Olympische Schnellfeuerpistole

Der Name ist Programm

DSB-Sportordnung Regel-Nr. 2.30/2.31

  • Distanz: 25 Meter
  • Schusszahl: 60
  • Anschlag: Stehend
  • Zeit: 2 Durchgänge á 30 Schuss mit
  •           2×5 Schuss in je 8 Sekunden
  •           2×5 Schuss in je 6 Sekunden
  •           2×5 Schuss in je 4 Sekunden
  • Gewicht der Waffe: max. 1,4 kg
  • Länge: max. 22 cm
  • Kaliber: .22 lfb
  • Größe des Spiegels: 500 mm
  • Größe des Zehnerbereichs:  50 mm

Wer darf die Diszilin schießen?

Patrone 22lr
Randfeuer-Patrone Kaliber .22lfb

Jugendliche ab 16 Jahren dürfen Olympische Schnellfeuerpistole schießen. Ein sicheres Beherrschen des Schießvorgangs mit der Pistole, insbesonder das Anvisieren und die korrekte Körperhaltung, sind jedoch unabdingbar, da in den einzelnen Serien für ein langes Zielen oder Haltungskorrekturen keine Zeit bleibt. In der Regel werden diese Fertigkeiten erst nach mehreren Jahren des Trainings mit der Luftpistole und KK-Sportpistole erworben. Für Neueinsteiger ist diese Diziplin nicht geeignet.

 

SpoPi 01
Sportpistolenschütze im Anschlag

Wie funktioniert die Disziplin?

Der Stand und der Zielvorgang entsprechen dem der Disziplin Luftpistole.

Geschossen werden zwei Durchgänge mit je 30 Schuss. Die Schüsse werden in 5er-Serien in schneller Folge auf fünf nebeneinander hängende Scheiben abgegeben. Das heißt, der Schütze muss während der Serie für jeden Schuss den Schusswinkel ändern. Dabei steht für jede Serie nur eine festgeschriebene Zeit zur Verfügung (s.o.). Die Schießzeit der Serien wird durch Drehscheiben vorgegeben.

In einer Vorbereitungszeit von einer (1) Minute lädt der Schütze die Pistole und macht sich startbereit. Auf das Kommando ACHTUNG drehen die Scheiben zu Seite. Während der Schießleiter 3 – 2 – 1 herunter zählt, geht der Schütze in den Anschlag. Mit dem Kommando START dreht sich die Scheibe für die jeweiligen 8, 6 oder 4 Sekunden der Serie nach vorne und nach Ablauf dieser Zeit wieder zur Seite. Schüsse, die nicht auf die Scheibe abgegeben werden konnten, sind ungültig und werden mit 0 gewertet.

Was für eine Waffe benutzt man?

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Kleinkaliber-Sportpistole

In der Olympischen Schnellfeuerpistole kommen kleinkalibrige Sportpistolen zun Einsatz.  Sportpistolen sind mehrschüssige Kurzwaffen. Dies bedeute, dass, anders als bei der Luftpistole, sich mehrer Schuss im Magazin befinden und nicht jeder einzelne Schuss nachgeladen werden muss. Für die Disziplin Olympische Schnellfeuerpistole wird die Waffe für jede Serie einzeln mit fünf Schuss geladen. Dies geschieht auf Kommando und unter Aufsicht der Schießleiter. Nach dem Schießen ist die Waffe ebenfalls auf Kommando zu entladen, bzw. das Magazin zu entnehmen. Das Ablegen geladener Waffen führt zur Disqualifikation.

Verschossen wird Kleinkaliber-Munition, die mit einer Treibladung versehen ist, so dass durch den Druck der Verbennungsgase das Projektil durch den Lauf befördert wird. Als solche „scharfe“ Waffen  sind Sportpistolen wie auch die zugehörige Kleinkaliber-Munition erlaubnispflichtig und nicht frei verkäuflich.

Welche Ausrüstung benötigt man sonst noch?

Für Brillenträger ist eine Schießbrille empfehlenswert. Schießschuhe mit verbreiterten, flachen Sohlen sorgen für eine bessere Gewichtsverteilung und einen sichereren Stand. Zu beachten ist dabei, dass Schuhe, die über die Knöchel reichen, nicht erlaubt sind.

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