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LVM Luftgewehr Auflage – Da sollte mehr gehen

Dass es im Nachwuchsbereich im Duisburger Schießsport eher bescheiden zugeht, hatte die diesjährige Landesverbandsmeisterschaft des Rheinischen Schützenbundes bereits gezeigt. Durch sämtliche Altersklassen waren in den Nachwuchsdisziplinen Luftgewehr und Luftpistole nur zwei Jugendliche an den Start gegangen – aus insgesamt immerhin 38 Duisburger Schützenvereinen und Schießsportabteilungen.

Nun trafen sich am 11., 12. und 13.05. die Herren und Damen II (41-50), Senioren I m/w (51-60), Senioren II m/w (61-70) und Senioren III (71-80) zum Luftgewehr Auflage (LGa) im Sportpark Am Herbertskaul in Frechen. Doch wer die Vermutung hegte, dass angesichts des demografischen Wandels hier mehr Teilnehmer zu erwarten wären, wurde eines besseren belehrt. Nur vier Duisburger Vereine hatten Teilnehmer zur Landesmeisterschaft geschickt: Neben dem BSV Rheinhausen-Bergheim, die St. Sebastianus Schützenbruderschaft vom 1420, der BSV Wedau und der SV Neuenkamp.

Für den BSV Rheinhausen-Bergheim gingen Markus Wolfgarten bei den Herren II und Monika und Harald Breuer bei den Senioren II an den Start. Vereinskollege Ingo Meskendahl musste aus gesundheitlichen Gründen passen, weswegen auch die Mannschaft nicht zustande kam. Mit ihren Einzelergebnissen waren die BSVler nicht desto trotzt weitgehend zufrieden.

Bei 66 Startern bei den Herren II platzierte sich Markus Wolfgarten mit 304,6 Ringen auf Platz 39 im Mittelfeld. Der einzige weitere Duisburger in dieser Klasse, Oliver Kosboth von den St. Sebastianern 1420 erreichte mit 294,2 Platz 61. Als Ersatz für die weggefallene Altersklasse ist für die Herren II nach der Landesverbandsmeiserschaft Schluss, die Deutschen Meisterschaften im LGa richtet der DSB nur in den Seniorenklassen aus.

Stärker besetzt war dagegen, wie zu erwarten, das Starterfeld in den Seniorenklassen.

291 Einzelstarts allein bei den Senioren I (m) bzw. 150 bei den Senioren I (w) und 129 Mannschaften bestehend aus Senioren I und II (m/w). Doch auch hier fiel die Duisburger Beteiligung eher schmal aus. Joachim Kranhold und Detlev Lazar von den 1420ern kamen hier mit 312,5 und 309,4 auf Platz 48 und 112. Bei den Damen landete Birgit Starnberg von Wedau mit 300,1 auf Platz 112. Die Mannschaften der 1420er erreichten Platz 43 und 85, die Wedauer 127.

159 Starter zählten die Senioren II (m), 52 die Senioren II (w). Hier war auch der BSV Rheinhausen-Bergheim wieder vertreten. Mit 305, 1 landete Harald Breuer auf Platz 108 und platzierte sich aus Duisburger Sicht in der Mitte. Vor ihm lagen Hans-Peter Filbrandt (313,7, Platz 14) und Dieter Horstkamp (310,4, Platz 39) von den 1420ern), hinter ihm der Wedauer Walter Wolfgang (303,8, Platz 122) und der St. Sebastianer Erwin Adams (298,5, Platz 151).
Ein ähnliches Bild zeigte sich bei den Damen. 299,4 Ringe brachten Monika Breuer auf Platz 42. Elke Momber von den St. Sebastianer erreichte Platz 22 (305,7), Monika Mai vom BSV Wedau mit 290,0 Platz 48.

Unter den 172 Senioren III (m) schließlich waren drei Duisburger zu finden: Josef Kasper vom SV Neuenkampf mit 302,6 auf Platz 112 und die St. Sebastianer Notker Neilson und Jochen Herzog mit 302,1 und 294,0 auf Platz 115 und 163.

LVM Luftpistole – Zwei Bergheimer landen im Mittelfeld

Nachdem das Landesleistungszentrum des Westfälischen Schützenbundes im Dortmund fest in Jugendhand war, stand nun die Landesmeisterschaft in der Disziplin Luftpistole an. Für den BSV Rheinhausen-Bergheim hatten sich in der Klasse Herren II Volker Tiedtke und SH 1/AB 1 (Körperbehinderte sitzend/im Rollstuhl) Ingo Meskendahl qualifiziert, zusammen mit drei weiteren Sportschützen aus Duisburger Vereinen.

49 Herren der Altersklasse 41-50 aus dem Verbandsgebiet von Emmerich bis Idar-Oberstein waren am Sonntag in Dortmund am Start. Mit 378 Ringen ging der Landesmeister-Titel in diesem Jahr nach Brühl. Mit nur vier Ringen Abstand zueinander landeten lagen drei der vier Duisburger Herren im oberen Mittelfeld. Volker Tiedtke erreichte mit 357 Ringen den 19. Platz. Dabei war er punktgleich mit Sascha Brettmann vom BSV Aldenrade-Fahrn. Doch mit 90 gegenüber 84 Ringen in der letzten Serie reihte der Starter aus dem Kreis/Bezirk 012 Dinslaken sich auf Platz 18 ein. Bester Duisburger in der Klasse Herren II allerdings wurde ein alter Bekannter des Rheinhauser BSV aus dem linksrheinische Moerser Kreis: Gunnar Jobst von den Bergheimer Sportschützen setzte sich mit 361 auf Platz 11 ab. Einziger „echter“ Duisburger landete Marius Peter Martynko von den Sportschützen des PSV Duisburg mit 330 auf Platz 42.

Geradezu überschaubar zeigte sich dagegen die Klasse SH1/AB 1. Gerade einmal zwei Schützen waren hier am Start. Der erste Platz ging mit 346 Ringen an Georg Rheinhold vom Sportschützenclub Hubertus Haag aus dem Hunsrück. Mit 305 Ringen landete BSV-Schütze Ingo Meskendahl folgerichtig auf Platz 2. Viel mehr als das Ergebnis zeigt sich hier jedoch, welche Möglichkeiten der Inklusion im Sportschießen in weiten Teilen noch ungenutzt sind. Der BSV Rheinhausen-Bergheim hat sich, ermöglicht durch die weitestgehend rollstuhlgerechten Anlagen an der Krefelder Straße, zum Ziel gesetzt, den Rollstuhlsport Sportschießen weiter bekannt zu machen, so dass bei künftigen Landesmeisterschaften hoffentlich mehr als nur zwei Teilnehmer antreten.

LVM Luftgewehr und Luftpistole – Duisburgs einzige Nachwuchschützen bei der Landesmeisterschaft

Gerade einmal vier Wochen liegt der letzte Wettkampftag der Bezirksmeisterschaften im Bezirk Linker Niederrhein zurück. Doch für die Sportschützen des BSV Rheinhausen Bergheim geht der Meisterschaftsreigen fast nahtlos weiter. Am 21.04. eröffneten die Schüler-, Jugend- und Juniorenklassen im Landesleistungszentrum des Westfälischen Schützenbundes in Dortmund die diesjährigen Landesverbandsmeisterschaften. Technische Probleme seitens des Landesverbandes verzögerte aber die Veröffentlichung der Ergebnisse bis jetzt.

Für den BSV Rheinhausen-Bergheim war Nicolas Niedworok in der Schülerklasse am Start – als einziger Nachwuchsschütze mit dem Luftgewehr aus Duisburg. In Begleitung von Sportkollege Kilian John und Betreuer Udo Knieper trat er zum ersten Mal die Fahrt nach Dortmund an.

In der hochmodernen Sportanlage erwartete die Jungschützen das ganz große Programm: Mehr als 100 10-Meter-Stände längs der Hallenwände aufgebaut, im breiten Mittelgang dazwischen ein Publikum aus Betreuern, Begleitern, Familienangehörigen und Startern der nächsten Lagen – kein Vergleich zum kleinen, abgeschlossen 8-Bahnen-Schießstand in der heimischen Sporthalle an der Krefelder Straße. Zudem wurde auf elektronische Anlagen geschossen, die jeden Treffer sofort auf einem Bildschirm anzeigen und das Gesamtergebnis kontinuierlich mitrechnen. Das kann eine zusätzliche Herausforderung für den Schützen sein, zum einen zu schnell zu schießen und aus dem Rhythmus zu kommen, zum anderen sich vor allem gegen Ende des Durchgangs zusätzlich mental unter Druck zu setzen und sein Ergebnis noch pushen zu wollen – beides im Hochkonzentrationssport kontraproduktiv.

Doch der junge Rheinhauser war gut vorbereitet. Mit 167 Ringen nach 20 Schuss (Halbprogramm für Schüler, max. 200 Ringe möglich) lieferte er ein Ergebnis ab, dass voll in seiner Trainingsleistung lag. Nach Ende seines Durchgangs am frühen Nachmittag lag er in der Gesamtwertung der Schüler auf Platz acht. Am Ende sollten nur noch drei weitere Jungschützen ein höheres Ergebnis schießen. Im Starterfeld von 50 Teilnehmern erreichte Nicolas Niedworok den elften Platz.

Als zweiter Duisburger war außerdem Paul Georg Baaske von der Schießsportabteilung des PSV Duisburg am Start. In der Klasse Junioren I erreichte er mit der Luftpistole mit 330 Ringen (40 Schuss, max.400 Ringe möglich) den 10. Platz in einem Teilnehmerfeld von 15 Schützen.

Vier Titel und viele Krankheitsausfälle

Eine gemischte Bilanz kann der BSV Rheinhausen-Bergheim nach dem Ende der diesjährigen Bezirksmeisterschaft im Bezirk Linker Niederrhein ziehen. Die in diesem Jahr ungewöhnlich lange und heftige Grippesaison ausgerechnet im März forderte auch bei den Sportschützen Tribut und verursachte zahlreiche Ausfälle bei den Wettkämpfen. Zudem hatte es zum ersten Mal überhaupt, vornehmlich in den Senioren-Klassen, eine Qualifikation von der Kreis- zur Bezirksmeisterschaft gegeben – eine Folge der Neuaufteilung der Altersklassen im Deutschen Schützenbund. Von 32 Starts konnten die BSV-Schützen letztendlich nur 20 wahrnehmen.

Zum Totalausfall geriet so die Disziplin Kleinkalibergewehr 100 m Auflage. Auch im KK 50 m Auflage mussten die Haupt-Leistungsträger Monika und Harald Breuer und Ingo Meskendahl passen. Hier hielten immerhin Detlev Frühauf und Alfons Richter (Senioren II) die Fahne hoch. In der Klasse Herren II holte Markus Wolfgarten mit 289,1 Ringen sogar den Bezirksmeister-Titel nach Rheinhausen und sicherte sich die Qualifikation für die Landesmeisterschaft.

Im dicht besetzten Feld im Luftgewehr Auflage waren Markus Wolfgarten (296,5) bei den Herren II, Yvonne Hirche (295,6) bei den Damen II und Monika Breuer (295,2) bei den Seniorinnen II jeweils auf Platz sieben die besten BSV-Schützen. Doch auch für die weiter hinten liegenden Starter reichte es für die Teilnahme an den Landesmeisterschaften.

Auch im Pistolen-Bereich musste der BSV Einbußen hinnehmen. Leistungsträger und Bezirksliga-Gruppenerster in der Luftpistole Martin Breuer musste ebenso passen wie Nachwuchstalent Sydney Neugebauer. Dafür gingen mit Jessica Anoune (Damen II, 343 Ringe) und Ingo Meskendahl in der Klasse SH1/AB1 ohne HM (im Rollstuhl sitzend ohne weitere Hilfsmittel, 292 Ringe) die Bezirksmeister-Titel an den BSV. Volker Tiedtke belegte bei den Herren II den dritten Platz (352), außerdem jeweils den vierten Platz in der 50 m Pistole (Freie Pistole, 204) und der 25 m Pistole (Kleinkaliber Sportpistole, 269). Die Teilnahme der Luftpistolen-Schützen an der Landesmeisterschaft ist damit ebenfalls gesichert. Die Qualifikationszahlen für die Freie Pistole und die Sportpistole stehen indes noch aus.

Den vierten Bezirksmeister-Titel für den BSV schließlich holte Daniela Breuer (Damen I) mit dem KK-Gewehr über 100 m mit 273 Ringen. Nachwuchsschütze Nikolas Niedworok wurde bei seiner ersten Bezirksmeisterschaft in der Schülerklasse mit dem Luftgewehr mit 164 dritter. Auch hier war für beide die Qualifikation für die Landesmeisterschaft kein Thema. Lediglich für Marc Rocke in der Disziplin Unterhebelrepertierer .22 reichte der dritte Platz mit 315 Ringen bei einer Quali-Zahl von 332 nicht aus.

 

Ergebnisse Bezirksmeisterschaft 2018

Ergebnisse unserer Vereinsmitglieder

Gesamtes Ergebnisheft

Qualifikationszahlen für die Landesmeisterschaft liegen zum jetzigen Zeitpunkt erst für 1.10 Luftgewehr und 2.10 Luftpistole vor.

Sobald sie festgelegt sind, veröffentlicht der Rheinische Schützenbund die Qualifikationzahlen auf seiner Homepage.

 

Links vor Rechts

Nach dem Auftakt am 1. Mai mit den Wettbewerben im Luftgewehr und der Luftpistole geht die Landesverbandsmeisterschaft für die Schützen des BSV Rheinhausen Bergheim in die nächste Runde. Am Samstag startete Ingo Meskendahl in der Versehrtenklasse mit der Sportpistole (sitzend) ind Bingen. Monika Breuer hatte sich für das Kleinkaliber Sportgewehr Auflage in der Seniorenklasse qualifiziert und ging am Sonntag in Ratingen an den Start.

Mit Birgit Jung (SV Moers-Asberg),  Sieglinde Ohl (SV Moers-Hülsdonk) und Wolfgang und Wilfried Nohner sowie Bernd Flemming (Rheurdt) war der Kreis Moers wieder einmal gut vertreten. Der Kreis Duisburg (rechtsrheinisch) wurde von Monika Mai von der St. Sebastianus Schützenbrüderschaft Duisburg 1420 repräsentiert. Beim Fernduell der Rheinseiten legte Mai, die eine Lage früher startete, 278 Ringe vor.

Auch Monika Breuer absovierte ihren Durchgang zufriedenstellend – bis auf die letzten vier der 30 Schuss: saubere Treffer an nahezu exakt der gleichen Stelle, jedoch nach unten links aus der Mitte heraus verschoben, zweimal zwei Achter. Dennoch: 279.

Damit lag Breuer nach der dritten von sechs Lagen auf Platz 11, Birgit Jung (283) auf 7, Monika Mai auf 12 und Sieglinde Ohl (245) auf 19. Die Veröffentlichung der abschließeden Ergebnisse durch den Veranstalter Rheinischer Schützenbund stehen indes noch aus.

Gleiches gilt für den Sportpistolen-Wettbewerb. Hier stand Ingo Meskendahl nach seinem Durchgang in der zweiten Lage auf Platz 2.

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1.-Mai-Ausflug der etwas anderen Art

Einen  Ausflug am Ersten Mai der etwas anderen Art unternahmen die Schützen des BSV Rheinhausen-Bergheim 1925 e.V. am vergangenen Sonntag. Ziel war das Landesleistungszentrum des Westfälischen Schützenbundes in Dortmund, Anlass die Teilnahme an der Landesverbansmeisterschaft, für die sich Daniela Breuer im Luftgewehr Damenklasse, Martin Breuer und Nikola Petrov in der Luftpistole Herrenklasse und Connie Möller in der Luftpistole Damen-Altersklasse qualifiziert hatten.

In der großen Schießsporthallen können an die 100 Schützen gleichzeitig an den Start gehen. Außerdem herrscht mit Betreuern und Begleitung der Schützen sowie Teilnehmer aus dem gesamten Rheinland von Emmerich bis Koblenz, die auf den Start ihrere Lage warten, stets ein reger Publikumsverkehrt, zwar in gebührendem Abstand zu den Schießständen, doch nah genug, dass in Dortmund buchstäblich die Atmosphäre einer großen Meisterschaft vorherrscht. Dies macht allein schon die Teilnahme zu einem Erlebnis.

Und auch die Ergebnisse waren bei den BSV-Schützen im Soll-Bereich (Petrov 357, M. Breuer 361, D. Breuer 365) und somit weitgehend zufriedenstellend, zumal bei Nikola Petrov noch vor dem ersten Wertungsschuss der Abzug seiner Luftpistole kaputt ging und er, eine Lage später, mit der Waffe von Vereinkollege Martin Breuer seinen Wettkampf absolvierte.

Eine Titelgewinn indes liegt in weiter Ferne, wenn der Amateursportler grade in den breit aufgestellten Luftdruck-Disziplinen bereits auf Landesverbandsebene gegen mehrfache Deutsche Meister antritt. Um so mehr zählt, grade beim Schießsport, ein der eigenen Leistungsfähigkeit gerecht werdendes Ergebnis.

Nach dem Auftakt in Dortmund absolvieren die BSV-Schützen bis Anfang Juli noch weitere  Meisterschaftswettkämpfe u. a. in den Gewehr-Auflage-Disziplinen, im Kleinkaliber-SPortgewehr und der Sportpistole.

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Sprungbrett zum Land

Manchmal dauert es eben etwas länger, und so diesmal auch bei den Ergebnissen der Bezirksmeisterschaften des Bezirks 03 Linker Niederrhein. Dann kann es schon einmal vorkommen, dass gerade einmal zweieinhalb Wochen nach Veröffentlichung der letzten Diziplinen auch schon die Startbenachrichtigungen für die Landesverbandsmeisterschaften des Rheinischen Schützenbundes eintreffen.

Der BSV-Rheinhausen-Bergheim 1925 e.V. brachte es dabei auf einen Bezirksmeister (Daniela Breuer, KK 100 Meter Damen), zwei Vizemeister (Daniela Breuer, KK Dreistellungskampf Damen und Justin Woyna, Luftpistole Junioren) und drei dritte Plätze (Cornelia Möller, KK 100m Auflage Altersdamen, Harald Breuer, KK 50m Zielfernrohr Auflage Senioren A und Jessica Anoune, Luftpistole Damen).

Für das Weiterkommen allerdings sind nicht die Titel ausschlaggebend. Die Qualifikationszahlen des RSB setzen die Hürde, die nicht jeder Schütze des BSV Rheinhausen-Bergheim überwunden hat. Umso bemerkenswerter der Umstand, dass aus 31 Wettbewerben, an denen die BSV-Schützen beim Bezirk teilgenommen hatten, diesmal 19 Qualifikationen zur Landesmeisterschaft 2015 hervorgegangen sind.

Besonders erfreulich ist vor allem, dass diesmal erstmals zwei Junioren zum Land gehen. Luftpistolen-Schütze Justin Woyna legte mit dem Kreismeistertitel und dem Vize-Bezirksmeister den perfekten Durchlauf hin und tritt auch gleich als am ersten Wettkampftag am 26.04. in Dortmund an, ebenso wie Leon Meskendahl, beim Bezirk Sechster, mit dem Luftgewehr. Bei Kollege Norman Hotze hatte das Bezirks-Ergebnis nicht zur Quali gereicht.

Ebenfalls gleich beim ersten Versuch qualifiziert hat sich die neu zusammengestellte Luftgewehr-Auflage-Mannschaft (LGa) der Senioren A aus Wolfgang Letsch, Monika und Harald Breuer für den Start in Frechen, während Harald Breuer außerdem im Kleinkaliber Sportgewehr Auflage (KKa 50m) und KKa 50m Zielfernrohr, Monika Breuer im Kleinkalibergewehr 100 Meter Auflage (KKa 100m) als Einzelstarter antreten.

In der Altersklasse starte Cornelia Möller gleich in drei Disziplinen, LGa, KKa 50m und LP, Ingo Meskendahl in LGa, und der Kleinkaliber-Sportpistole.

Schon fast obligatorisch gelang, trotz aktuellem Trainingsrückstand, Martin Breuer bei den Herren die Qualifikation in der Luftpistole (LP), ebenso wie Jessica Anoune bei den Damen. Komplettiert wird das Aufgebot des BSV durch Daniela Breuer in den Langwaffendiziplinen Luftgewehr, KK 100m, KK Dreistellungskampf, KK 100 Meter und KK Liegendkampf. Nur beim Unterhebelrepertierer hatte es auch diesmal nicht gereicht.

LVM 2014 – Ratingen, 21.06.2014

Auch am verlängerten Fronleichnams-Wochenende legten die Sportschützen des BSV Rheinhausen-Bergheim 1925 e.V. keine Pause ein. Am Samstag stand für die mehrfache Kreis- und Bezirksmeisterin Cornelia Möller der erste Wettkampf in der Disziplin Kleinkaliber Sportgewehr 50 Meter Auflage (KKa 50m) in der Damen-Altersklasse an. Für vorherigen Sonntag hatte sich Harald Harald Breuer in der gleichen Disziplin bei den Senioren A qualifiziert – der Startplatz stand jedoch in den Sternen.

Nicht ganz so hochtechnologisiert wie im LLZ in Dortmund, jedoch nicht weniger sportlich ging es im Landesleistungsstützpunkt des Rheinischen Schützenbundes im Sportzentrum Ratingen West zu. Im Untergeschoss, quasi unter dem Boden der großen Sporthalle, sind 16 50-Meter-Anlagen eingerichtet und vom Besucher- und Vorbereitungsraum durch schalldichtes Glas getrennt. Zuschauen ist hier also ohne Gehörschutz oder Störung der Schützen möglich. Allerdings verfügt dieser Stand noch über eine konventionelle Scheibenzuganlage, so dass die Treffer auf den hereinkommenden Scheiben von außen nur für einen kurzen Moment in Augenschein genommen werden können, bevor der Schütze die Scheibe auswechselt.

Warten auf die Auswertung

Für die Starter bedeutet dies auch, nach dem Ende des Durchgangs warten zu müssen, bis die Scheiben mittels elektronischer Auswertmaschine und damit nicht mehr, wie noch vor Jahren, vom Augenmaß des Auswerters abhängig, ausgewertet sind. Immerhin, dank einer einheitlichen Software des Verbandes lassen sich die Ergebnisse sofort in die Rangliste des Wettkampfes eingeben. So wusste sich Cornelia Möller nach ihrem Start in der zweiten Lage mit 281 Ringen auf Platz 12, während an der Spitze zu diesem Zeitpunkt noch Ex-BSV-Schützin Angelika Uhlig für den BSV ‚Einigkeit‘ Holthausen mit 290 Ringen stand.

Hinter der Kreiskonkurrenz, vor den Rechtsrheinern

Doch hinter der schlussendlichen Landesmeisterin lag auch sie am Ende um fünf Ringe zurück und verblieb auf Platz 10, während Cornelia Möller auf Platz 33 im Mittelfeld landete – hinter den beiden kreisinternen Konkurrentinnen Birgit Jung vom <i>SV Moers Asberg 01</i> (Platz 16, 288) und Heike Flemming (Platz 14, 289) von den <i>Sportschützen Rheurdt</i>, jedoch vor den beiden einzigen weiteren Starterinnen aus Duisburg, Monika Mai (Platz 49, 275) und Birgit Straberg (Platz 65, 269) vom BSV Duisburg Wedau 1925 e.V.

Qualifikation ja – Startzeit? Mal gucken, ob was frei ist.

Ebenfalls mit 281 Ringen, übrigens nur ein Ring weniger als der bestplazierte Vertreter (Platz 55) des Kreises Moers, Bernd Flemming von den <i>Sportschützen Rheurdt</i>, gelangte Harald Breuer eine Woche zuvor nur auf Platz 61 ins untere Mittelfeld. In wie weit die Umstände des Starts dazu beigetragen haben, mag man spekulieren, war doch ein Antrag auf eine Startzeit am Nachmittag wegen Schichtarbeit bei der Weiterleitung vom Bezirk zum Landesverband verloren gegangen. Und so stand Harald Breuer mit eine offiziellen Startzeit am Vormittag da. Eine Beschwerde beim Landessportleiter ergab die lapidare Antwort, doch einfach vorbei zu kommen, wenn man Glück habe, könnte in einer späten Lage ein Platz frei sein.
So hieß es direkt nach der Frühschicht auf nach Ratingen und auf einen Startplatz hoffen. Jedenfalls keine ideale Vorraussetzungen für einen erfolgreichen Wettkampf.

Offizielle Ergebnisliste LVM 2014

LVM 2014 – Dortmund, 01.06.2014

Während für Brauchtumsschützen und Schützenbruderschaften nun mit den Schützenfesten die Höhepunkte des Jahres anstehen, stecken die Sportschützen des BSV Rheinhausen-Bergheim 1925 e.V. mitten in den Landesverbandsmeisterschaften des Rheinischen Schützenbundes (RSB).

Den Anfang machten bereits am 29.05., 01.06. und 07.06. die Wettkämpfe in den Disziplinen Kleinkaliber-Sportgewehr Liegendkampf (Olymp. Match), Luftgewehr (LG) und Kleinkaliber Sportgewehr (KK 3×20). In allen drei Disziplinen hatte sich Daniela Breuer in der Damenklasse qualifiziert.

Ausgetragen wurden die Gewehr-Wettkämpfe im hochmodernen Landesleistungszentrum des Westfälischen(!) Schützenbundes in Dortmund – ein komplex aus Sporthallen, der allein für den Schießsport ausgelegt sind. In der Haupthalle reihen sich über ein Länge von 50 Metern links und recht insgesamt über 100 10-Meter-Bahnen aneinander. Umgebaut, lassen sich über die Gesamtbreite von mehr als 30 Metern 28 50-Meter-Bahnen einrichten.

Geschossen wird dabei nicht mehr auf Pappscheiben, die vom Schützen mittels Seilzug (Scheibenzuganlage) herangeholt und ausgewechselt werden müssen, sondern auf digitalen Anlagen, die die Treffer mittels akustischer Ortung präzise erfassen, dem Schützen auf einem Bildschirm anzeigen und sofort die Ringe mitzählen. So steht jedem Starter sofort nach Beendigung des Durchgangs sein Ergebnis zur Verfügung. (Die Auswertung während des Schießens zu verfolgen ist allerdings wenig empfehlenswert.)

Allein die Größe der Anlage, die Atmosphäre in der Halle und die Zahl der Teilnehmer, die gleichzeitig an den Start gehen, lassen ein, man mag schon fast sagen olympisches Gefühl aufkommen. Denn wann sonst hat ein Hobbysportler die Gelegenheit, gemeinsam (von einem „gegen“ kann bei derartigen Leistungsunterschieden kaum eine Rede sein) mit Olympia-Teilnehmerinnen wie Jessica Mager vom Post SV Düsseldorf, der alten und neuen Landesmeisterin im LG, oder die Weltcup-Schützinnen des SC Tell Schmalbroich an den Start zu gehen. Bei solcher Konkurrenz zählt um so mehr die persönliche Leistung, und die war für BSV-Starterin Daniela Breuer insbesondere im Liegenkampf mit 562 Ringen sehr zufriedenstellend.

Einziger Wermutstropfen: Die 50-Meter-Bahnen sind darauf ausgelegt, den liegenden und knieeden Anschlag vom Boden aus zu schießen. Entsprechend niedrig sind die Ziele Scheiben angebracht. Was für diese Anschlagsarten sehr angenehm ist, bedeutet für den stehenden Anschlag, leicht abwärst schießen zu müssen – ungemein schwierig, wenn sonst Trainig und auch sämtliche Wettkämpfe auf Ständen mit auf den stehenden Anschlag ausgerichteten Scheibenhöhen stattfinden. Die eigenen Möglichkeiten wegen äußerlicher Gegebenheiten nicht voll abrufen zu können, ist auch im Sportschießen unerfreulich.