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Aus 4 mach 13

Mit Luftgewehr, KK Sportgewehr Dreistellungskampf, KK Auflage, KK 50m sowie der Sportpistole und der Standardpistole stand am 10. und 11.11. das erste große Wettkampfwochenende der Kreismeisterschaften 2019 an. Elf Kreismeistertitel zählte der Schießsport im Duisburger Westen, wobei allein neun davon auf das Konto des BSV Rheinhausen-Bergheim gehen.

Grund für diesen
Erfolg ist nicht nur die große Bandbreite an Disziplinen im Sportprogramm der
Rheinhauser, sondern auch die weit gefächerte Altersstruktur im Verein. So
hatte der BSV als einziger Westverein überhaupt Nachwuchsschützen im Feld.

Finia Hirche holte den
Titel im Luftgewehr der Schüler (w) mit 118 Ringen und damit genau einem Ring
mehr als ihr männlicher Gegenpart Cedric Beyer vom SV Moers Hülsdonk. Mit einem
Ergebnis von 344 wurde Nachwuchstalent Nicolas Niedworok in der Jugendklasse nicht
nur mit Abstand Kreismeister, sondern hätte sogar bei den Herren schon mithalten
können. Platz drei ging bei den Jugenlichen außerdem an Vereinskollegen
Till-Luca Trollmann (281). Zum ersten Mal nach einigen Jahren konnte Daniela
Breuer auch in der Damenklasse I wieder den Titel nach Rheinhausen holen, mit
glatten 260 nur zwei Ringe vor der Rheudterin Christina Fiscor. Platz drei ging
mit Céline Eggenberger (306) ebenfalls an den BSV.

Zwei weitere Schritte
zur Vervollständigen ihrer diesjährigen Titelsammlung tat die langjährige
Gewehrschützin in den Disziplinen Kleinkaliber Dreistellungskampf und erstmals KK
50 Meter. Mit 262 Ringen setzte Daniela Breuer sich deutlich von Birgit Hanßen
(230) und Sebastian Bunde (218) ab. Allein, da jeder in einer andere Klasse
antrat, war auch den beiden Vinnern ihr jeweiliger Titel sicher. Im 50 Meter
als Dame der Herrenklasse zugeordnet, entpuppte sich der einzige vermeintliche
Konkurrent als Auflage-Schütze, von seinem Verein in der falschen Disziplin
gemeldet.

Im Gewehrbereich stellten die Westvereine ihr größtes Aufgebot im KK Auflage der Seniorenklassen. Auch hier waren es die Rheinhauser, die die Titel einsammelten, zumeist Starter aus Rheurdt und Asberg auf die zweiten Plätze verweisend: Sascha Hirche (Herren II, 284,3), Markus Wolfgarten (Senioren I, 287,8), Monika Breuer (Seniorinnen II, 290,5). Mit dem zweiten Platz mussten sich Harald Breuer (Senioren II, 296,9), hinter dem Rheurdter Wilfried Nohner mit dem kuriosen Ergebnis von 299,9, und Rolf Kroniger (Senioren IV, 287,8) zufrieden geben. Die erste Mannschaft des BSV aus Breuer, Breuer und Wolfgarten gelangte damit auf Platz 2 hinter Rheurdt.

Als stärker von
Moerser Vereinen dominiert erwiesen sich an diesem Wochenende die
Pistolen-Disziplinen, gleichwohl mit dem ASV Kaldenhausen und den Bergheimer Sportschützen
zwei ausgewiesene Pistolenvereine aus dem Westen am Start waren.

Den Mannschaftstitel in der Sportpistole Herren I holte sich der ASV Kaldenhausen mit 727 Ringen, die Mannschaft des BSV Rheinhausen-Bergheim folgten erste auf Platz 5. Als bester Einzelschütze aus diesen Reihen erwies sich jedoch der BSVler Volker Tiedtke mit 258 Ringen, auf Platz zwei hinter Maximilan Melles (273) von den Polizei-Sportschützen Moers und vor dem Bergheimer Gunnar Jobst (253). Noch einen drauf für den BSV setzte Adam Jemiola, der bei den Herren III mit 272 Kreismeister wurde.

Titeljagd setzt sich fort

Die Zielfernrohr-Auflage-Disziplinen entwickeln sich in den ersten beiden Wochenenden  der Kreismeisterschaften zum Titelgaranten für die Sportschützen des BSV Rheinhausen-Bergheim 1925 e.V.

Nach dem erfolgreichen Start am vergangenen Samstag mit zwei Titeln im KK 100m Auflage und am Sonntag mit einem in KK 100m Freihand liegen nun auch die Ergebnisse über 100m Zielfernrohr Auflage vom Sonntag vor. Alle BSV-Starter holten in ihren Altersklassen den Titel.

An diesem Samstag, 12.11., ging es nun weiter mit dem Zielfernrohr, diesmal über 50m in Moers-Kapellen. Gleich in der ersten Lage legten die BSV-Schützen Harald und Monika Breuer, Rolf Kroniger und Ingo Meskendahl vor. Ebenso wie über 100 Meter sicherte sich Monika Breuer mit 278,4 Ringen den Titel vor Siglinde Ohl von Moers-Hülsdonk (231,1). Harald Breuer und Ingo Meskendahl belegten  mit 295,2 und 294,0 Platz 2 und 3 hinter Paul Lütkehans von den Sportschürten Rheurdt, der mit  300,1 Ringen Kreismeister wurde. Einzig Rolf Kroniger musste noch die zweite Lage abwarten, ehe mit 292,1 Ringen auch sein Titel feststand.

Für Unmut hatte zwischenzeitlich die neue Regelung gesorgt, dass die Ergebnisse in Zehntelringen ausgewertet werden müssen, wodurch bei 30 Schuss auch Ergebnisse über 300 möglich sind. Wo keine elektronischen Anlagen zur Verfügung stehen, werten spezielle Scanner die Schießscheiben aus. Damit diese einwandfreie Ergebnisse liefern, war es jedoch notwendig, jeweils nur einen Schuss pro Scheibe abzugeben, anstatt wie gewohnt zwei. Für einige Schützen ließ dies die vorgegebene Schießzeit knapp werden.

Noch vor den Auflage-Schützen gingen am Samstagmorgen außerdem die Starter im Kleinkaliber Dreistellungskampf an den Start. Diese olympische Gewehrdisziplin erfährt leider in jüngerer Zeit eine starke Rückläufigkeit. BSV-Schützin Daniela Breuer war eine von dreien, die im Kreis Moers dieser anspruchsvollen Disziplin die Stange halten und hatte mit 260 Ringen den Titel sicher.

Das kommende Wochenende ist für den BSV nun zunächst Wettkampfpause, bevor das Henri-Guidet-Zentrum in Moers-Kapellen sich am 26. und 27.11. zu einem wahren Schießsport-Zentrum verwandelt, wenn die Wettbewerbe in Luftgewehr, Luftpistole, Sportpistole, Kleinkaliber Sportgewehr Liegendkampf und Unterhebelrepertierer ausgetragen werden.

Kreismeisterschaft 2016

Das neue Jahr begann, aus sportlicher Sicht, für den BSV Rheinhausen-Bergheim 1925 e.V. bereits Ende November, nämlich mit den Kreismeisterschaften 2016 des Kreises 031 Moers. Bis kurz vor der Weihnachtspause traten diesmal 18 BSV-Schützen in 13 Disziplinen in 33 Wettbewerben an und holten insgesamt acht Kreismeistertitel, neun zweite und elf dritte Plätze, sowie elf weitere Platzierungen unter den ersten zehn.

Den Anfang machten wie immer die Kleinkalibergewehr-Disziplinen über 100 Meter, die, da es im gesamten Kreis nur in Rheurdt eine einzige Schießbahn über diese Distanz gibt, gewissermaßen auswärts im linksrheinischen Voerde-Holthausen ausgetragen wurden. Hier fielen auch gleich die ersten Titel für den BSV an. Kreismeister wurden Daniela Breuer (100m freihand, Damenklasse) und Ingo Meskendahl (100m Auflage, Herren-Altersklasse). Den zweiten Platz bei den Altersdamen im KKa 100m holte Cornelia Möller, Rolf Kroniger bei den Senioren B Platz 3. Nur für den 4., bzw. 5. Platz reichte es für Monika und Harald Breuer bei den Seniorinne, bzw. Senioren A. Das machten sie aber wett mit jeweils dem zweiten Platz im 100m Zielfernrohr Auflage.

Auch in den weiteren Auflage-Disziplinen mit dem KK-Gewehr (KKa) über 50 Meter und dem Luftgewehr (LGa) über 10 Meter konnten die BSV-Schützen abräumen. Im KKa Zielfernrohr wurde Harald Breuer mit 287 Ringen Kreismeister, Monika Breuer und Rolf Kroniger jeweils zweite.

Die dritten Plätze geradezu abonniert hatten die BSV-Schützen hingegen im KKa (ohne Zielfernrohr) und LGa: Im KKa Harald und Monika Breuer und Connie Möller im Einzel, wie auch die Senioren-A-Mannschaft, im LGa Ingo Meskendahl und ebenfalls Monika und Harald Breuer sowie die Senioren-A-Mannschaft. Umso mehr stach die neu zusammengestellte Altersherren-Mannschaft aus Thomas Möller, Ingo Meskendahl und Markus Wolfgarten heraus, die den ersten Platz holte.

Zum wahren Großkampfwochenende geriet jedoch das letzte Novemberwochenende. Hier fielen die Entscheidungen in den Kerndisziplinen Luftgewehr, KK Olympic Match, Luftpistole und Sportpistole, sowie im Unterhebelrepertierer.

Krankheitsgeschwächt gingen die Pistolenschützen an den Start. Die Leistungsträger in der Luftpistole Martin Breuer (Herren) und Jessica Anoune (Damen) fielen aus. Stattdessen sorgte jedoch BSV-Neuzugang Nikola Petrov für zwei zweite Plätze in der Luftpistole und der Sportpistole.

Besondere Freude rief auch der Kreismeistertitel des BSV-Nachwuchsschützen Justin Lisson im Luftgewehr bei den Schülern hervor. Daniela Breuer holte in dieser Disziplin in der Damenklasse den zweiten, im Olympic Match den ersten Platz. Für eine Überraschung sorgte schließlich Marc Rocke bei seiner ersten Kreismeisterschaft im Unterhebelrepertierer, der mit 318 Ringe vor Teamkollegin Daniela Breuer Platz 3 holte.

Wenn die Karten neu gemischt werden

Braucht es eine Geschlechtertrennung im Sport? Sicherlich existieren Sportarten, bei denen sie sinnvoll ist. Für ihren Sport hatten die Sportschüzten des BSV Rheinhausen-Bergheim 1925 e.V. sich auf ihrer letzten Jahreshauptversammlung jedoch entschieden, auf Vereinsebene nicht mehr zwischen Damen un Herren zu unterscheiden. Bei der diesjährigen Vereinsmeisterschaft wurde diese Neurung jetzt erstmals wettkampfmäßig in die Praxis umgesetzt. Herren und Damen traten innerhalb ihrer Altersklassen gemeinsam an. Vor dem Hintergrund, dass es nach wie vor, hauptsächlich in der Brauchtums-Sparte, Vereine gibt, in denen Frauen überhaupt nicht mitschieße dürfen, gleich ein doppeltes Novum.

In der sportlichen Leistungsfähigkeit stehen die Damen den Herren jedenfalls in nichts nach, wie sich bei der nun beendeten Vereinsmeisterschaft 2015 herausgestellt hat. Im Gegenteil, manche bislang fast schon als selbstverständlich geltenden Platzierungen wurden durch die weiblichen Schützen in Frage gestellt.

Besonders deutlich zeigte sich dies in der Disziplin Luftpistole. Der Titelkampf zwischen dem wiederholten Herren-Vereinsmeister Martin Breuer und der bisher konkurrenzlosen Dame Jessica Anoune entschied sich mit nur einem Ring, mit 354 gegen 353 verteidgte Breuer seinen Titel so knapp wie es nur ging. Als drittplatzierter folgte Isa Çoktaş in weitem Abstand mit 252 Ringen. In der Alterklasse hingegen setzte Cornelia Möller sich mit 325 klar von den Herren ab.

Eine ausgeglicheneres Bild aus Damen und Herren ergab sich in den stärker besetzten Langwaffen-Disziplinen. Auch beim KK-Sportgehwehr Auflagen (KKa) ließ Connie Möller in der Altersklasse die männliche Konkurrenz mit 285 Ringen hinter sich, während in der Seniorenklasse die Herren die ersten drei Plätze  (Harald Breuer 286, Rolf Kroniger 285, Klauspeter Hennes 282) unter sich ausmachen. Anders beim KK Zielfernrohr Auflage (KKa ZF) und Lufgewehr Auflage (LGa) wo Monika Breuer sich bei den Senioren jeweils den dritten Platz sicherte. Im LGa erreichte der neue Senioren-Vereinsmeister Rolf Kroniger diesmal sogar die maximal mögliche Ringzahl von 300 – 30 mal traf er die nur 0,5mm große 10.

Wenig Veränderungen gab es hingegen in den Freihand-Disziplinen und im Jugendbereich. Im Luftgewehr (LG) wie auch im Unterhebelrepertierer lag Daniela Breuer mit 374, bzw. 324 weit vor Neueinsteiger Marc Rocke (283, bzw. 258). Für die anspuchvollen KK-Disziplinen 60 Schuss liegend und Dreistellungskampf fanden sich außer Daniela Breuer und Udo Kastner (Senioren) erneut keine Titelanwärter. Im LG der Junioren überraschte jedoch Pistolen-Nachwuchsschütze Justin Woyna aus dem Stegreif mit 273 Ringen und holte sich zusätzlich zu den Vereinsmeistertiteln in der Luftpistole und der Kleinkaliber-Sportpistole auch noch den dritten Platz im LG hinter Leon Meskendahl (302) und Norman Hotze (273). Seine erste Vereinsmeisterschaft bestritt schließlich Jungschütze Justin Jesse Lisson in der Schülerklasse (LG Halbprogramm mit 20 Schuss) mit 85 Ringen.

Sämtliche Ergebniss der Vereinsmeisterschaft 2015 hier.

LVM 2014 – Dortmund, 01.06.2014

Während für Brauchtumsschützen und Schützenbruderschaften nun mit den Schützenfesten die Höhepunkte des Jahres anstehen, stecken die Sportschützen des BSV Rheinhausen-Bergheim 1925 e.V. mitten in den Landesverbandsmeisterschaften des Rheinischen Schützenbundes (RSB).

Den Anfang machten bereits am 29.05., 01.06. und 07.06. die Wettkämpfe in den Disziplinen Kleinkaliber-Sportgewehr Liegendkampf (Olymp. Match), Luftgewehr (LG) und Kleinkaliber Sportgewehr (KK 3×20). In allen drei Disziplinen hatte sich Daniela Breuer in der Damenklasse qualifiziert.

Ausgetragen wurden die Gewehr-Wettkämpfe im hochmodernen Landesleistungszentrum des Westfälischen(!) Schützenbundes in Dortmund – ein komplex aus Sporthallen, der allein für den Schießsport ausgelegt sind. In der Haupthalle reihen sich über ein Länge von 50 Metern links und recht insgesamt über 100 10-Meter-Bahnen aneinander. Umgebaut, lassen sich über die Gesamtbreite von mehr als 30 Metern 28 50-Meter-Bahnen einrichten.

Geschossen wird dabei nicht mehr auf Pappscheiben, die vom Schützen mittels Seilzug (Scheibenzuganlage) herangeholt und ausgewechselt werden müssen, sondern auf digitalen Anlagen, die die Treffer mittels akustischer Ortung präzise erfassen, dem Schützen auf einem Bildschirm anzeigen und sofort die Ringe mitzählen. So steht jedem Starter sofort nach Beendigung des Durchgangs sein Ergebnis zur Verfügung. (Die Auswertung während des Schießens zu verfolgen ist allerdings wenig empfehlenswert.)

Allein die Größe der Anlage, die Atmosphäre in der Halle und die Zahl der Teilnehmer, die gleichzeitig an den Start gehen, lassen ein, man mag schon fast sagen olympisches Gefühl aufkommen. Denn wann sonst hat ein Hobbysportler die Gelegenheit, gemeinsam (von einem „gegen“ kann bei derartigen Leistungsunterschieden kaum eine Rede sein) mit Olympia-Teilnehmerinnen wie Jessica Mager vom Post SV Düsseldorf, der alten und neuen Landesmeisterin im LG, oder die Weltcup-Schützinnen des SC Tell Schmalbroich an den Start zu gehen. Bei solcher Konkurrenz zählt um so mehr die persönliche Leistung, und die war für BSV-Starterin Daniela Breuer insbesondere im Liegenkampf mit 562 Ringen sehr zufriedenstellend.

Einziger Wermutstropfen: Die 50-Meter-Bahnen sind darauf ausgelegt, den liegenden und knieeden Anschlag vom Boden aus zu schießen. Entsprechend niedrig sind die Ziele Scheiben angebracht. Was für diese Anschlagsarten sehr angenehm ist, bedeutet für den stehenden Anschlag, leicht abwärst schießen zu müssen – ungemein schwierig, wenn sonst Trainig und auch sämtliche Wettkämpfe auf Ständen mit auf den stehenden Anschlag ausgerichteten Scheibenhöhen stattfinden. Die eigenen Möglichkeiten wegen äußerlicher Gegebenheiten nicht voll abrufen zu können, ist auch im Sportschießen unerfreulich.


Dreistellungskampf wird zum Kampf mit der neuen Sportordnung

 Am ersten Wettkampftag der Kreismeisterschaften 2014 haben die Sportschützen des BSV Rheinhausen-Bergheim 1925 e.V. die ersten Titel eingeholt. Zu einem Kampf etwas anderen Art geriet dabei der Wettbewerb in der Disziplin Kleinkaliber Sportgewehr, auch Dreistellungskampf genannt, da hier in den drei Anschlagsarten Liegend, Stehend und Kniend geschossen wird.

Wegen des Wechsels der Körperhaltungen, die jedes Mal ein neues Einschießen erfordern, gilt der Dreistellungskampf als Königsdisziplin der Langwaffen-Disziplinen. Leider sind die Teilnehmerzahlen im Kreis Moers seit Jahren Rückläufig. Gerade einmal eine Dame, zwei Altersdamen und ein Senior wagten sich in dieses Jahr an die anspruchsvolle Disziplin. Und hatten diesmal nicht nur miteinander und gegen sich selbst zu Kämpfen, sondern auch mit den Änderungen, die der Deutsche Schützenbund als Angleichung an das internationale Reglement für diese Disziplin vorgenommen hatte. So wurde zum einen die Reihenfolge der Anschlagsarten geändert und der kniende Durchgang an die erste Stelle gerückt. Insofern eine Schwierigkeit, als dass der kniende Anschlag der am wenigsten routinierte (und wegen der unbequemen Körperhaltung weitgehend auch unbeliebteste) ist, während Stehend die Standardhaltung und Liegend in der Disziplin Olympic Match (60 Schuss liegend) ausgiebig trainiert wird. So müssen die Schützen sich nun in diesem ungleich schwierigeren Anschlag auf die örtlichen Licht- und Scheibenhöhen-Verhältnisse einschießen.

Mehr als dies sorgte jedoch eine andere Änderung für Ratlosigkeit. Bisher nahmen die Schützen in einer 15minütigen Vorbereitungszeit ihren Stand und die richtige Körperhaltung ein. Erst auf Anweisung der Aufsicht wurden die Gewehre ausgepackt, die Probeschüsse erfolgten nach dem Kommando START innerhalb der durch die Regeln vorgegebenen Schießzeit.

Nun sollen die Probeschüsse in der Vorbereitungszeit erfolgen, die eigentliche Schießzeit wurde verkürzt. Was bei allen anderen Disziplinen funktionieren mag, warf im Dreistellungskampf eine Frage auf, die auch eine intensive Konsultation der neuen Sportordnung des DSB nicht beantworten könnte: Wie sind Vorbereitungs- und Umbauzeit sowie Probeschüssen beim Wechsels der Anschlagsarten beim KK-Sportgewehr zu handhaben sein? Sollen die 15 Minuten aufgeteilt werden, also je 5 Minuten für Umbau UND Probeschüsse vor jeder Anschlagsart? Insbesondere für den Wechsel zum liegenden Anschlag kaum realisierbar. Gelten die 15 Minuten nur für die Zeit VOR den Wertungsschüssen? Und wie dann weiter? So geriet die Kreismeisterschaft in diesem Punkt zum Experimentierfeld, was die teilnehmenden Schützen und Schützinnen glücklicherweise mit Humor wegsteckten. Und der erwartungsvollen Frage, wie diese Regelunklarheit bei der Bezirksmeisterschaft gehandhabt werden möge.

So gerieten die Ergebnisse, auch angesichts der überschaubaren Teilnehmerzahl, beinahe zur Nebensache. Tagesbeste war Daniela Breuer vom BSV mit 82 Ringen in Kniend, 93 in Liegend und 82 in Stehend (insgesamt 287), diesmal erstmals alleine in der Damenklasse, nachdem die bisher einzige Konkurrentin in diesem Jahr in die Damen-Altersklasse wechselte. Ebenfalls außer Konkurrenz blieb Udo Kastner als Senior B mit 239 Ringen.

Ebenfalls am Samstag waren Monika Breuer und Rolf Kroniger in der Disziplin Kleinkalibergewehr 50 Meter Zielfernrohr gestartet. Monika Breuer als einzige Seniorin A wurde mit 271 Ringen Kreismeisterin. Rolf Kroniger, dieses Jahr erstmalig in der Klasse Senioren B, sicherte sich mit 279 Ringen den zweiten Platz in seiner Altersklasse. Harald Breuer (Senioren A) als dritter im Bunde konnte diesmal nur zur Qualifikation starten.