Freie Pistole

Die große Schwester der Luftpistole

DSB-Sportordnung Regel Nr. 2.20

  • Distanz: 50 Meter
  • Schusszahl: 30
  • Anschlag: Stehend
  • Zeit: 90 Minuten
  • Gewicht: frei
  • Länge: frei
  • Kaliber: .22 lfb
  • Größe des Spiegels: 500 mm
  • Größe des Zehnerbereichs:  50 mm

Wer darf die Disziplin schießen?

Jugendliche ab 16 Jahren dürfen Freie Pistole schießen. Zuvor sollte jedoch mit der Luftpistole vor allem der Zielvorgang sicher gelernt worden sein, da dies die Grundlage für alle Pistolendisziplinen bildet.

In der Regel erhalten Jungschützen erst auf die Empfehlung ihrer Betreuer hin die Erlaubnis, mit der Disziplin Freie Pistole zu beginnen.  Auch erwachsene Neueinsteigern sollten zuerst in die Disziplin Luftpistole trainiert sein, da die Disziplin als technisch schwierig gilt.

Wie funktioniert die Disziplin?

Die Freie Pistole ähnelt entfernt der Luftpistolen-Disziplin. Der Stand und der Zielvorgang sind identisch. Auch der Ablauf des Durchgangs von 30 Schuss, die einzeln geladen und abgegeben werden, ist gleich. Allerdings wird die frei Pistole anders in der Hand gehalten. Ein Formgriff umschließt die Hand, das Handgelenk hängt locker. Zudem ist der Abzug der Freien Pistole extrem empfindlich, so dass eine absolut geübte Abzugskontrolle unabdingbar ist.

Als Einsteigerdisziplin ist die Freie Pistole daher nicht geeignet!

Was für eine Waffe benutzt man?

Für die Disziplin Freie Pistole dürfen Kurzwaffen des Kalibers .22 lfb nur einschüssig verwendet werden. Die speziellen für diese Disziplin entwickelten einschüssigen Pistolen unterschieden sich von den KK-Sportpistolen nicht nur durch das fehlende Magazin, sondern auch den speziellen Abzug und den Formgriff, der die Hand weitgehen umschließt und das lockere Hängenlassen des Handgelenks ermöglicht.

Freie Pistole

Verschossen wird Kleinkaliber-Munition, die mit einer Treibladung versehen ist, so dass durch den Druck der Verbennungsgase das Projektil durch den Lauf befördert wird. Als solche „scharfe“ Waffen  sind Freie Pistolen wie auch die zugehörige Kleinkaliber-Munition erlaubnispflichtig und nicht frei verkäuflich.

Welche Ausrüstung benötigt man sonst noch?

Eigentlich keine. Für Brillenträger ist jedoch eine Schießbrille empfehlenswert, die durch die spezielle Ausrichtung des Glases der Punkt des schärfsten Sehens genau in die Visierlinie verlagert wird. Zudem kann am Brillengestell problemlos die Blende befestigt werden. Schießschuhe mit verbreiterten, flachen Sohlen sorgen für eine bessere Gewichtsverteilung und einen sichereren Stand. Zu beachten ist dabei, dass Schuhe, die über die Knöchel reichen und diese stabilisieren, nicht erlaubt sind.

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