Kleinkaliber Sportgewehr

Dreistellungskampf – Die Königsdisziplin im Langwaffen-Bereich.

DSB-Sportordnung Regel-Nr. 1.40

kk_spiegel
KK-Spiegel, 50 Meter
  • Distanz: 50 Meter
  • Schusszahl: 3×10/3×20
  • Anschlag: kniend, liegend, stehend
  • Zeit: 90/150 Minuten
  • Gewicht: max. 6,5 kg (D)/max. 8kg (H)
  • Kaliber: .22 lfb

Wer darf die Disziplin schießen?

Die gesetzliches Altersbeschränkung für das Schießen mit Kleinkaliber-Langwaffe liegt bei 14 Jahren. Das entspricht der Jugendklasse im DSB. 

Allerdings ist der Einstieg erst dann Sinnvoll, wenn bereits eine gewisse Routine mit dem Luftgewehr erreicht ist. Die wesentlichen Techniken des Zielens und Abziehens sowie ein gewisses Körpergefühl sind dann bereits ausgebildet.  Das KK-Gewehr ist in der Regel nicht nur schwerer als ein Luftgewehr, sondern auch anders ausbalanciert. Zudem führt ein Verreißen der Schüsse über die längere Distanz zu stärkeren Abweichungen. Und nicht zuletzt ist die KK-Munition zu teuer, um sinnlos verballert werden.

Was macht die Disziplin aus?

Beim Dreistellungskampf wird, wie der Name schon sagt, in allen drei Anschlagsarten geschossen. Je 20 Schuss (bzw. 10 Schuss auf Kreis– und Bezirksebene) werden im knienden, liegenden und stehenden Anschlag abgegeben. Die Zeit für den gesamten Durchgang beträgt 90, bzw. 150 Minuten. Im Wettkampf gibt es zuvor eine 15minütige Vorbereitungszeit, in der auch im knienden Anschlag Probe geschossen wird. Die Probeschüsse für die anderen Anschlagsarten fallen in die Wettkampfzeit.

Je nach Bauart des Schießstandes knien, bzw. liegen die Schützen beim Dreistellungskampf entweder auf Pritschen oder auf Matten am Boden. Bei Ständen mit Scheibenzuganlagen wechselt ein Helfer ihnen die Scheiben, da sie sich während des Durchgangs nicht mehr aus dem Anschlag hinaus bewegen. Mehr noch als beim stehenden kommt es beim knienden und erst recht beim liegenden Anschlag darauf an, die einmal gefundenen Idealposition einzuhalten. Eine Herausforderung ist das besonders beim Knienden Anschlag. Eingeschlafene Beine sind hier vorprogrammiert.

Was für eine Waffe benutzt man?

Kleinkaliber-Sportgewehre sind Einzellader, jeder Schuss muss, anders als bei den bekannten fünfschüssigen Biathlon-Gewehren, einzeln nachgeladen werden. Als „scharfe“ Waffe mit Schwarzpulvermunition sind Kleinkalibergewehre erlaubnispflichtig und nicht frei zu erwerben.

Welche Ausrüstung benötigt man sonst noch?

Unverzichtbar beim Dreistellungskampf ist die Kniendrolle. Sie wird beim Knienden Anschlag unter den Spann des rechten Fußes gelegt und stabilisiert ihn.

Vor allem wegen des Kniend-Anschlags sollte beim Dreistellungskampf auf die komplette Schießmontur zurückgegriffen weren. Die Hose ist an den Knien und am Gesäß mit Polsterung und Anti-Rutsch-Beschichtung versehen. Die Schuhe erleichtern insbesondere das Sitzen auf dem rechten Fuß, da das Gewicht hauptsächlich auf der verbreiterten Sohle und nicht auf dem Fuß selbst lastet. Zudem stützen die hohen Schuhe das Knöchelgelenk.

Besteht ernsthaftes Interesse, die Kleinkaliber-Disziplinen dauerhaft und als Wettkampfsport zu betreiben, ist die Anschaffung der Schießkleidung sehr zu empfehlen.