Luftgewehr

Luftgewehr – Die Einsteigerdisziplin im Langwaffen-Bereich

Luftgewehr-Scheibe
Luftgewehr-Spiegel, 10 Meter

DSB-Sportordnung Regel Nr. 1.10

  • Distanz: 10 Meter
  • Schusszahl: 40 (Probeschüsse beliebig)
  • Anschlag: stehend
  • Zeit: 60 Minuten
  • Gewicht: max. 5,5 kg
  • Länge (ohne Schaft): 85 cm
  • Kaliber: 4,5 mm
  • Größe des Spiegels: 45,5 mm
  • Größe des Zehnerbereichs: 0,5 mm

 

Wer darf die Disziplin schießen?

Die Disziplin Luftgewehr ist für Schüler ab 12 Jahren zugelassen. Für das Training in diesem Alter halten wir spezielle Jugendgewehre breit, die in Gewicht und Länge an die Körperproportioen von Kindern angepasst sind. Schüler schießen auch im Wettkampf nur einen halbe Durchgang (20 Schuss). Erst ab 16 (Juniorenklasse) werden die großen Gewehre verwendet und das volle 40-Schuss-Programm absolviert.

LG 07
Luftgewehr – stehender Anschlag

Wie funktioniert die Disziplin?

In der Grundhaltung des stehenden Anschlags positioniert sich der Schütze im rechten Winkel zum Anschusstisch, die Füße parallel etwas schulterbreit auseinander. Der linke Ellenbogen (bei Linkshändern der rechte) wird in die Hüfte gestemmt, die Hand zur Faust geballt. Das Gewehr ruht auf den Fingerrücken. Das Handgelenk sollte dabei möglichst nicht einknicken, insbesondere nicht nach vorne, um die Sehnen nicht zu überdehnen. Alternativ kann die Hand geöffnet werden, so dass Daumen- und Fingerspitzen das Gewehr tragen. Die Schaftkappe wird hoch in die rechte Schulter gelegt, die rechte Hand umfasst den Griff. Der Kopf wird gegen den Schaft des Gewehres gelehnt und so nah wie möglich an den Diopter herangeführt.

LG 2015-09-28 (13)Das Zielen erfolgt bei allen Gewehrdisziplinen nicht über Kimme und Korn, sondern durch einen Diopter. Zielendes Auge ist das rechte (bei Linkshändern das linke). Um das nicht zielende Auge nicht zu ermüden, bleibt es geöffent und wird von einer an Diopter, Brille, an einem Stirnband oder einer Mütze befestigten Blende verdeckt. Im runden Diopterloch sind der Korntunnel und das Ringkorn am Ende des Laufes als dunkel Ringe zu erkennen. Diese müssen zusammen mit dem schwarzen Kreis auf der Scheibe (Spiegel) zentriert werden.

Was für eine Waffe benutzt man?

Sport-Luftgewehre sind Einzellader. Das heißt, sie haben kein Magazin, jeder Schuss muss einzeln nachgeladen werden.

Diabolo
Diabolo für Luftgewehr und Luftpistole

Verschossen werden Diabolos, abgeflachte Bleigeschosse, die keine Treibladung enthalten. Durch das Spannen wird ein Luftdruck in der Waffe aufgebaut, der beim Auslösen das einzelne Projektil durch den Lauf befördert. Luftgewehre gehören nicht zu den erlaubnispflichtigen Waffen und sind unter der Bedingung der Volljährigkeit frei zu erwerben.

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Sport-Luftgewehr

Welche Ausrüstung benötigt man sonst noch?

Unbedingt sollte ein Schießhandschuh für die Stützhand benutzt werden. Er ist gepolstert, rutschfest und erleichtert einen sicheren Halt des Gewehres. Auch eine Schießjacke sollte Pflicht sein. Sie hat spezielle Anti-Rutsch-Flächen und Polsterungen an Hüfte, Ellenbogen und Schulter, an denen das Gewehr, bzw. der Stützarm anliegen. Beide Ausrüstungsgegenstände sind im Verein vorhanden.

Weiteres Zubehör sind die Schießhose für einen stabileren Stand und Schießschuhe mit fester Schnürung über dem Knöchel und verbreiteterten, flachen Sohlen für eine sicheren Stand und bessere Gewichtsverteilung. Für Brillenträger empfiehlt sich eine Schießbrille. Hier ist eine Anschaffung dann empfehlenswert, wenn die Disziplin langfristig als Wettkampfsport betrieben werden soll, insbesondere wenn auch Interesse an den Kleinkaliber-Gewehrdisziplinen besteht.

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