Kleinkaliber Sportgewehr

Dreistellungskampf – Die Königsdisziplin im Langwaffen-Bereich.

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KK-Spiegel, 50 Meter

DSB-Sportordnung Regel-Nr. 1.40

  • Distanz: 50 Meter
  • Schusszahl: 3×10/3×20
  • Anschlag: kniend, liegend, stehend
  • Zeit: 90/150 Minuten
  • Gewicht: max. 6,5 kg
  • Länge (ohne Schaft): Keine Vorgaben
  • Kaliber: .22 lfb
  • Größe des Spiegels: 154,5 mm
  • Größe des Zehnerbereichs: 10,4 mm

Wer darf die Disziplin schießen?

Wie alle Disziplinen mit Patronenmunition ist das Schießen mit dem Kleinkalibergewehr erst ab 16 Jahren (Juniorenklasse) erlaubt. Darüber hinaus ist eine gute Routine mit dem Luftgewehr für den Einstieg in diese Disziplin von Vorteil, da die wesentlichen Techniken der Anschlags, Zielens und Abziehens sowie ein gewisses Körpergefühl bereits ausgebildet sind. Die Anschlagsarten der Disziplin können bereits vorher mit dem Luftgewehr eingeübt werde.

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Liegender und Kniender Anschlag

Wie funktioniert die Disziplin?

Beim Dreistellungskampf wird, wie der Name schon sagt, in allen drei Anschlagsarten geschossen. Je 20 Schuss (bzw. 10 Schuss auf Kreis– und Bezirksebene) werden im knienden, liegenden und stehenden Anschlag abgegeben.

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Kniender Anschlag

Liegend und Stehend laufen ab, wie beim Luftgewehr und beim KK-Liegendkampf  beschrieben. Hinzu kommt hier der kniende Anschlag. Hierbei wird das rechte Knie (bei Linkshändern das linke) auf den Boden aufgesetzt. Unter dem Spann des Fußes liegt eine stützenden Rolle, da der Schütze sich auf die Färse des rechten Fußes setzt. Der linke Fuß wird mit angewinkeltem Beim auf den Boden aufgesetzt. Der linke Ellenbogen wird auf das linke Knie aufgesetzt. In der linken Hand ruht wie beim Liegendanschlag das Gewehr. Ein Schießriemen läuft vom Schaft des Gewehres über Hand und Unterarm zur linken Schulter und hält den Stützarm in Position. Das Gewehr wird in die rechte Schulter gezogen, die rechte Hand umfasst den Griff des Gewehres.

Was für eine Waffe benutzt man?

Kleinkaliber-Sportgewehre sind Einzellader, jeder Schuss muss, anders als bei den bekannten fünfschüssigen Biathlon-Gewehren, einzeln nachgeladen werden. Als „scharfe“ Waffe mit Schwarzpulvermunition sind Kleinkalibergewehre erlaubnispflichtig und nicht frei zu erwerben.

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Kleinkaliber-Sportgewehr

Welche Ausrüstung benötigt man sonst noch?

Neben Schießhandschuh, Schießjacke, Riemen und Rolle sollte wegen des Kniend-Anschlags hier unbedingt auch auf Schießhose und Schießschuhe zurückgegriffen werden. Die Hose ist an den Knien und am Gesäß mit Polsterung und Anti-Rutsch-Beschichtung versehen. Die Schuhe erleichtern insbesondere das Sitzen auf dem rechten Fuß, da das Gewicht hauptsächlich auf der verbreiterten Sohle und nicht auf dem Fuß selbst lastet. Zudem stützen die hohen Schuhe das Knöchelgelenk.

Besteht ernsthaftes Interesse, die Kleinkaliber-Disziplinen dauerhaft und als Wettkampfsport zu betreiben, ist die Anschaffung der Schießkleidung sehr zu empfehlen.

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