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Schießsport in Duisburg – ja, das gibt’s!

Wir haben uns auf die andere Rheinseite gewagt.

Am Samstag, 08.09.2018, war der BSV Rheinhausen-Bergheim mit seinem Infostand bei Duisburg bewegt sich. Die Veranstaltung des Stadtsportbundes gibt Sportvereinen die Möglichkeit, sich gemeinsam auf der Königsstraße in Mitte der Duisburger Innenstadt zu präsentieren. Auf der knapp 500 Meter langen Einkaufsstraße zwischen Forum, City Plais und Kuhtor fanden interessierte Bürger neben Wassersport, Segelfliegern, verschiedenen Kampfsport, Fechten, Rollhockey, Schach, Turnen und vielem mehr zum ersten mal auch den Schießsport.

Der schon vom Rheinhauser Parkfest bewährte Infostand zog die bei bestem Spätsommerwetter zahlreich die durch die City flanierenden Besucher an. Highlight war wie immer die Lichtschießanlage, an der Interessenten selber einmal die Grundlagen des Sports ausprobieren konnten – um festzustellen, dass Schießen garnicht so einfach  und anstrengungsfrei ist, wie es erscheint.

Oftmals kamen die Besucher hier zum ersten Mal mit dem Schießsport in Berührung, hatten vielleicht schon einmal davon gehört, aber bisher keine konkrete Vorstellung. Diese fanden am Stand des BSV ebenso Informationen wie jene, die sich bereits für den Sport interessiert, aber bisher keine Anlaufstelle gefunden hatten.

Parkfestbesucher zeigen reges Interesse am Schießsport

Über ein im Großen und Ganzen zufriedenstellendes Wochenende auf dem Parkfest der SPD in Rheinhausen kann der BSV Rheinhausen-Bergheim zurückblicken. Zum sechsten Mal hatte sich der Schützenverein nun schon an der Veranstaltung beteiligt, um sich dem Publikum vorzustellen und über den Schießsport allgemein und die Angebote des Vereins zu informieren.

Besonders am Samstag war der Zulauf rege. Den sonnigen Nachmittag nutzten offenbar viele Familien mit Kinder für einen Ausflug zu Spielplätzen und Wildgehege im Rheinhauser Volkspark, um dann gleich auch eine Abstecher zum Parkfest machen (oder umgekehrt). Besonders jene kamen an diesem Tag häufig an den Stand, um zu fragen, ob der Nachwuchs – oft erst zehn bis zwölf Jahre alt – einmal schießen dürfe, und es dann gleich selbst auszuprobieren. Mit dem Lichtgewehr am BSV-Stand kein Problem. Gleichzeitigt erkundigten sich die Eltern über den Schießsport im Verein, um dann nicht selten festzustellen, dass das sogar ein Sport für die ganze Familie sein könnte, wenn die Kinder erst einmal das gesetzlich festgelegte Alter von zwölf Jahren erreicht haben. Doch auch die Generation 60+ zeigte Interesse an den Auflage-Disziplinen, die sportliche Betätigung mit weniger Kraftaufwand und umso mehr Ruhe benötigen.

Etwas magerer viel dagegen der Sonntag aus. Zwei heftige Regenschauer am Nachmittag vertrieben zeitweise die Gäste, die die geschlossene Wolkendecke am Vormittag nicht ohnehin schon vom Kommen abgehalten hatte. Dafür stattete nicht nur SPD-Ortsvereinsvorsitzender Dirk Smaczny als Organisationschef des Parkfestes dem BSV-Stand einen Besuch ab und ließ sich den Schießsport genauer erklären, sondern auch OSC-Vorsitzender Jürgen Keusemann, dessen Verein die neue Sportwelt vorstellte, und Rainer Bischoff, MdL und Vorsitzender des Stadtsportbundes, schauten vorbei.

Die Gespräche an beiden Tagen bestätigten einmal mehr die Erfahrung der vergangenen Jahre, dass der Schießsport durchaus auf Interesse stößt – allerdings kaum mit Schützenvereinen in Verbindung gebracht wird. Dieser Begriff ist nach wie vor belegt mit Vorstellungen von Uniformen, Vogelschießen und Schützenfesten. Ebenso überrascht zu hören waren einige, dass es allein in Rheinhausen sieben Schützenvereine gibt. Die Präsentation des BSV als Schießsportverein indes scheint auf dem Parkfest so gelungen zu sein, dass manch ein Besucher am Stand fragte, ob der BSV denn ein Schützenverein sei.

Ein zufriedenstellendes halbes Wochenende

Eigentlich sollte das Parkfest der SPD, wie jedes Jahr, das ganze Wochenende ausfüllen. Zum vierten Mal war der BSV Rheinhausen-Bergheim 1925 e.V. mit seinem Informations- und Ausprobierstand dabei, und nach dem gelungenen Start am Samstag war für den Sonntag eigentlich ein kleines Pokalschießen für die interessierten Gäste geplant. Doch wer oder was auch immer für das Wetter verantwortlich war, war offensichtlich anderer Meinung.

Dennoch können die Schützen auch nach nur einem halben Wochenende eine durchweg positive Bilanz ziehen. Schon vor der offiziellen Eröffnung des Festes strömten gegen 14 Uhr die ersten Besucher in den rheinhauser Volkspark und auch zum Zelt des BSV, das diesmal an einem beschaulichen Rasen-Carré zwischen Crêpe-Stand, Entenangeln, Hüpfburg und Streethandball-Feld und in gebührendem Abstand zum Musikgeschehen auf der Bühne aufgeschlagen worden war – und wie immer vollgepackt mit Anschauungsmaterial, Ausrüstungsgegenständen und Infotafeln, die verdeutlichten, dass Sportschießen mehr ausmacht, als einfach nur mit dem Gewehr auf die Scheibe zu halten.

Wie viel mehr konnten die Besucher auch diesmal wieder am Lichtschießstand in der hinteren Hälfte des Zeltes selbst ausprobieren, und diesmal mit einer Neuerung. Nicht nur funktionierte das lichtempfindliche kleine U12-Lichtgewehr diesmal wetterbedingt und dank der freundlichen Strommitnutzungsmöglichkeit bei den benachbarten Jusos zuverlässig. Zusätzlich hatten befreundete Schützen von der SVGG „Lützow“ 1886 e.V.  aus Essen-Steele nicht nur helfende Hände, sondern auch  ihr selbst konstruiertes Lasergewehr mit voll elektronischer Biathlon-Zielanlage mitgebracht. Dessen Proportionen und Gewicht entsprechen vollständig denen eines echten Sportgewehres, so dass vor allem Erwachsene diesmal einen realistischen Eindruck davon erhalten konnten, worin die Leistung beim Schießsport besteht, wenn es darum ging, mit vier Kilo schwere Gerät freihändig die Biathlon-Scheiben zu treffen.

Neben dem reinen Spaß am Schießen, der vor allem die Kinder für das U12-Lichtgewehr Schlange stehen ließ, entspannen sich auch immer wieder Gespräche, in denen die BSV-Schützen über ihren Sport, die Disziplinen und die teils für Neugierde sorgenden, da ungewöhnlichen Ausrüstung erklärten. Am Ende des Tages konnte das gesetzte Ziel, Präsenz zu zeigen, einen positiven Eindruck zu hinterlassen und über den Schießsport zu informieren, wohl als erreicht angesehen werden, und mehr noch, sollte der eine oder andere Interessent in den folgenden Tagen oder Wochen seinen Weg zum Gästetraining in der Sporthalle an der Krefelder Straße finden.

Fest steht auf jeden Fall, dass der BSV auch im nächsten Jahr wieder gerne die Möglichkeit nutzen wird, sich am Parkfest zu beteiligen.

Der BSV beim Pfarrfest St. Peter

Über großen Zuspruch konnte sich der BSV Rheinhausen-Bergheim freuen, als er  am 15.09.2013 mit seinem Lichtschießstand auf dem Pfarrfest der Rheihauser katholischen Gemeinde St. Peter vertreten war.

Hergestellt wurde der Kontakt durch den Hallenwart der Sporthalle Krefelder Straße, deren Schießstände der BSV an zwei Trainingstagen in der Woche nutzt. Gewüscht wurde ein Schießstand auf dem Gemeindefest, jedoch unter der Bedingung, keine „echten“ Waffe zu benutzen (was, nach den aktuellen waffenrechtlichen Regelungen, ohnehin mit kaum zu stemmenden Auflagen verbunden wäre).

Kein Problem für den BSV, der mit seiner RÖHM-Lichtschießanlage, bestehend aus Laser-Gewehr, lichtempfindlichen Ziel und Punkte auswertemdem Display sowie engagierten Mitgliedern gewissermaßen Gewehr bei Fuß stand. Hatte es auf dem SPD-Parkfest wenige Wochen zuvor noch Probleme mit der Helligkeit gegeben, die das Ziel den Dienst verweigern ließ, konnte sich nun der von Vorstands-Gattin Monika Breuer extra angefertigte, sechs Meter lange schwarze Stofftunnel bei sonnigstem Spätsommerwetter bewähren.

Zwar blieb diesmal das umfangreiche Informations- und Ausstellungsmaterial rund um den Schießsport zuhause, dafür wurde in die Trophäen-Kiste gegriffen. Denn dank des nunmehr verlässlichen Ziels und mit Hilfe eines über zehn Jahre alten, für diesen Zweck jedoch bewährten Laptops konnte diesmal das schon bei mehreren Veranstaltungen angedachte Pokalschießen durchgeführt werden, wie es sich für einen Sport gehziehmt – so gesehen auch dies eine Premiere.

Um so erfreulicher war der rege zuspruch der Festbesucher und groß auch das Interesse an der Technik der Anlage, war den meisten Gästen doch allenfalls das Schießen mit Stahlkugeln aus Federdruck-Gewehren auf der Kirmes bekannt, bei dem das Treffen – schwierig genug – ausreicht, die Schützen aber nicht um Punkt für die genauesten Treffer wetteifern. Lange dauerte es so auch nicht, bis die älteren Generationen von ihren Leistungen berichteten aus einer Zeit, als das Schießen (mit Luftgewehren) noch erlaubt war, aber auch Fragen nach dem „echten“ Sportschießen aufkamen. Der eine oder andere ging daher auch mit dem 8-seitigen Flayer und dem Vorsatz, vielleicht einmal beim Training vorbeizuschauen, einjeder zumindest, so der Anschein, mit der Zufriedenheit, einmal etwas neues ausprobiert zu haben. Nicht zu vergessen natürlich die Gewinner des Pokalschießens, die, jeweils im aufgelegten und im freihändigen Schießen, Pokale und Medallien mit nach Hause nehmen durften.

Gelungene Präsentation auf dem Parkfest

„Das wusste ich noch garnicht.“ In diesem Satz lassen sich viele der Kommentare zusammenfassen, die die Besucher des SPD-Parkfestes in Rheinhausen am Präsentationsstand des B.S.V. Rheinhausen-Bergheim äußerten. Gemeint war die Tatsachen, dass Schießsport, aktuell durch Oympia wieder etwas mehr ins Blickfeld gerückt, in den örtlichen Schützenvereinen betrieben wird. Eine Selbstverständlichkeit, müsste man meinen, denn was wird dort auch sonst getan? Doch viele bringen mit „Schützenverein“ offenbar in erste Linie Schützenkönige, Vogelschießen, Umzug und Schützenfest in Verbindung.

Ganz ohne König, Uniformen und Paraden betreibt der B.S.V. jedoch seit nunmehr 37 Jahren ausschließlich Schießsport nach der Sportordnung des Deutschen Schützenbundes und ist auf den Meisterschaften der Kreis-, Bezirks- und Landesverbänden stets stark vertreten. Schützenfeste dagegen gibt es nicht mehr.

Unter dem Motto „Bei und wird SPORT groß geschrieben“ informierte der Verein über seinen Aktivitäten. Eine Plakatwand zeigte die Vielfalt der angebotenen Disziplinen. Blickfang war ein unbrauchbar gemachtes Match-Luftgewehr. Und auch das selbst Ausprobieren kam nicht zu kurz. Wer den Stand anfänglich für etwas ähnliches wie eine Schießbude hielt, wurde eines besseren belehrt, wenn es darum gingt, mit dem Lichtgewehr freihändig die Biathlon-Scheiben zu treffen. Doch immerhin gab es als Lohn der Mühe auch nicht nur eine Plastikblume, sondern, wie es sich im Sport gehört, Pokale für die Tagesbesten.

Zahlreiche Besucher zeigten sich nicht nur überrascht, ein solches Sportangebot im Stadtteil vorzufinden, sondern auch interessiert an Disziplinen, Trainingszeiten und Trainingsort. Ob nun schlichte Aufklärungsarbeit oder direkte Mitgliederwerbung, in jedem Fall eine wiederholungswürdige Aktion – auch zum Nachmachen für andere Vereine empfohlen, um dem Mitgliederrückgang entgegen zu wirken.