ein Schütze der 1420er dabei: Jochen Herzog, mit 198,3 auf Platz 77 und Fachschaftsleiter Lothar Bargel mit 300,7 auf Platz 60.

Wo der Schießsport in Duisburg lebt…

Wo in Duisburg der Schießsport lebt, zeigte sich zum Auftakt der Landesverbandsmeisterschaften des Rheinischen Schützenbundes am 27. und 28.04. Im Landesleistungszentrum des benachbarten Westfälischen Schützenbundes in Dortmund standen die Wettbewerbe in Luftgewehr und Luftpistole an. Aus den Schießsportabteilungen von DJK Buchholz, ETuS Wedau und PSV Duisburg, sowie dem ASV Kaldenhausen, Bergheimer Sportschützen, BSV Rheinhausen-Bergheim und SV Neuenkamp waren insgesamt 23 Sportler in 13 Wettbewerben am Start.

Luftgewehr und Luftpistole sind die Basisdisziplinen des Schießsports im DSB, in denen auch der Nachwuchs seine ersten Wettkampferfahrungen sammelt. Wie schon im Vorjahr war das Duisburger Aufgebot eher bescheiden. Nicolas Niedworok vom BSV Rheinhausen-Bergheim trat in der Jugendklasse (15-16 Jahre) mit dem Luftgewehr an und holte mit 326 Ringen den 27. Platz. In der Luftpistole wurde Julian Woller vom PSV mit 305 Neunter bei den Junioren II (17-18). Ebenfalls qualifiziert hatte sich Finia Hirche vom BSV, konnte ihre Startzeit aber nicht wahrnehmen. Allerdings steht die grade erst zwölf gewordene Schülerin erst am Anfang ihrer sportlichen Laufbahn, also kein Grund zur Hektik.

Bei den erwachsenen Schützen waren im Luftgewehr die Damen deutlich stärker vertreten als die Herren, insbesondere die Landersoberligisten vom DJK Buchholz. Während bei den Herren I (21-40) Michael Niesta mit 370 Ringen 47. und bei den Herren II (41-50) Frank Wenders (382) neunter, holten Nicole Dechner (384) und Miriam Niermann (371) bei den Damen I Platz 27 und 56, ergänzt durch Daniela Breuer vom BSV (374) auf Platz 52. Bei den Damen II kamen Sabine Lawrenz (376) und Sandra Kruß-Bossemeyer (374) auf Platz 4. und 5. Als einziger Verein mit Mannschaftswertung – drei Starter können eine Mannschaft bilden – landeten die DJK-Damen außerdem mit 1129 Ringen auf Platz 11. Einsamer Streiter für den SV Neuenkamp war schließlich Hans-Peter Massen bei den Herren III (51-60): Mit 344 Ringen kam er auf Platz 71.

Fast ganz in Männerhand dagegen zeigte sich die Luftpistole, und dabei vor allem in der des PSV, allerdings nur was die Starterzahl betraf. So schnitt bei den Herren II Gunnar Jobst von den Bergheimer Sportschützen am besten ab und landete mit 358 auf Platz 15, gefolgt von den PSV-Schützen Murat Işik (349/ 30) und Paul McCann (323/53) und Thorsten Aust vom ASV Kaldenhausen (322/54). Die höchste Platzierung der Duisburger Schützen in den Pistolenwettbewerben erreichte Adam Jemiola vom BSV Rheinhausen-Bergheim. Mit 364 holte er Platz 8 bei den Herren III. Erst weit dahinter folgten der Kaldenhauser Ralf Zweipfennig (345/44) sowie Frank Bauer (342/51) Marius Peter Martynko (340/54) und Michael Schmidt (318/82) vom PSV, die mit exakt 1000 Ringen auch auf Platz 17 in der Mannschaftswertung kamen. Als einzige Dame im Feld wurde Claudia Ernsfeld (PSV) mit 314 24. bei den Damen III. Bei den Herren IV (ab 61) schließlich trat das Trio Dieter Valvendick (324), Edgar Senger (316) und Albert Frericks (315) vom ETuS Wedau an und belegte die Plätze 57, 65 und 68, sowie Platz 23 in der Mannschaftswertung.

LVM Luftgewehr Auflage – Da sollte mehr gehen

Dass es im Nachwuchsbereich im Duisburger Schießsport eher bescheiden zugeht, hatte die diesjährige Landesverbandsmeisterschaft des Rheinischen Schützenbundes bereits gezeigt. Durch sämtliche Altersklassen waren in den Nachwuchsdisziplinen Luftgewehr und Luftpistole nur zwei Jugendliche an den Start gegangen – aus insgesamt immerhin 38 Duisburger Schützenvereinen und Schießsportabteilungen.

Nun trafen sich am 11., 12. und 13.05. die Herren und Damen II (41-50), Senioren I m/w (51-60), Senioren II m/w (61-70) und Senioren III (71-80) zum Luftgewehr Auflage (LGa) im Sportpark Am Herbertskaul in Frechen. Doch wer die Vermutung hegte, dass angesichts des demografischen Wandels hier mehr Teilnehmer zu erwarten wären, wurde eines besseren belehrt. Nur vier Duisburger Vereine hatten Teilnehmer zur Landesmeisterschaft geschickt: Neben dem BSV Rheinhausen-Bergheim, die St. Sebastianus Schützenbruderschaft vom 1420, der BSV Wedau und der SV Neuenkamp.

Für den BSV Rheinhausen-Bergheim gingen Markus Wolfgarten bei den Herren II und Monika und Harald Breuer bei den Senioren II an den Start. Vereinskollege Ingo Meskendahl musste aus gesundheitlichen Gründen passen, weswegen auch die Mannschaft nicht zustande kam. Mit ihren Einzelergebnissen waren die BSVler nicht desto trotzt weitgehend zufrieden.

Bei 66 Startern bei den Herren II platzierte sich Markus Wolfgarten mit 304,6 Ringen auf Platz 39 im Mittelfeld. Der einzige weitere Duisburger in dieser Klasse, Oliver Kosboth von den St. Sebastianern 1420 erreichte mit 294,2 Platz 61. Als Ersatz für die weggefallene Altersklasse ist für die Herren II nach der Landesverbandsmeiserschaft Schluss, die Deutschen Meisterschaften im LGa richtet der DSB nur in den Seniorenklassen aus.

Stärker besetzt war dagegen, wie zu erwarten, das Starterfeld in den Seniorenklassen.

291 Einzelstarts allein bei den Senioren I (m) bzw. 150 bei den Senioren I (w) und 129 Mannschaften bestehend aus Senioren I und II (m/w). Doch auch hier fiel die Duisburger Beteiligung eher schmal aus. Joachim Kranhold und Detlev Lazar von den 1420ern kamen hier mit 312,5 und 309,4 auf Platz 48 und 112. Bei den Damen landete Birgit Starnberg von Wedau mit 300,1 auf Platz 112. Die Mannschaften der 1420er erreichten Platz 43 und 85, die Wedauer 127.

159 Starter zählten die Senioren II (m), 52 die Senioren II (w). Hier war auch der BSV Rheinhausen-Bergheim wieder vertreten. Mit 305, 1 landete Harald Breuer auf Platz 108 und platzierte sich aus Duisburger Sicht in der Mitte. Vor ihm lagen Hans-Peter Filbrandt (313,7, Platz 14) und Dieter Horstkamp (310,4, Platz 39) von den 1420ern), hinter ihm der Wedauer Walter Wolfgang (303,8, Platz 122) und der St. Sebastianer Erwin Adams (298,5, Platz 151).
Ein ähnliches Bild zeigte sich bei den Damen. 299,4 Ringe brachten Monika Breuer auf Platz 42. Elke Momber von den St. Sebastianer erreichte Platz 22 (305,7), Monika Mai vom BSV Wedau mit 290,0 Platz 48.

Unter den 172 Senioren III (m) schließlich waren drei Duisburger zu finden: Josef Kasper vom SV Neuenkampf mit 302,6 auf Platz 112 und die St. Sebastianer Notker Neilson und Jochen Herzog mit 302,1 und 294,0 auf Platz 115 und 163.

LVM Luftpistole – Zwei Bergheimer landen im Mittelfeld

Nachdem das Landesleistungszentrum des Westfälischen Schützenbundes im Dortmund fest in Jugendhand war, stand nun die Landesmeisterschaft in der Disziplin Luftpistole an. Für den BSV Rheinhausen-Bergheim hatten sich in der Klasse Herren II Volker Tiedtke und SH 1/AB 1 (Körperbehinderte sitzend/im Rollstuhl) Ingo Meskendahl qualifiziert, zusammen mit drei weiteren Sportschützen aus Duisburger Vereinen.

49 Herren der Altersklasse 41-50 aus dem Verbandsgebiet von Emmerich bis Idar-Oberstein waren am Sonntag in Dortmund am Start. Mit 378 Ringen ging der Landesmeister-Titel in diesem Jahr nach Brühl. Mit nur vier Ringen Abstand zueinander landeten lagen drei der vier Duisburger Herren im oberen Mittelfeld. Volker Tiedtke erreichte mit 357 Ringen den 19. Platz. Dabei war er punktgleich mit Sascha Brettmann vom BSV Aldenrade-Fahrn. Doch mit 90 gegenüber 84 Ringen in der letzten Serie reihte der Starter aus dem Kreis/Bezirk 012 Dinslaken sich auf Platz 18 ein. Bester Duisburger in der Klasse Herren II allerdings wurde ein alter Bekannter des Rheinhauser BSV aus dem linksrheinische Moerser Kreis: Gunnar Jobst von den Bergheimer Sportschützen setzte sich mit 361 auf Platz 11 ab. Einziger „echter“ Duisburger landete Marius Peter Martynko von den Sportschützen des PSV Duisburg mit 330 auf Platz 42.

Geradezu überschaubar zeigte sich dagegen die Klasse SH1/AB 1. Gerade einmal zwei Schützen waren hier am Start. Der erste Platz ging mit 346 Ringen an Georg Rheinhold vom Sportschützenclub Hubertus Haag aus dem Hunsrück. Mit 305 Ringen landete BSV-Schütze Ingo Meskendahl folgerichtig auf Platz 2. Viel mehr als das Ergebnis zeigt sich hier jedoch, welche Möglichkeiten der Inklusion im Sportschießen in weiten Teilen noch ungenutzt sind. Der BSV Rheinhausen-Bergheim hat sich, ermöglicht durch die weitestgehend rollstuhlgerechten Anlagen an der Krefelder Straße, zum Ziel gesetzt, den Rollstuhlsport Sportschießen weiter bekannt zu machen, so dass bei künftigen Landesmeisterschaften hoffentlich mehr als nur zwei Teilnehmer antreten.

LVM Luftgewehr und Luftpistole – Duisburgs einzige Nachwuchschützen bei der Landesmeisterschaft

Gerade einmal vier Wochen liegt der letzte Wettkampftag der Bezirksmeisterschaften im Bezirk Linker Niederrhein zurück. Doch für die Sportschützen des BSV Rheinhausen Bergheim geht der Meisterschaftsreigen fast nahtlos weiter. Am 21.04. eröffneten die Schüler-, Jugend- und Juniorenklassen im Landesleistungszentrum des Westfälischen Schützenbundes in Dortmund die diesjährigen Landesverbandsmeisterschaften. Technische Probleme seitens des Landesverbandes verzögerte aber die Veröffentlichung der Ergebnisse bis jetzt.

Für den BSV Rheinhausen-Bergheim war Nicolas Niedworok in der Schülerklasse am Start – als einziger Nachwuchsschütze mit dem Luftgewehr aus Duisburg. In Begleitung von Sportkollege Kilian John und Betreuer Udo Knieper trat er zum ersten Mal die Fahrt nach Dortmund an.

In der hochmodernen Sportanlage erwartete die Jungschützen das ganz große Programm: Mehr als 100 10-Meter-Stände längs der Hallenwände aufgebaut, im breiten Mittelgang dazwischen ein Publikum aus Betreuern, Begleitern, Familienangehörigen und Startern der nächsten Lagen – kein Vergleich zum kleinen, abgeschlossen 8-Bahnen-Schießstand in der heimischen Sporthalle an der Krefelder Straße. Zudem wurde auf elektronische Anlagen geschossen, die jeden Treffer sofort auf einem Bildschirm anzeigen und das Gesamtergebnis kontinuierlich mitrechnen. Das kann eine zusätzliche Herausforderung für den Schützen sein, zum einen zu schnell zu schießen und aus dem Rhythmus zu kommen, zum anderen sich vor allem gegen Ende des Durchgangs zusätzlich mental unter Druck zu setzen und sein Ergebnis noch pushen zu wollen – beides im Hochkonzentrationssport kontraproduktiv.

Doch der junge Rheinhauser war gut vorbereitet. Mit 167 Ringen nach 20 Schuss (Halbprogramm für Schüler, max. 200 Ringe möglich) lieferte er ein Ergebnis ab, dass voll in seiner Trainingsleistung lag. Nach Ende seines Durchgangs am frühen Nachmittag lag er in der Gesamtwertung der Schüler auf Platz acht. Am Ende sollten nur noch drei weitere Jungschützen ein höheres Ergebnis schießen. Im Starterfeld von 50 Teilnehmern erreichte Nicolas Niedworok den elften Platz.

Als zweiter Duisburger war außerdem Paul Georg Baaske von der Schießsportabteilung des PSV Duisburg am Start. In der Klasse Junioren I erreichte er mit der Luftpistole mit 330 Ringen (40 Schuss, max.400 Ringe möglich) den 10. Platz in einem Teilnehmerfeld von 15 Schützen.

Links vor Rechts

Nach dem Auftakt am 1. Mai mit den Wettbewerben im Luftgewehr und der Luftpistole geht die Landesverbandsmeisterschaft für die Schützen des BSV Rheinhausen Bergheim in die nächste Runde. Am Samstag startete Ingo Meskendahl in der Versehrtenklasse mit der Sportpistole (sitzend) ind Bingen. Monika Breuer hatte sich für das Kleinkaliber Sportgewehr Auflage in der Seniorenklasse qualifiziert und ging am Sonntag in Ratingen an den Start.

Mit Birgit Jung (SV Moers-Asberg),  Sieglinde Ohl (SV Moers-Hülsdonk) und Wolfgang und Wilfried Nohner sowie Bernd Flemming (Rheurdt) war der Kreis Moers wieder einmal gut vertreten. Der Kreis Duisburg (rechtsrheinisch) wurde von Monika Mai von der St. Sebastianus Schützenbrüderschaft Duisburg 1420 repräsentiert. Beim Fernduell der Rheinseiten legte Mai, die eine Lage früher startete, 278 Ringe vor.

Auch Monika Breuer absovierte ihren Durchgang zufriedenstellend – bis auf die letzten vier der 30 Schuss: saubere Treffer an nahezu exakt der gleichen Stelle, jedoch nach unten links aus der Mitte heraus verschoben, zweimal zwei Achter. Dennoch: 279.

Damit lag Breuer nach der dritten von sechs Lagen auf Platz 11, Birgit Jung (283) auf 7, Monika Mai auf 12 und Sieglinde Ohl (245) auf 19. Die Veröffentlichung der abschließeden Ergebnisse durch den Veranstalter Rheinischer Schützenbund stehen indes noch aus.

Gleiches gilt für den Sportpistolen-Wettbewerb. Hier stand Ingo Meskendahl nach seinem Durchgang in der zweiten Lage auf Platz 2.

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1.-Mai-Ausflug der etwas anderen Art

Einen  Ausflug am Ersten Mai der etwas anderen Art unternahmen die Schützen des BSV Rheinhausen-Bergheim 1925 e.V. am vergangenen Sonntag. Ziel war das Landesleistungszentrum des Westfälischen Schützenbundes in Dortmund, Anlass die Teilnahme an der Landesverbansmeisterschaft, für die sich Daniela Breuer im Luftgewehr Damenklasse, Martin Breuer und Nikola Petrov in der Luftpistole Herrenklasse und Connie Möller in der Luftpistole Damen-Altersklasse qualifiziert hatten.

In der großen Schießsporthallen können an die 100 Schützen gleichzeitig an den Start gehen. Außerdem herrscht mit Betreuern und Begleitung der Schützen sowie Teilnehmer aus dem gesamten Rheinland von Emmerich bis Koblenz, die auf den Start ihrere Lage warten, stets ein reger Publikumsverkehrt, zwar in gebührendem Abstand zu den Schießständen, doch nah genug, dass in Dortmund buchstäblich die Atmosphäre einer großen Meisterschaft vorherrscht. Dies macht allein schon die Teilnahme zu einem Erlebnis.

Und auch die Ergebnisse waren bei den BSV-Schützen im Soll-Bereich (Petrov 357, M. Breuer 361, D. Breuer 365) und somit weitgehend zufriedenstellend, zumal bei Nikola Petrov noch vor dem ersten Wertungsschuss der Abzug seiner Luftpistole kaputt ging und er, eine Lage später, mit der Waffe von Vereinkollege Martin Breuer seinen Wettkampf absolvierte.

Eine Titelgewinn indes liegt in weiter Ferne, wenn der Amateursportler grade in den breit aufgestellten Luftdruck-Disziplinen bereits auf Landesverbandsebene gegen mehrfache Deutsche Meister antritt. Um so mehr zählt, grade beim Schießsport, ein der eigenen Leistungsfähigkeit gerecht werdendes Ergebnis.

Nach dem Auftakt in Dortmund absolvieren die BSV-Schützen bis Anfang Juli noch weitere  Meisterschaftswettkämpfe u. a. in den Gewehr-Auflage-Disziplinen, im Kleinkaliber-SPortgewehr und der Sportpistole.

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LVM 2014 – Ratingen, 21.06.2014

Auch am verlängerten Fronleichnams-Wochenende legten die Sportschützen des BSV Rheinhausen-Bergheim 1925 e.V. keine Pause ein. Am Samstag stand für die mehrfache Kreis- und Bezirksmeisterin Cornelia Möller der erste Wettkampf in der Disziplin Kleinkaliber Sportgewehr 50 Meter Auflage (KKa 50m) in der Damen-Altersklasse an. Für vorherigen Sonntag hatte sich Harald Harald Breuer in der gleichen Disziplin bei den Senioren A qualifiziert – der Startplatz stand jedoch in den Sternen.

Nicht ganz so hochtechnologisiert wie im LLZ in Dortmund, jedoch nicht weniger sportlich ging es im Landesleistungsstützpunkt des Rheinischen Schützenbundes im Sportzentrum Ratingen West zu. Im Untergeschoss, quasi unter dem Boden der großen Sporthalle, sind 16 50-Meter-Anlagen eingerichtet und vom Besucher- und Vorbereitungsraum durch schalldichtes Glas getrennt. Zuschauen ist hier also ohne Gehörschutz oder Störung der Schützen möglich. Allerdings verfügt dieser Stand noch über eine konventionelle Scheibenzuganlage, so dass die Treffer auf den hereinkommenden Scheiben von außen nur für einen kurzen Moment in Augenschein genommen werden können, bevor der Schütze die Scheibe auswechselt.

Warten auf die Auswertung

Für die Starter bedeutet dies auch, nach dem Ende des Durchgangs warten zu müssen, bis die Scheiben mittels elektronischer Auswertmaschine und damit nicht mehr, wie noch vor Jahren, vom Augenmaß des Auswerters abhängig, ausgewertet sind. Immerhin, dank einer einheitlichen Software des Verbandes lassen sich die Ergebnisse sofort in die Rangliste des Wettkampfes eingeben. So wusste sich Cornelia Möller nach ihrem Start in der zweiten Lage mit 281 Ringen auf Platz 12, während an der Spitze zu diesem Zeitpunkt noch Ex-BSV-Schützin Angelika Uhlig für den BSV ‚Einigkeit‘ Holthausen mit 290 Ringen stand.

Hinter der Kreiskonkurrenz, vor den Rechtsrheinern

Doch hinter der schlussendlichen Landesmeisterin lag auch sie am Ende um fünf Ringe zurück und verblieb auf Platz 10, während Cornelia Möller auf Platz 33 im Mittelfeld landete – hinter den beiden kreisinternen Konkurrentinnen Birgit Jung vom <i>SV Moers Asberg 01</i> (Platz 16, 288) und Heike Flemming (Platz 14, 289) von den <i>Sportschützen Rheurdt</i>, jedoch vor den beiden einzigen weiteren Starterinnen aus Duisburg, Monika Mai (Platz 49, 275) und Birgit Straberg (Platz 65, 269) vom BSV Duisburg Wedau 1925 e.V.

Qualifikation ja – Startzeit? Mal gucken, ob was frei ist.

Ebenfalls mit 281 Ringen, übrigens nur ein Ring weniger als der bestplazierte Vertreter (Platz 55) des Kreises Moers, Bernd Flemming von den <i>Sportschützen Rheurdt</i>, gelangte Harald Breuer eine Woche zuvor nur auf Platz 61 ins untere Mittelfeld. In wie weit die Umstände des Starts dazu beigetragen haben, mag man spekulieren, war doch ein Antrag auf eine Startzeit am Nachmittag wegen Schichtarbeit bei der Weiterleitung vom Bezirk zum Landesverband verloren gegangen. Und so stand Harald Breuer mit eine offiziellen Startzeit am Vormittag da. Eine Beschwerde beim Landessportleiter ergab die lapidare Antwort, doch einfach vorbei zu kommen, wenn man Glück habe, könnte in einer späten Lage ein Platz frei sein.
So hieß es direkt nach der Frühschicht auf nach Ratingen und auf einen Startplatz hoffen. Jedenfalls keine ideale Vorraussetzungen für einen erfolgreichen Wettkampf.

Offizielle Ergebnisliste LVM 2014