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Vier Titel über 100 Meter

Die Zahl der Vereine, die bei den Kreismeisterschaften des Schützenkreises 031 Moers in den Kleinkalibergewehr-Disziplinen über 100 Meter teilnehmen, ist überschaubar. Tatsächlich verfügt nur ein einziger Verein im Kreis, die Sportschützen Rheurdt, überhaupt über eine Schießbahn, um diese Disziplinen zu trainieren. Das hindert allerdings eine eingeschworene Truppe von Gewehrschützen, sich auf der modernen Anlage des BSV Einigkeit Holthausen (Voerde) aus reinem Spaß am Sport in der Disziplin zu messen – darunter der BSV Rheinhausen-Bergheim, der BSV Homberg-Hochheide und der Grafschafter SV Lohmannsheide aus Baerl.

Wie so oft waren auch beim KK 100 Meter die Freihandschützen in der Unterzahl gegenüber den Auflageschützen der Seniorenklassen. Als einzige Vertreterin aus den drei Vereinen aus dem Duisburger Westen war Daniela Breuer vom BSV Rheinhausen-Bergheim hier am Start. Mit drei Achtern und einer Sechs im 30-Schuss-Durchgang kam sie auf 265 Ringen – eigentlich ein unzufrieden stellendes Ergebnis. Dennoch reichte es nicht nur für den Kreismeistertitel in der Klasse Damen I – Christina Fiscor von den Sportschützen Rheurdt hatte nur 260 – sondern es war auch das höchste Freihand-Ergebnis des Wettbewerbes sowohl der Damen-, als auch der Herren-Klassen.

Den nächste Titel für Rheinhausen holte Holger Heinz – allerdings als einziger Starter in der Klasse Herren II, die durch eine Sonderregelung des Landesverbandes bereits aufgelegt schießen darf.

Doch auch die „echten“ Auflageschützen der Senioren-Klassen lieferten gewohnheitsgemäß. So wurde Ingo Meskendahl bei den Senioren I (51-60 Jahre) mit 292 Zweiter hinter Udo Jung vom SV Asberg (295). Bei den Senioren II (61-65) reichten für Harald Breuer 293 Ringe nur für den undankbaren vierten Platz nach den drei Rheudtern Wilfried Nohner (300), Detlef Pauritsch (296) und Karl-Werner Minuth (294). Der Rheinhauser Detlef Frühauf sowie Heinz Engeln von Lohmannsheide kamen auf Platz 6 und 7. Umso mehr trumpften die Damen auf. Bei den Seniorinnen II holte Monika Breuer mit 290 Ringen und zwei Ringen mehr in der letzten Serie den Titel vor der punktgleichen Bärbel Fischer vom SV Asberg nach Rheinhausen. Platz 3 und 4 gingen an Doris Wibbelhoff und Marika Abel von Lohmannsheide. Mit einem Gesamtergebnis von 875 Ringen kam die Rheinhauser Mannschaft der Senioren I/II somit auf Platz drei, der Grafschafter SV Lohmannsheide auf Platz 5.

Besser schnitt dagegen die Senioren III/IV-Mannschaft der Lohmannsheider ab. Mit 848 Ringen kamen holte sie Platz 3. In der Einzelwertung machte Ernst-Günter Pesenecker den zweiten Platz bei den Senioren III (66-70), Wilhelm Wibbelhoff den 6, bei den Senioren IV (71-75) Rolf Olygschläger Platz 7 und Karl-Heinz Schütz Platz 9. Nicht unerwähnt bleiben sollen außerdem die Plätze 5 und 8, die mit Karl-Heinz Frenck und Reiner Rothkopf an den BSV Homberg-Hochheide gingen. Den vierten Kreismeistertitel für Rheinhausen allerdings machte Rolf Kroniger klar, mit 291 Ringen nur ein, bzw. drei Ringe vor den Rheurdtern Heinrich Keyzers und Walter Fekl.

Kreismeisterschaft startet großkalibrig

Wettkampfsportliches Neuland betraten die Pistolenschützen des BSV Rheinhausen-Bergheim 1925 e.V. am ersten Wettkampfwochenende der Kreismeisterschaften 2019 (Das Sportjahr des RSB beginnt am 01.10.) Olaf Berg, Volker Tiedtke und Hüseyin und İsa Ҫoktaş versuchten sich in der Disziplin 25m Zentralfeuerpistole .30-.38. – und fanden sich dabei mehrheitlich in Gesellschaft von Startern aus dem Duisburger Westen.

Erstmalig wurden die Sportpistolen-Wettbewerbe in den Disziplinen Kaliber .30-.38 und Kaliber .38-.45 in Krefeld-Girmesgath ausgetragen, nachdem die vereinseigene Anlage der Moerser Sportschützen 1952 e.V. in Utford nicht mehr zur Verfügung stand. Die beiden städtischen Anlagen im Kreis in Moers-Kapellen und Rheinhausen kamen nicht in Frage. Zum einen sind an beiden Standorten die Pistolenstände für den Duell-Modus auf Drehscheiben nur bis Kaliber .38 zugelassen, die zweite Disziplin also überhaupt nicht durchführbar. Zum anderen werden, um den Schützen lange Wartezeiten zwischen den beiden Modi zu ersparen, die Präzisionsdurchgänge für gewöhnlich auf den 50-Meter-Bahnen geschossen. Die sind jedoch sowohl in Moers als auch in Rheinhausen nur bis Kaliber .22 ausgelegt. Der desolate technische Zustand der Anlage in Rheinhausen tat sein übriges dazu, so dass der Kreissportleitung kaum eine andere Wahl blieb.

Die Schießstandlage im Kreis spiegelte sich dementsprechend in den Ergebnislisten wieder. Sieben Starter traten in der Disziplin .30-.38 in der Klasse Herren I/II an, nur zwei im Feld nicht aus Duisburg-West. Kreismeister wurde Jens Meyer von den Moerser Sportschützen (247 Ringe), gefolgt von Thorsten Aust vom ASV Kaldenhausen (242), Volker Tiedtke vom BSV Rheinhausen-Bergheim (222) und Jörg Przygoda von den Pistolenschützen Homberg (215). Erst auf Platz fünf fand sich der Rheurdter René Luczak (150). Den Abschluss machten İsa (107) und Hüseyin Ҫoktaş (83) vom BSV Rheinhausen-Bergheim.

Unter den zehn Herren III platzierte sich der vierte BSVler Olaf Berg mit 181 auf Platz 8. Kreismeister wurde auch hier ein Moerser, Werner Bernhard, mit 246, gefolgt von Reiner Hanke (Kaldenhausen, 245), Reinhold Schlegen (SV Neukirchen, 234), Reiner Rotkopf (BSV Homberg-Hochheide, 230), Ralf Zweipfennig (Kaldenhausen, 226), Karl-Heinz Frenck (Homberg-Hochheide, 219) und Wolfgang Luczak (Rheurdt, 198). Platz 9 und 10 belegten Ernst Rhode (Kaldenhausen, 156) und Heinz-Jürgen Pietz (Rheurdt, 133).

Den Mannschaftswettbewerb, bei dem beide Altersklassen zusammengefasst werden, machten dann der BSV Rheinhausen-Bergheim und der ASV Kaldenhausen unter sich aus. Das Team Kaldenhausen wurde mit den Ergebnissen von Rainer Hanke, Thorsten Aust und Ralf Zweipfennig mit 713 Ringen Kreismeister. Voker Tiedtke und die Brüder Ҫoktaş kamen für Rheinhausen-Bergheim zusammen auf 412 Ringe.

Noch schmaler war das Aufgebot in .38-.45. Vier Herren I/II und sechs Herren III traten an allein acht davon aus Duisburg-West. Dafür gingen hier beide Einzeltitel nach Rheinhausen, zum einen an Gunnar Jobst von den Bergheimer Sportschützen, zum anderen an Rainer Hanke vom ASV Kaldenhausen, der außerdem die einzige Mannschaft in der Disziplin stellte.

Umso größter wird die Beteiligung aus dem Altkreis Moers am kommenden Sonntag sein, wenn die Kleinkalibergewehr-Wettbewerbe über 100 Meter in Voerde-Holthausen ausgetragen werden.

Ungeschlagen an die Tabellenspitze

Zugegeben, der letzte Wettkampf der Saison stellte keine Herausforderung für die Luftgewehr-Mannschaft des BSV Rheinhausen-Bergheim dar. Wegen zu vieler Ausfälle musste der Gegner SV Asberg die Auswärts-Begegnung absagen und gestanden den Rheinhausern ein 6:0 zu, da auch ein Ersatztermin bis zum Saisonende am 30.11. nicht mehr möglich war. So blieb den BSV-Schützen nur, sich noch einmal auf dem heimischen Stand an der Krefelder Straße zu treffen, um ihre Ergebnisse für die Einzelwertung auszuschießen. Und die zeigten das gleiche Bild, mit dem die Luftgewehr-Mannschaft ihre bisher beste Kreisliga-Saison hingelegt hatte.

Wenn auch noch zwei Begegnungen zwischen dem BSV Eversael und den Sportschützen Rheurdt ausstehen, so steht doch schon fest, dass der BSV Rheinhausen-Bergheim in diesem Jahr die Tabellenspitze von Eversael übernimmt. Bis auf den Heimwettkampf gegen Eversael, der 4:2 endete, hatten die Rheinhauser alle Begegnungen 6:0 gewonnen. Nicht unwesentlichen Anteil daran hatte Nachwuchsschütze Nicolas Niedworok, der mit 14 Jahren bereits auf dem Leistungsniveau manches erwachsenen Sportlers liegt. Während Mannschaftsführerin Daniela Breuer stets mit hohen Ringzahlen zwischen 365 und 384 den Besten der gegnerischen Mannschaft aus der Wertung drängte, bildete er zusammen mit Marc Rocke in dieser Saison mit Ergebnissen in den 330ern das solide Mittelfeld, um auch die übrigen Punkte im Vergleich der einzelnen Mannschaftsschützen zu sichern. Eine beachtliche Leistungssteigerung legte außerdem die diesjährige Neueinsteigerin Céline Eggenberger hin, von 283 zum Anfang der Saison auf 327 im letzten Wettkampf.

Noch einmal spannend werden kann es in der Einzelwertung. Mit einem Schnitt aus den besten vier Ergebnissen von 376 Ringen steht Daniela Breuer auf ihren Spitzenplatz aus der letzten Saison, gefolgt von den Eversaelern Peter Kampermann (358) und Kirsten Kulms (342). Wenn auch bei Eversael noch zwei Wettkämpfe ausstehen, so gibt der Abstand zum Zweitplatzierten eine komfortable Sicherheit. Ob Nicolas Niedworok seinen derzeit vierten Platz halten kann, hängt indes davon ab, wie der nur einen Ring hinter ihm liegende Björn Berendes von Rheurdt in den verbleibenden Begegnungen abschneidet. Gleiches gilt beim Rheinhauser Leon Meskendahl, derzeit Platz 9, dem die Rheurdterin Anika Leveringhaus mit einem Abstand von nur 0,25 Ringen folgt. Marc Rocke und Céline Eggenberger dagegen stehen auf ihren Plätzen 6 und 13.

Wenn sie auch den ersten Tabellenplatz erobert haben, hat sich die Mannschaft dazu entschlossen, den Aufstieg in die Bezirksliga Linker Niederrhein in der nächsten Saison zunächst zurück zu stellen. Erst einmal wollen die Rheinhauser ihre Leistung festigen und ausbauen. Zudem stehen im Bezirk Vereine wie St. Helena Xanten, Gut Schuss Brüggen oder Grenzland Goch im Feld, verbunden mit entsprechend langen Anreisen zu den Auswärtswettkämpfen. Dass diese in der Regel unter der Woche abends ausgetragen werden, stellt nicht nur für die berufstätigen Sportler, sondern vor allem für den Sekundarstufenschüler Niedworok einen Faktor da, der wohl überdacht sein will.

Stadmeisterschaft 2018 – ein Schlaglicht auf den duisburger Schießport

41 Schützenvereine und Schießsportabteilungen, zugehörig zu drei Kreisen (012 Dinslaken, 014 Duisburg, 031 Moers), zählt der Rheinische Schützenbund in Duisburg. Verbandstrukturübergreifend agiert die Fachschaft Sportschießen beim Stadtsportbund und richtet jährlich die Stadtmeisterschaften Sportschießen aus, 2018 am 8./9. und 22./23. September.

Anmeldezeitraum in den Sommerferien, die Gebietsmeisterschaften, zu denen die Sportler sich bereits Monate vorher gemeldet hatten, der am gleichen Wochenende stattfindende Aktionstag des SSB „Duisburg bewegt sich“ – verschiedene Gründe hatten dazu geführt, dass der BSV Rheinhausen-Bergheim in diesem Jahr nur 10 Starts verzeichnete. Doch auch insgesamt betrachte zeigt die nun erst veröffentlichte Ergebnisliste ein äußerst uneinheitliches Bild des Schießsports in Duisburg.

So fanden sich in der Basisdisziplin Luftgewehr (LG) insgesamt nur drei Damen und zwei Herren des DJK Buchholz sowie je ein Herr vom SV Neuenkamp und der St. Sebastianus Schützenbruderschaft von 1420, so dass einzelne Schützen in ihren Altersklassen konkurrenzlos Stadtmeister wurden. Auch der Nachwuchs war dünn gesät, mit drei U12-Schülerinnen Jana Quattelbaum, Nicola Dunbar, Angelina-Samira Sack des BSV Wedau, die aufgrund des Alters nur Lichtgewehr schießen dürfen, und Julian Woller vom PSV Duisburg.

Die olympischen Gewehrdisziplinen Kleikaliber (KK) Sportgewehr Dreistellungskampf und Liegenkampf indes waren überhaupt nicht besetzt. Das mag auch fehlende Sportanlagen in der Stadt liegen. Die nötigen 50-Meter-Bahnen sind in Bau, Betrieb und nicht zuletzt Genehmigungsverfahren für einzelne Vereine kaum zu finanzieren, die städtische Schießanlage in der Sporthalle Krefelder Straße in Rheinhausen ist technisch überaltert, trotz teils desolaten Zustands aber allein nur durch die sechs Rheinhauser und Homberger Vereine schon ausgelastet.

Ein gänzlich anderes Bild zeigte sich bei den Luftgewehr- und KK-Auflage-Disziplinen der Seniorenklassen ab 51 Jahren. So verzeichnete die Disziplin LGa bis Senioren V (76 Jahre und älter!) insgesamt 35 Teilnehmer, bei KKa waren es 27. Besonders stark vertreten waren dabei die St. Sebastianer von 1420, der BSV Wedau sowie die St. Sebastianer Duissern mit jeweils mehr als der Hälfte der Starter, so dass die meisten Titel im Seniorenbereich an diese Vereine gingen. Nur vereinzelt setzten sich Schützen andere Vereine an die Spitze, so wie Manfred Meyer (Sen IV) und Karl Lob (Sen V) vom BSV Aldenrade-Fahrn im LGa und Ingo Meskendahl (Sen I) vom BSV Rheinhausen-Bergheim im KKa.

Standen die Auflage-Disziplinen im Zeichen der Traditionsvereine aus der Stadtmitte, dominierte in der Luftpistole, der 50m-Pistole (Freie Pistole), der 25m-Pistole (Sportpistole) und der 25m-Standardpistole die Schießsportabteilung des Polizeisportvereins Duisburg, vom Nachwuchs mit Julian Woller (Jugend) und Paul Georg Baaske (Junioren I) bis zu Ingo Bruckhoff in der beidhändigen Seniorendiziplin. Allerdings mit Ausnahmen:

In der Luftpistole Herren III (51-60) setzte Adam Jemiola, diesjähriger Neuzugang beim BSV Rheinhausen-Bergheim sich prompt mit 361 Ringen an die Spitze, vor sechs PSV-Schützen angeführt von Frank Bauer mit 347. Buchstäblich in die Zange genommen von den Rheinhausern wurden die Polizeisportler durch Udo Knieper, der mit 205 auf dem achten Platz landete.

Bei den Herren IV belegten die Schützen des ETuS Wedau gleich die ersten fünf Plätze, gefolgt von Heinz Hörnick von Aldenrade-Fahrn und verwiesen den einzigen PSVler im Feld auf Platz 7.

In der ohnehin selten ausgeübten Disziplin 50m-Pistole waren, neben vier Herren I des PSV, Adam Jemiola und Wolfgang Letsch (Herren IV) von Rheinhausen die einzigen Teilnehmer ihrer Altersklassen. Einen weiteren Titel machte Thorsten Mank vom ETuS dem PSV bei den Herren III in der 25m Pistole streitig.

Rarer Nachwuchs, dünn besetzte Gewehr-Disziplinen und die starke Dominanz einzelner Vereine in den verschiedenen Diziplinen-Gruppen kennzeichneten diese Stadtmeisterschaft. Doch auch das vollständige Fernbleiben nicht nur aller linksrheinischen Vereine bis auf den BSV Rheinhausen-Bergheim, sondern auch das Fehlen der Traditionsvereine aus dem Norden, aus Meiderich, Neumühl, Hamborn, Marxloh und Bruckhausen, lässt durchaus die Frage zu, wie es um den Schießsport in gesamtstädtischer Sicht bestellt ist.

Gebietsmeisterschaft Nord – Von Schützen und Schafen

Manche Schützen zog es an diesem Wochenende zum Bundesfest der Historischen Schützenbruderschaften nach Xanten. Andere trafen sich zur Gebiets-Meisterschaft des Gebietes Nord des Rheinischen Schützenbundes im Landesleiitungszentrum des KKS Brünen. Zu letzteren gehörten – selbstverständlich – die Sportler des BSV Rheinhausen-Bergheim.

Das Gebiet Nord des Landesverbandes Rheinischer Schützenbund umfasst die Bezirke Rechter Niederrhein, Ruhr-Emscher, Linker Niederrhein, Neuss/M’gladbach/Grevenbroich, Düsseldorf und Bergisches Land. Die jährlich Mitte September stattfindenden offenen Gebietsmeisterschaften werden in den Disziplinen Luftgewehr Auflage und Kleinkalibergewehr Auflage für die Klassen Herren/Damen II und Senioren m/w ausgetragen. Der BSV Rheinhausen-Bergheim war diesmal mit acht Startern vertreten, ein neunte muss kurzfristig aus Krankheitsgründen absagen.

Auch wenn insgesamt weniger Vereine vertreten waren, als auch Gebietssportleiter Jens Vehlhaber es sich gewünscht hätte, fanden sich die Rheinhauser in hochkarätiger Gesellschaft wieder: neben dem Gastgeber KKS Brünen waren unter anderem Senioren des SC Tell Schmalbroich, eine Talentschmiede für den Bundeskader, und des Luftgewehr-Bundesligist SSG Kevelaer dabei.

Den Anfang für den BSV machten an diesem Samstag Monika und Harald Breuer beim Luftgewehr Auflage. Nach dem auf Monika Breuers Startzettel für beide Disziplinen die Startzeit 12:00 Uhr vermerkt war und beim Training schon gewitzelt wurde, in den 55 Minuten Schießzeit, biathlonmäßig zwischen den beiden Schießständen hin und her zu laufen, hatte die Wettkampfleitung vor Ort umstandslos einen Stand in der 11-Uhr-Lage frei.

Während Monika Breuer um 12:00 Uhr schon einmal den KK-Durchgang absolvierte, gingen die übrigen BSV-Schützen auf den 10-Meter-Stand. Dort ereilte Klauspeter Hennes das gleiche, was bereits am Wochenende zuvor auf der Stadtmeisterchaft geschehen war: seinem Walther LG 400 ging der Luftdruck abhanden, die Treffer landeten Zentimeter unterhalb der Mitte – in den Auflage-Disziplinen, in denen die Zehner in Zehntelmillimetern ausgewertet werden, das K.O.

Ein Problem ganz anderer Art stellte sich auf dem offenen 50-Meter-Schießstand, das bis in die Siegerehrung hinein für Anekdotensprüche sorgte. Einige Schafe, die der KKS Brünen als Rasenpfleger hält, fanden ungerührt des Knallens immer wieder ihren Weg in die Schießbahn und sorgten wiederholt für Unterbrechungen, bis eine wirksame Absperrung gefunden wurde. Doch keine Sorge, kein Schaf wurde verletzt.

Zur Siegerehrung schließlich gab sich sogar die Verbandsprominenz die Ehre. Der stellvertretende Gebietsvorsitzenden und Vorsitzender des Bezirks 012 Dinslaken Gustav Hensel überreichte die Medaillen, von denen die BSV-Schützen am Ende sechs mit nach Hause nehmen konnten:

Die Titel der Gebietsmeister in ihren jeweiligen Klassen gingen Monika Breuer (Sen II w) in LG und KK, sowie an Markus Wolfgarten (Herren II) im KK. Sascha Hirche wurde hier außerdem dritter. In beiden Disziplinen Silber holte sich Yvonne Hirche (Damen II) hinter Claudia Strohn vom Horscheider SV. Die Mannschaft des BSV gelangte in beiden Disziplinen auf Platz fünf.

Zurück aus der Sommerpause

Kein Vertun, Sportschießen gehört zu den Sommersportarten. Doch bei den aktuellen Temperaturen liegen auch die Schießbahnen im Untergeschoß der Sporthalle Krefelder Straße deutlich über der Idealtemperatur von um die 20°C. Kein Wunder also, dass der Trainingsstart nach der Sommerpause beim BSV Rheinhausen-Bergheim eher überschaubar ausfiel.

Nicht viel besser erging es allerdings auch der zweiten Mannschaft Luftgewehr Auflage. Für die fünf Schützen um Mannschaftführer Harald Breuer war die Sommerpause bereist fünf Tage früher zu Ende, als sie beim SV Asberg zum Rundenwettkampf antreten mussten. Zwar liegt der Schießstand der Asberger im Keller unter den Kindergarten Am Pandyk und der Start war  am 1. August für 19:00 Uhr angesetzt, mit angenehmen Temperaturen konnten die Schützen dennoch nicht rechnen. Zumindest teilweise schlug sich dies dann auch in den Ergebnissen nieder: Außer Harald Breuer kam kein BSV-Schütze in die beim Luftgewehr Auflage eigentlich obligatorischen 290er. So verloren die Rheinhauser diese Begegnung mit 873:882 Ringen. Mit einem Durchschnitt von 878,33 liegt der BSV in der Mannschaftswertung momentan auf Platz zwei hinter dem SV Asberg.

Erfolgreicher gegen Asberg war dagegen die Luftgewehr-Mannschaft. Einmal mehr erwies sich Nachwuchsschütze Nicolas Niedworok als Punktebringer. Gemeinsam mit Mannschaftsführerin Daniela Breuer und Marc Rocke in der Wertung sicherten sich die Rheinhauser beim Heimwettkampf auch diesmal ein 6:0. Damit bleibt die einzige Duisburger Luftgewehr-Mannschaft in der Moerser Kreisliga in dieser Saison nach vier von sechs Begegnungen ungeschlagen und steht mit 8 Punkten derzeit an der Tabellenspitze.

Bei den beiden ersten Wettkämpfen in der Gruppe 1 im KK-Gewehr Auflage schließlich konnte der Sieger nur BSV Rheinhausen-Bergheim heißen – denn die beiden Mannschaften des Vereins traten gegeneinander an.  Und als wollte man den Vereinsfrieden nicht gefährden, siegte im ersten Wettkampf die erste Mannschaft mit 834:832 Ringen, im zweiten die zweite Mannschaft mit 839:825.

Liga-Mannschaften weiter auf Erfolgskurs

Schlag auf Schlag folgen für die Mannschaften des BSV Rheinhausen-Bergheim zurzeit die Liga- und Rundenwettkampf-Begegnungen. Und dabei befinden sich die Schützen der Disziplinen Luftgewehr (LG), Luftgewehr Auflage (LGa) und Kleinkaliber Sportpistole (SpoPi) auf anhaltendem Erfolgskurs.

„Heim“wettkampf in Eversael

Nach der siegreichen Auswärtsbegegnung in Eversael Anfang Juni hatten sich die Mannschaften im LGa darauf verständig, auch den Heimwettkampf der Rheinhauser am 21.06. in Eversael auszutragen. Mit der Großbaustelle Römerstraße in Moers und den zahlreichen Baustellen in Rheinhausen gestaltete sich die Anfahrt für die Rheinhauser nach Erversael einfacher als umgekehrt. Mit 875:858 ging auch diesmal der Sieg nach Rheinhausen.

Personalroulette in Utfort

Die dritte Mannschaft der Moerser Sportschützen war am 28.06. und 02.07. Gegner der Sportpistolen-Mannschaft des BSV. Punktegaranten waren auch diesmal wieder Adam Jemiola und Volker Tiedtke. Letzterer hatte, nach langem Warten, erst in der Woche zuvor seine waffenrechtliche Erlaubnis erhalten und steigerte nunmehr mit eigenem Sportgerät seine Ergebnisse auf 277, bzw. 280 (von 300) Ringe. Für Unklarheit sorgten indes die Wiedereinstiege von Natale Cau und Olaf Berg nach längeren Verletzungspausen, da die Mannschaft so mit sechs statt fünf Mann im Wettbewerb steht. Hier bleibt die Entscheidung des Liga-Referenten abzuwarten. Wie diese auch ausfallen mag, auf die Endergebnisse der Begegnungen dürfte sie nur geringe Auswirkung haben: Das 4:2 des BSV beim Auswärtskampf wurde von den Stammschützen erzielt. Und sollte das punktende Ergebnis von Olaf Berg im Heimwettkampf gelöscht und durch das des Nächstbesten ersetzt werden, so bliebe vom 6:0 immer noch ein 4:2 – beide Male 2 Tabellenpunkte für die Rheinhauser.

Jungschütze ganz groß

Am 26.06 und 30.07. schließlich bestritt die Luftgewehr-Mannschaft ihre ersten beiden Auswärtswettkämpfe in Rheurdt bzw. Eversael. In Rheurdt mussten sich die Rheinhauser der strengen Wertung einer elektronischen Anlage stellen – Schießstandtechnik auf aktuellem Stand, von der die heimischen Stände an der Krefelder Straße Lichtjahre entfernt sind. Von einem souveränen 6:0 hielt sie das aber nicht ab, wenngleich Jungschütze Nicolas Niedworok diesmal nur 313 schoss. Zum Punkten reichte es aber immer noch. Dafür konnte er beim Tabellenersten des Vorjahres Eversael auftrumpfen. Mit 346 hatte er die gleiche Ringzahl wie der beste Eversaeler Peter Kampermann. Dieser musste sich allerdings mit den 362 von Mannschaftsführerin Daniela Breuer messen, für sie selbst ein enttäuschendes Ergebnis, zum Punkten reichte es aber allemal. Als dritter Rheinhauser holte auch Marc Rocke mit 331 gegen die 328 des Eversaelers Alexander Knust den Punkt: nach dem Heimkampf 4:2 besiegt der BSV Rheinhausen-Bergheim dem BSV Eversael auswärts 6:0.

Volles Haus vor der Sommerpause

Drei weitere Wettkämpfe stehen nun noch an der Krefelder Straße an, bevor der BSV, bedingt durch die dreiwöchige Hallenschließung in den Ferien, in die Sommerpause geht. Montag und Donnerstag tragen die erste und zweite Mannschaft Kleinkalibergewehr Auflage ihre Hin- und Rückkämpfe gegeneinander aus. Am Donnerstag empfängt die Luftgewehr-Mannschaft außerdem den SV Asberg.

Eine Ligawoche der Überraschungen

Mit diesem Ergebnis hatte keiner gerechnet, als am vergangenen Donnerstag die Luftgewehr-Mannschaft des BSV Rheinhausen-Bergheim den BSV Eversael zun ersten Heimwettkampf empfing. In den vergangene beiden Saisons war Eversael ungeschlagen, und wenngleich es BSV-Schützin Daniela Breuer immer gelungen war, zumindest in der Einzelwertung das 0:6 zu vermeiden, und auch die übrigen Mannschaftsmitglieder im Training der letzten Wochen eine kontinuierliche Leistungssteigerung zeigten, war man sich doch recht sicher, dass es für Eversael nicht reichen würde. So war es auch eher der Gedanke der Nachwuchsförderung, den Jungschützen Nicolas Niedworok noch mit in die Mannschaft zu nehmen. Bei der Landesmeisterschaft der Schüler noch elfter, sollte er für die kommenden Meisterschaften und der Jugendklasse das volle 40-Schuss-Programm unter Wettkampfbedingungen einüben. Aus der Übung wurde gleich beim ersten Ligakampf Erst. Mit 338 Ringen kam er mit Mannschaftsführerin Daniela Breuer (376) und Marc Rocke (339) in die Wertung und holte die entscheidenden zwei Punkte für den 4:2-Sieg der Rheinhauser.

Nach der Niederlage im ersten Wettkampf gegen das KSSK konnte auch die Luftpistolen-Mannschaft in der Bezirksliga wieder Punkten. Am 08.06. waren die Rheinhauser zu Gast beim SK Falke Krefeld. Nur vier Ringe fehlten hier dem besten BSV-Schützen, Martin Breuer, für ein 6:0. Die gleiche Konstellation zeigte sich beim Rückkampf gegen das KSSK am 11.06., jedoch noch knapper. So sicherten Mannschaftsführerin Jessica Anoune und Volker Tiedtke die Punkte, beide Male 4:2 für den BSV.

Auch die in der letzten Saison eher schwache Sportpistolen-Mannschaft konnte die ersten beiden Begegnungen der Saison, Hin- und Rückkampf gegen den PSSV Moers am 07.06., als Siege verbuchen (4:2 und 6:0). Neben Volker Tiedtke können die Rheinhauser nun mit dem aus Hünxe nach Rheinhausen gewechselten Adam Jemiola auf einen erfahrenen Wettkampfschützen setzen.

Nicht in der Liga, sondern in den Kreisrundenwettkämpfer der Senioren, sorgte schließlich Thomas Möller für eine weitere Überraschung. Aus familiären Gründen im vergangen Jahr ohne Training, schoss er sich beim ersten Auswärtskampf im Luftgewehr Auflage gegen den BSV Eversael am 07.06. mit 296 Ringen als Zweitbester in die Wertung. Das Maximalergebnis von 300 Ringen verpasste Mannschaftsführer Harald Breuer indes um genau einen Ring. Die Gesamtwertung der drei besten Schützen – bei den Rundenwettkämpfen werden die Ergebnisse zusammengerechnet, anstatt Punkte zu vergeben – entschieden die Rheinhauser mit 887:852 klar für sich.

Ligastart mit vielen Neuerungen

Den Anfang machte diesmal die Luftpistolen-Mannschaft. Am vergangenen Donnerstag, 24.05. empfingen die Rheinhauser den KSSK aus Krefeld zum ersten Liga-Wettkampf der Saison.

Viel Neues kommt dabei auf die Sportschützen des BSV zu. So ist die Luftpistolen-Mannschaft um Mannschaftsführerin Jessica Anoune in die erste Gruppe der Bezirksliga Linker Niederrhein aufgestiegen. Neben dem schon aus der vergangenen Saison bekannten SK Falke Krefeld treten sie in dieser Saison gegen das Krefelder Sportschützenkorps (KSSK), den TSV Meerbusch und der dritten Mannschaft des SV Gut Schuss Brüggen an. Verstärkung erhält die Kernmannschaft aus Jessica Anoune, Martin Breuer und Volker Tiedtke durch Olaf Berg und Udo Knieper, die beiden Verbliebenen der inzwischen Aufgelösten zweiten Luftpistolen-Mannschaft. Diese hatte in der Moerser Kreisliga nur eine Saison bestand.

Ebenfalls über Verstärkung kann sich die Kreisliga-Mannschaft Luftgewehr freuen, die sich in den letzten zwei Saisons mit der Mindestzahl von drei Schützen durchschlagen musste, damit aber immerhin ihren zweiten Platz in der Gruppe halten konnte. Nun verstärkt Céline Eggenberger als vielversprechender Neuzugang die Mannschaft aus Daniela Breuer, Leon Meskendahl und Marc Rocke. Als ersten Gegner erwarten sie – zur allgemeinen Überraschung – den Gruppenersten der letzten Saison BSV Erversael am 14.06. an der Krefelder Straße. Überraschend deshalb, weil für gewöhnlich der SV Asberg um möglichst früher Termine bemüht ist. Entsprechend sind die Asberger nun am 12.07. in Rheinhausen zu Gast. Gegen die Sportschützen Rheurdt schließlich steht dann erst nach der dreiwöchigen Schließen der Sporthalle Krefelder Straße in den Sommerferien der letzte Heimwettkampf an.

Auch die Sportpistolen-Mannschaft startet in der Kreisliga in dieser Saison in der Gruppe 1 – allerdings dadurch bedingt, dass keine zweite Gruppe mehr zustande kam. Mit den Polizeisportschützen Moers, den Moerser Sportschützen und dem Bergheimer SV verbleiben für Mannschaftsführer Udo Kastner, Olaf Berg, Hüseyin Ҫoktaş und Volker Tiedtke nur noch drei Gegner, die aber allesamt Vereine mit Pistolenschwerpunkt sind. Als erster Termin ist der 07.06. auswärts gegen die Moerser Sportschützen gesetzt.

Der Wettkampf am 24.05. ging übrigens 0:2 für den KSSK aus. Aber die Saison steht ja erst am Anfang.