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Weiter vorne mit dabei

Auch nach dem dritten Wochenende der Kreismeisterschaften ist der BSV Rheinhausen-Bergheim weiter auf Erfolgskurs. Am 15.11. standen die olympischen Disziplinen Luftpistole und Kleinkalibergewehr 60 Schuss liegend sowie der Unterhebelrepertierer Kaliber .22 an.

Zwei Kreismeistertitel holten die Luftpistolenschützen nach Rheinhausen. Nachwuchsschütze Sidney Neugebauer belegte mit 299 Ringen Platz 1 bei den Jugendlichen. Jessica Anoune wurde mit 344 Kreismeisterin der Damen II.

Erst im letzten Durchgang entschied sich der Titelkampf bei den Herren I. Hier hatte die Neueinteilung der Altersklassen die Karten neu gemischt. Gunnar Jobst von den Bergheimer Sportschützen, nun Herren II, holte mit 367 zwar den Titel, stand mit BSV-Schütze Martin Breuer, Herren I, diesmal nicht mehr in Konkurrenz. In seiner Altersklasse stand bis zuletzt Marco Nietschke vom SV Neukirchen mit 357 auf Platz eins. Als dritter beendete Breuer seinen Durchgang – mit 361 Ringen. Dennoch reichte es nur für Platz zwei. Platz 1 ging mit 368 an Lukas Wilmsen von den Moerser Sportschützen.

Zufrieden konnte auch Neueinsteiger Volker Tiedke sein. Bei den Herren II stand er mit 344 zeitweise auf Platz drei, beendete den Wettkampf dann aber auf Platz vier.

Etwas auf sich warten ließ das Ergebnis von Ingo Meskendahl, der in der Klasse SH1/AB1 ohne HM im Rollstuhl sitzend antrat. Das PC-Programm hatte Schwierigkeiten, die Versehrtenklasse korrekt einzuordnen. 299 Ringe brachten aber auch hier den Kreismeistertitel.

Leider wiederum dünn besetzt war der Kleinkaliber Liegenkampf. Udo Kastner vom BSV (Herren IV) und Marcel Martin Doll (Herren I) von Rheurdt waren die einzigen Teilnehmer. Über sein Ergebnis vom 551 zeigte sich Kastner indes hocherfreut.

Zu seiner eigenen Überraschung schließlich holte sich Marc Rocke im Unterhelbelrepertierer bei den Herren I mit 292 den dritten Platz.

Im Luftgewehr Auflage schienen die Schützen des BSV den zweiten Platz gepachtet zu haben. Die Silbermedaille holten sich jeweils Holger Heinz (Herren II, 297,0), Yvonne Hirche (Damen II, 270,9), Ingo Meskendahl (Senioren I, 300,8), Harald Breuer (Senioren II, 308,2) und Rolf Kroniger (Senioren III, 306,6), sowie die Senioren-Mannschaft Breuer, Breuer, Meskendahl (903,7). Für erste Plätze sorgten diesmal die Herren I: Markus Wolfgarten mit 302,7 Ringen im Einzel und zusammen mit Holger Heinz und Sascha Hirche in der Mannschaft (888,1).

Wie der BSV sich mit den neuerlichen Erfolgen im Medaillenspiegel positioniert, wird gleichwohl erst feststehen, wenn auch die Ergebnisse der Großkaliberpistolen-Wettbewerbe vom gleichen Wochenende vorliegen. Bis dahin schiebt sich der BSV mit nun 13 Goldmedaillen, 11 Silber und 4 Bronze in der Einzelwertung am SV Neukirchen vorbei wieder auf Platz 3.

Ergebnislisten KM 2018

20 Kreismeistertitel für den BSV

Nach sechs Wochenenden Wettkämpfen steht nun das Endergebnis der Moerser Kreismeisterschaften. Mit 20 Kreismeistertiteln, drei zweiten und acht dritte Plätzen war der BSV Rheinhausen-Bergheim dabei so erfolgreich wie nie. Zum Vergleich: im Vorjahr zählte der Verein acht erste, neun zweite und elf dritte Plätze. Auch die Teilnehmerzahl ist rekordverdächtig, trotz vereinzelter Krankheitsausfälle. Einschließlich der Mannschaften zählte der Verein 61 Starts in 41 Wettbewerben.

Neben den Spezialdisziplinen mit dem Kleinkalibergewehr über 100 Meter und 50 Meter Zielfernrohr Auflage waren die BSV-Schützen auch im olympischen Standardprogramm und den Senioren-Disziplinen Luftgehwehr Auflage (LGa) und Kleinkaliber-Sportgewehr Auflage (KKa) vorne mit dabei.

Dabei gelang es Daniela Breuer bei den Damen im Luftgewehr nicht, an ihre beachtlichen Leistungen der Liga-Saison anzuschließen. 263 Ringe reichten nur für den Bronze-Rang, punktgleich, aber mit zwei Ringen weniger in der letzten Serie als die Rheudterin Christina Fiscor, so dass Carolin Doll (ebenfalls Rheurdt) mit 270 leichtes Spiel hatte. BSV-Mannschaftskollege Marc Rocke landete bei den Herren mit 319 auf Platz 6. Wie schon zuvor beim Kleinkaliber Dreistellungskampf sicherte sich Daniela Breuer aber beim Liegendkampf mit 556 Ringen den Titel.

Veni, vedi, vici hieß es dagegen gleich zweimal bei den Luftpistolen-Schützen, sowohl in der Herren-, als auch in der Jugend-Klasse. Bei seiner ersten Kreismeisterschaft holte sich BSV-Nachwuchsschütze Sydney Neugebauer mit 315 den ersten Platz mit nur zwei Ringen Abstand zu Philipp Erbslöh von den Moerser Sportschützen, einem ausgewiesenen Pistolensport-Verein. Martin Breuer, trotz beruflich bedingten erheblichen Trainingsdefizits, wiederholte dieses Szenario kurz darauf mit 365 Ringen vor Lukas Wilmsen (Moerser SpSch, 363). Auf dem dritten Platz folgte direkt BSV-Schütze Nikola Petrov (355). Ebenfalls dritte wurden Connie Möller (316) bei den Altersdamen, auf seiner ersten Meisterschaft Christian Philippen (265) bei den Junioren A und Nikola Petrov auch mit der Kleinkaliber-Sportpistole (256).

Als Abbild des demografischen Wandels mag man es betrachten, dass gleich sechs erste Plätze von den Gewehr-Auflage Schützen der Alter- und Seniorenklasse nach Rheinhausen geholt wurden: die Mannschaften der Senioren A (LGa und KKa) und, zum ersten Mal am Start, der Altersherren im LGa, sowie in der Einzelwertung Connie Möller (LGa und KKa) und Markus Wolfgarten (KKa). Außerdem wurde Harald Breuer bei den Senioren A in beiden Disziplinen zweiter, Neuzugang Holger Heinz bei den Altersherren mit Kleinkalibergewehr dritter.

Den Einstand des BSV in der Disziplin Freie Pistole schlossen schließlich die Senioren Udo Kastner und Wolfgang Letsch mit den Plätzen 4 (175) und 7 (148) ab.

Wenn die Karten neu gemischt werden

Braucht es eine Geschlechtertrennung im Sport? Sicherlich existieren Sportarten, bei denen sie sinnvoll ist. Für ihren Sport hatten die Sportschüzten des BSV Rheinhausen-Bergheim 1925 e.V. sich auf ihrer letzten Jahreshauptversammlung jedoch entschieden, auf Vereinsebene nicht mehr zwischen Damen un Herren zu unterscheiden. Bei der diesjährigen Vereinsmeisterschaft wurde diese Neurung jetzt erstmals wettkampfmäßig in die Praxis umgesetzt. Herren und Damen traten innerhalb ihrer Altersklassen gemeinsam an. Vor dem Hintergrund, dass es nach wie vor, hauptsächlich in der Brauchtums-Sparte, Vereine gibt, in denen Frauen überhaupt nicht mitschieße dürfen, gleich ein doppeltes Novum.

In der sportlichen Leistungsfähigkeit stehen die Damen den Herren jedenfalls in nichts nach, wie sich bei der nun beendeten Vereinsmeisterschaft 2015 herausgestellt hat. Im Gegenteil, manche bislang fast schon als selbstverständlich geltenden Platzierungen wurden durch die weiblichen Schützen in Frage gestellt.

Besonders deutlich zeigte sich dies in der Disziplin Luftpistole. Der Titelkampf zwischen dem wiederholten Herren-Vereinsmeister Martin Breuer und der bisher konkurrenzlosen Dame Jessica Anoune entschied sich mit nur einem Ring, mit 354 gegen 353 verteidgte Breuer seinen Titel so knapp wie es nur ging. Als drittplatzierter folgte Isa Çoktaş in weitem Abstand mit 252 Ringen. In der Alterklasse hingegen setzte Cornelia Möller sich mit 325 klar von den Herren ab.

Eine ausgeglicheneres Bild aus Damen und Herren ergab sich in den stärker besetzten Langwaffen-Disziplinen. Auch beim KK-Sportgehwehr Auflagen (KKa) ließ Connie Möller in der Altersklasse die männliche Konkurrenz mit 285 Ringen hinter sich, während in der Seniorenklasse die Herren die ersten drei Plätze  (Harald Breuer 286, Rolf Kroniger 285, Klauspeter Hennes 282) unter sich ausmachen. Anders beim KK Zielfernrohr Auflage (KKa ZF) und Lufgewehr Auflage (LGa) wo Monika Breuer sich bei den Senioren jeweils den dritten Platz sicherte. Im LGa erreichte der neue Senioren-Vereinsmeister Rolf Kroniger diesmal sogar die maximal mögliche Ringzahl von 300 – 30 mal traf er die nur 0,5mm große 10.

Wenig Veränderungen gab es hingegen in den Freihand-Disziplinen und im Jugendbereich. Im Luftgewehr (LG) wie auch im Unterhebelrepertierer lag Daniela Breuer mit 374, bzw. 324 weit vor Neueinsteiger Marc Rocke (283, bzw. 258). Für die anspuchvollen KK-Disziplinen 60 Schuss liegend und Dreistellungskampf fanden sich außer Daniela Breuer und Udo Kastner (Senioren) erneut keine Titelanwärter. Im LG der Junioren überraschte jedoch Pistolen-Nachwuchsschütze Justin Woyna aus dem Stegreif mit 273 Ringen und holte sich zusätzlich zu den Vereinsmeistertiteln in der Luftpistole und der Kleinkaliber-Sportpistole auch noch den dritten Platz im LG hinter Leon Meskendahl (302) und Norman Hotze (273). Seine erste Vereinsmeisterschaft bestritt schließlich Jungschütze Justin Jesse Lisson in der Schülerklasse (LG Halbprogramm mit 20 Schuss) mit 85 Ringen.

Sämtliche Ergebniss der Vereinsmeisterschaft 2015 hier.

LVM 2014 – Dortmund, 01.06.2014

Während für Brauchtumsschützen und Schützenbruderschaften nun mit den Schützenfesten die Höhepunkte des Jahres anstehen, stecken die Sportschützen des BSV Rheinhausen-Bergheim 1925 e.V. mitten in den Landesverbandsmeisterschaften des Rheinischen Schützenbundes (RSB).

Den Anfang machten bereits am 29.05., 01.06. und 07.06. die Wettkämpfe in den Disziplinen Kleinkaliber-Sportgewehr Liegendkampf (Olymp. Match), Luftgewehr (LG) und Kleinkaliber Sportgewehr (KK 3×20). In allen drei Disziplinen hatte sich Daniela Breuer in der Damenklasse qualifiziert.

Ausgetragen wurden die Gewehr-Wettkämpfe im hochmodernen Landesleistungszentrum des Westfälischen(!) Schützenbundes in Dortmund – ein komplex aus Sporthallen, der allein für den Schießsport ausgelegt sind. In der Haupthalle reihen sich über ein Länge von 50 Metern links und recht insgesamt über 100 10-Meter-Bahnen aneinander. Umgebaut, lassen sich über die Gesamtbreite von mehr als 30 Metern 28 50-Meter-Bahnen einrichten.

Geschossen wird dabei nicht mehr auf Pappscheiben, die vom Schützen mittels Seilzug (Scheibenzuganlage) herangeholt und ausgewechselt werden müssen, sondern auf digitalen Anlagen, die die Treffer mittels akustischer Ortung präzise erfassen, dem Schützen auf einem Bildschirm anzeigen und sofort die Ringe mitzählen. So steht jedem Starter sofort nach Beendigung des Durchgangs sein Ergebnis zur Verfügung. (Die Auswertung während des Schießens zu verfolgen ist allerdings wenig empfehlenswert.)

Allein die Größe der Anlage, die Atmosphäre in der Halle und die Zahl der Teilnehmer, die gleichzeitig an den Start gehen, lassen ein, man mag schon fast sagen olympisches Gefühl aufkommen. Denn wann sonst hat ein Hobbysportler die Gelegenheit, gemeinsam (von einem „gegen“ kann bei derartigen Leistungsunterschieden kaum eine Rede sein) mit Olympia-Teilnehmerinnen wie Jessica Mager vom Post SV Düsseldorf, der alten und neuen Landesmeisterin im LG, oder die Weltcup-Schützinnen des SC Tell Schmalbroich an den Start zu gehen. Bei solcher Konkurrenz zählt um so mehr die persönliche Leistung, und die war für BSV-Starterin Daniela Breuer insbesondere im Liegenkampf mit 562 Ringen sehr zufriedenstellend.

Einziger Wermutstropfen: Die 50-Meter-Bahnen sind darauf ausgelegt, den liegenden und knieeden Anschlag vom Boden aus zu schießen. Entsprechend niedrig sind die Ziele Scheiben angebracht. Was für diese Anschlagsarten sehr angenehm ist, bedeutet für den stehenden Anschlag, leicht abwärst schießen zu müssen – ungemein schwierig, wenn sonst Trainig und auch sämtliche Wettkämpfe auf Ständen mit auf den stehenden Anschlag ausgerichteten Scheibenhöhen stattfinden. Die eigenen Möglichkeiten wegen äußerlicher Gegebenheiten nicht voll abrufen zu können, ist auch im Sportschießen unerfreulich.