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Probe-Meisterschaften

Wenn die Fachschaft Sportschießen des Stadtsportbundes alljährlich die Stadtmeisterschaften ausrichtet, ist dies für die Sportschützen des BSV Rheinhausen-Bergheim 1925 e.V. in erste Linie der Probelauf für die ab Anfang November anstehenden Verbandmeisterschaften. Vor allem Neuzugänge des auslaufenden Sportjahres haben so die Möglichkeit, auf heimischen Stand zu ersten Mal Wettkampfluft zu schnuppern. Nichts desto trotz spielten die BSV-Schützen auch diesmal wieder auf den vorderen Rängen mit.

Dabei war die starke Luftgewehr-Fraktion am 27./28.08. gar nicht angetreten. Zu kurz nach dem Ferienende lag der Termin. Zudem fiel der größte Teil des Meldezeitraums in die Sommerpause des BSV, so dass man sich entschlossen hatte, auf das erste Wettkampfwochenende zu verzichten. Dafür langten die Teilnehmer in den Pistole- und Kleinkalibergewehr-Auflage-Disziplinen umso mehr zu.

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Am Samstag holte sich bei den Herren mit der Luftpistole Nikola Petrov mit 356 Ringen den Stadtmeistertitel vor Martin Breuer (353). Der Neuzugang Michael Mittler wurde mit 330 vierter bei den Herren, Christian Philippen bei den Junioren B mit 252 zweiter. Ebenfalls Stadtmeister in der Schülerklasse wurde Sydney Neugebauer mit 123. Nachdem er zunächst versehentlich den vollen 40-Schuss-Kartensatz erhalten und beschossen hatte, wurden nur die für die Schülerklasse vorgesehenen 20 Schuss gewertet. Dennoch eine gute Übung, denn bei den anstehenden Kreismeisterschaften wird er bereits als Jugendlicher das volle Programm schießen.

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Am Sonntag standen Sportpistole, Freie Pistole und Kleinkalibergewehr Auflage an. Mit 210 Ringen reichte es für Udo Kastner bei den Senioren A mit der Sportpistole nur für Platz 6, bei seinem ersten Wettkampfeinsatz mit der Freien Pistole fehlten ihm mit 202 aber nur zwei Ringe für den ersten Platz. Kollege Wolfgang Letsch kam in der gleichen Disziplin mit 130 Ringen auf Platz 5

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Einen vorgezogenen Start hatten Monika und Harald Breuer mit dem Kleinkalibergewehr in der Zielfernrohr-Disziplin. Monika Breuer sicherte sich mit 297 Platz 2 bei den Seniorinnen A, Harald Breuer legt 290 vor und blieb damit auf Platz 1. Auch B-Senior Rolf Kroniger wurde mit 284 Stadtmeister. Dass die Drei zusammen auch den Mannschaftstitel holen, war reine Formsache.

Im KK Auflage (ohne Zielfernrohr) in traten außerdem Connie Möller, Ingo Meskendahl, Markus Wolfgarten und Klauspeter Hennes an. Connie Möller und Ingo Meskendahl wurden bei den Altersdamen- bzw. Herren mit dem gleichen Ergebnis von 283 jeweils zweit. Markus Wolfgarten (270) wurde bei den Altersherren fünfter, ebenso Klauspeter Hennes (264) bei den Senioren A.

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Trotz Meldung nicht an den Start ging diesmal BSV-Dame Daniela Breuer. Die beiden Golddisziplinen von Rio, Kleinkaliber Dreistellungskampf und Kleinkaliber Liegendkampf, wurden in diesem Jahr nicht durchgeführt. Der Grund: es hatte sich nur eine Teilnehmerin gemeldet.

Sieg mit einem Ring

Mit nur einem Ring hat die 1. Luftgewehr-Auflage-Mannschaft des BSV-Rheinhausen-Bergheim 1925. e.V. ihren zweiten Heimwettkampf in der Kreisrunde gewonnen. Zu Gast an der Krefelder Straße war die 2. Mannschaft der Sportschützen Rheurdt.

Bei der Wertung der Rundenwettkämpfen des Kreises Moers kommt eine vereinfachte Variante der Liga-Ordnung des Rheinischen Schützenbundes zum Einsatz. Wie in der Liga besteht eine Mannschaft aus drei bis fünf Mann (und Frau), die jeweils drei besten Ergebnisse fließen in die Wertung ein. Allerdings werden, anstatt wie in der Liga die Ergebnisse einander gegenüber zu stellen und daraus Punkte abzuleiten, die erzeilten Ringe der drei besten Mannschaftsschützen zusammengezählt und die so erreichte Gesamtringzahl verglichen.

Und dabei lagen die BSV-Schützen Thomas und Cornelia Möller, Ingo Meskendahl und Mannschaftsführer Rolf Kroniger mit 891 Ringen genau einen Ring über den Rheurdtern. Rolf Kroniger sicherte sich zudem einmal mehr das Tagesbestergebnis mit 300 von 300 Ringen.

Besonders spannend geht es in der nächsten Woche weiter, wenn es im Kleinkaliber Sportgewehr Auflage heißt: BSV I gegen BSV II, mit dem Heimkampf am Montag und dem Rückkampf am Donnerstag – oder umgekehrt, je nach Betrachtungsweise.

Schritt für Schritt in Richtung Inklusion

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10-Meter-Stand, links die hohen, rechts die niedrigen Anschusstische.

In der Sporthalle Krefelder Straße ist Sportschießen nun auch barrierefrei möglich. Die Sportschützen des BSV Rheinhausen-Bergheim 1925 e .V. haben, mit Einverständnis von Duisburg Sport, vier der acht 10-Meter-Stände in der städtischen Sporthalle rollstuhlgerecht umgebaut.

Standumbau (10)Es gibt nicht viele Sportarten, in denen behinderte und nicht behinderte Sportler direkt gegeneinander antreten können. Wann immer in den letzten Jahren ein Athlet durchgesetzt hatte, zusammen mit seinen nicht behinderten Kollegen starten zu können, wurden Zweifel laut, ob die Hilfsmittel, die ihm die Ausübung des Sports überhaupt erst ermöglichen, ihm nicht einen unfairen Vorteil verschaffen. Der Deutsche Schützenbund hingegen hat nun die Initiative ergriffen. Mit dem Sportjahr 2015 hat der DSB die Schießsportabteilung des Deutschen Behindertensportbundes übernommen. Sportler mit Handicap können nun ihre Hilfsmittel beim Verband registrieren lassen und so in den regulären Wettkampfklassen antreten.

Standumbau (9)Vor diesem Hintergrund hatte der BSV bereits im Vorjahr eine Behindertenabteilung gegründet. Allerdings musste die Infrastruktur noch hergerichtet werden. Im Gegensatz zu vielen vereinseigenen Schießständen in Kellern, unter Schulen oder Turnhallen, befinden sich die Schießanlagen an der Krefelder Straße zwar im Untergeschoss der Sporthalle, sind durch den rückwärtigen Eingang aber ebenerdig zugänglich. Einzig als vor 40 Jahren die Anschusstische in einer Höhe von 1,10m errichtet wurden, waren die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern nicht berücksichtigt worden. Schützen, die im Rollstuhl sitzend schießen, konnten kaum die Waffe über die Tische halten, ohne sie dabei verbotenerweise darauf abzulegen.

Standumbau (20)Schnell war der Entschluss gefasst, die Anschusstische auf eine Höhe von 80cm abzusenken. Da die Anlage aber in städtischem Besitz ist, war ohne die Zustimmung von Duisburg Sport nichts zu machen. Dort zeigte man sich jedoch höchst angetan von dem Vorschlag und dem Engagement, das der BSV an den Tag legte. Die zuständige Sachbearbeiterin stand in regem Austauscht mit dem Behindertenbeauftragten des BSV, Herrn Dr. Ingo Meskendahl, und schnell waren alle bürokratischen Hindernisse beiseite geräumt, so dass die Schützen Anfang Januar zur Tat schreiten konnten. In einer gemeinschaftlichen Aktion Standumbau (19)wurden die Tische abgebaut, die alten, zu hohen Ständer entfernt, gegen neu angefertigte, niedrigere ausgetauscht und die Schaltkästen der Scheibenzuganlagen neu verkabelt. Wie so oft zahlte sich aus, dass vom Schweißer bis zum Elektriker alle benötigten Berufe unter den Mitgliedern vertreten sind, so dass die Arbeit komplett in Eigenleistung erbracht werden konnte.

Im Zuge von Umbaumaßnahmen an den Parkplätzen der Halle wurden außerdem durch Duisburg Sport zwei Behindertenparkplätze angelegt, so dass die Sportstätte auch von behinderten Sportlern besser erreicht werden kann.

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Der erste Vorsitzende Harald Breuer demonstriert die alte Standhöhe…
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… und die neue nach dem Umbau.

Vereinsmeisterschafts-Abschluss 2015

Abschluss VM 2015 (4)Nachdem im letzten Jahr der gemeinsame Abschluss der Vereinsmeisterschaft mit einem kleinen Buffet sehr gut bei den Vereinsmitglieder angekommen war, hatte der Vorstand sich kurzerhand Entschlossen, diese Aktion auch in diesem Jahr zu wiederholen.

Abschluss VM 2015 (3)Am 29.01., dem letzten Tag der wie jedes Jahr im Januar ausgetragenen Vereinsmeisterschaften, wartete der BSV für seine Mitglieder mit reich gedeckter Tafel auf. Wieder einmal erwies sich Udo Kastner als großzügiger Spender mit dem Hauptgang in Form von Kartoffel- und Gulaschsuppe für Mannschaftsstärken. Aber auch die übrigen Mitglieder steuerten selbsgemachte Köstlichkeiten bei, von Salaten über Dattel im Speckmantel bis hin zur Mousse au Chocolat.

Abschluss VM 2015 (9)Zu feiern hatte der BSV übrigens nicht nur den Abschluss der Vereinsmeisterschaft (Ergebisse folgen), sondern auch den barrierefreien Teilumbau des 10-Meter-Standes in der Sporthalle Krefelder Straße.

Abschluss VM 2015 (12)Abschluss VM 2015 (10)

Nur drei Starter blieben ohne Medaille

 Auch in diesem Jahr gelang es dem Sportschützen des BSV Rheinhausen-Bergheim 1925 e.V., bei den Duisburger Stadtmeisterschaften ganz vorne mitzuspielen.

Mit 13 Startern in 7 Disziplinen und 19 Wettbewerben stellten sie nicht nur das größte Aufgebot der linksrheinischen Vereine, sondern auch eines der stärksten aller teilnehmenden duisburger Schützenvereine und Schießsportabteilung. Dabei gelang es nur in zwei der 19 Wettbewerbe den BSV-Schützen nicht, einen Treppchenplatz zu erreichen. Gesamtbilanz für den BSV: Elf Stadmeistertitel, sechs Vizemeister und drei dritte Plätze. Nur drei der 13 Starter verpassten die Medaillenränge und mussten sich in ihren Disziplinen und Alterklassen mit jeweils 4., 5., und 6. Plätzen begnügen.

Besonders hervorzuheben ist hierbei zweifellos die Leistung von Cornelia Möller, die in der Damen-Altersklasse den Stadtmeistertitel gleich in drei Disziplinen, Luftpistole (338 Ringe), Luftgewehr aufgelegt (292 Ringe) und KK-Sportgewehr aufgelegt (285 Ringe) und nach Rheinhausen holte. In letztgenannter Disziplin gingen mit den DM-Teilnehmern Monika und Harald Breuer auch die Stadtmeistertitel in den Klassen Senioren A und Seniorinnen A an den BSV. Darüber hinaus sicherte sich Monika Breuer mit 277 Ringen bei den Damen den erste Platz und Harald Breuer mit 285 Ringen den zweiten Platz in der Disziplin KK-Zielfernrohr, sowie ebenfalls den zweiten Platz im Luftgewehr aufgelegt.

Im Dreistellungskampf mit dem Kleinkaliber-Sportgewehr konnte sich Daniela Breuer in der Damenklasse mit 252 Ringen souverän gegenüber ihren Mitbewerberinnen behaupten und ebenso wie Udo Kastner bei den Senioren A mit 237 Ringen auch in der „Königsdisziplin“ im Langwaffen-Bereich den Stadtmeistertitel einholen. Seinen zweiten Stadtmeistertitel sicherte der rüstige Sportler sich außerdem mit 330 Ringen in der Disziplin Luftgewehr (freihändig), während Daniela Breuer sich hier mit 365 Ringen mit dem zweiten Platz begnügen musste.

Bei den Pistolenschützen errangen Udo Kastner in der Disziplin KK-Sportpistole mit 222 Ringen und Martin Breuer in der Luftpistole mit 252 Ringen den zweiten Platz.

Nicht unerwähnt blieben sollen schließlich die Leistungen der Nachwuchsschützen der Jugend- und Juniorenklasse des BSV, die, bedingt durch die Einteilung der Altersklassen, die Stadtmeisterschaft unter sich ausmachten. So platzierte sich Leon Meskendahl mit 302 Ringen vor seinem Vereinskollegen Norman Hotze (251 Ringe), während Justin Woyna in der Luftpistole leider ohne Konkurrenz war, selbige aber mit dem persönlichen Bestergebnis von 319 Ringen auch nicht hätte zu fürchten brauchen.

Gespräch mit DuisburgSport

Am gestrigen Mitwoch, 17.04.2013, hatte DuisburgSport zum Gespräch über die weitere Schießstandnutzung in der Sporthalle Krefelder Straße geladen. Anwesend waren Vertreter der St. Sebastianer Hochemmerich, des ASV Kaldenhausen, BSV Rheinhausen Bergheim, BSV Friemerheim und BSV Homberg-Hochheide. DuisburgSport war durch Frau Padberg und Herrn Konkol, zuständig für Betrieb und Vermietung der Sporthalle, sowie Herrn Dietz als Leiter von Duisburg Sport vertreten.

Haupthema der Treffens war die Frage der künftigen Schießstandreinigungen. Die Vereinsvertreter wurden darüber informiert, dass die bisher von der Stadt beauftragte Firma inzwischen ihre Mitarbeiter für Reinigung von Schießständen gemäß dem Sprengstoffgesetz geschult habe, nun aber höhere Kosten für die Renigungsarbeiten ansetze. Diese könne DuisburgSport nicht vollständig übernehmen, sondern müsste sie den Vereinen in Rechnung stellen. Als Alternative wurde vorgeschlagen, dass die die Halle nutzenden Vereine gemeinsam die vierteljährliche Grundreinigung übernehmen. Dazu könne durch Fördermitteln der Stiftung Sport die Anschaffung eines entsprechenden Spezialstaubsaugers finanziert werden.

Dieser Vorschlag fand die Zustimmung der Vereinsvertreter. Der Frage nach einer Festsetzung der Nutzungsgebühre auf den aktuellen Stand im Fall einer eventuellen zukünftigen Erhöhungen im Gegenzug musste Herr Dietz eine Absage erteilen, da DuisburgSport keinen Einfluss auf die Nutzungsgebühren hat, die vom Rat der Stadt festgelegt werden. Jedoch sicherten die Vertreter von DuisburgSport ihre Unterstützung beim Beantragen der Fördergelder zu.

Angesprochen wurde ebenfalls die Instandhaltung oder Erneuerung der Scheibenzuganlage auf der 50-Meter-Anlage, bei denen insbesondere die für das rechtzeitigen Stoppen der Scheibenwagen notwendigen Zeitrelais mitlerweile in die Jahre gekommen und unpräzise geworden sind. Konkrete Vorschläge, auch zu einer eventuellen Förderung durch die Stiftung Sport, ergaben sich aber noch nicht.

Hinsichtlich der Organisation der Schießstandgrundreinigung wollen sich die Vereinsvertreter am Dienstang, 30.04.2013 noch einmal treffen und dabei auch den Antrag auf Förderung des Reinigungsgerätes auf den Weg bringen.

Putzaktion sorgt für Schießstandfreigabe

Zu Staubsauger und Wischmopp statt Gewehr und Pistole griffen am vergangenen Freitagmorgen (25.01.2013) Schützen des BSV Rheinhausen-Bergheim und des SV St. Sebastian Hochemmerich, um die Schießstände in der Sporthalle Krefelder Straße grundzureinigen. Eigentlich wäre dies die Aufgabe von Duisburg Sport als Betreiber der Anlage gewesen und bereits vor Monaten von der Polizei bei einer routinemäßigen Kontrolle angemahnt worden. Die Vereine, die die Anlagen angemietet haben, hatten hiervon jedoch keine Kenntnis – bis der BSV am vergangenen Donnerstagmittag, wenige Stunden vor dem Training, vom diensthabenden Hallenwart quasi über den inoffiziellen kurzen Dienstweg über die sofortige Sperrung der 25- und 50-Meter-Stände für die Klein- und Großkaliberdisziplinen informiert wurde. Der Hintergrund klärte sich erst nach Rückfrage bei Duisburg Sport auf. Dort hatte man festgestellt, dass die bis dato mit der Reinigung der Stände beauftragte Firma die nach dem Sprengstoffgesetz erforderliche Zulassung für diese Arbeit, das entfernen von Pulverresten und Bleiabrieb, nicht besaß. So fiel offenbar die Entscheidung „Sperrung statt Reinigung“. Dass sich unter den Schützen möglicherweise jemand finden mochte, der diese Zulassung besitzt, schien dabei nicht Betracht gezogen worden zu sein. Glücklicherweise verhielt es sich jedoch so und mit einem geliehenen Spezialstabsauger, Besen, Wischmopp und unvermutet guter Laune gingen am Freitagmorgen 10 Herren und eine Dame ans Werk und retteten so nicht zuletzt auch das bereits angekündigte Königsschießen der St. Sebastianer am darauffolgenden Samstag.

Ließ sich das aktuelle Problem diesmal durch das spontane Engagement der Schützen lösen, so war es doch nur das jüngste Kapitel in einer seit Herbst letzten Jahres andauernden Reihe unliebsamer Überraschungen. Im Oktober nämlich hatte die Polizei die Schießstände kontrolliert, einige Mängel festgestellt und Duisburg Sport als Betreiber die Beseitigung derselben zur Auflage gemacht. Über Art und Umfang der Mängel wurden die Vereine nicht informiert, noch über eine mögliche drohende Sperrung der Anlagen.

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Gipskarton – Geschosse bleiben Stecken oder fallen heraus.
Löcher
Die Löcher des Anstoßes.

Recht zügig wurden dann auch die Stahllamellen der Kugelfänge auf der 50-Meter-Anlage ausgebessert. Weitere Arbeiten blieben aber aus, bis die Schützen dann Anfang November unvermittelt vor verschlossener Tür standen. Die Polizei hatte den 10-Meter-Stand für Luftgewehre gesperrt. Die Stadt hatte die geforderte Ausbesserung der mit den Jahren doch reichlich zerlöcherten Gipskartonplatten hintern den Kugelfängen versäumt.

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Die Lösung von Duisburg Sport.

Beinahe vier Wochen benötigte es, um an der Rückwand Stahlblechplatten anzubringen und diese mit an Dachlatten befestigten einfachen Bau-Abdeckplanen zu verhängen, um zurückprallende Bleigeschosse aufzuhalten – eine Konstruktion, die bei den sachkundigen Schützen nur ratloses Kopfschütteln hervorrief, hätte laut den behördlichen Baurichtlinien für Schießstände ein Ersatz der Gipskartonplatten doch ausgereicht und wäre für die Stadt möglicherweise sogar günstiger gewesen.

Schwerer für den Verein wog indes der Trainingsausfall, nicht nur für die Sportler unmittelbar vor den Kreismeisterschaften, sondern vor allem für die Neueinsteiger und insbesondere die Vereinsjugend, die mit nichts anderem als Luftgewehr und Luftpistole schießen darf.

Zuletzt folgte nun die gerade noch abgewendete Sperrung der 25- und 50-Meter-Anlagen. Hier wäre ein längerfristiger Trainingsausfall nicht nur hinsichtlich der sportlichen Leistungen zum Problem geworden. Sportschützen, die eine erlaubnispflichtige Schusswaffe besitzen, müssen für das Fortbestehen ihrer Besitzerlaubnis gegenüber der Polizei eine bestimmte Anzahl an Trainingseinheiten nachweisen. Eine alternative Trainingsmöglichkeit zu den Ständen in der Sporthalle gibt es nicht, denn keiner der die dortigen Anlage nutzenden Vereine verfügt über ein eigenes Schützenhaus o.ä.

Als größtes Ärgernis bei all diesen Vorkommnissen stellt sich jedoch die mangelnde Kommunikation mit den Nutzern der Anlagen dar, und dies nicht nur bezogen auf die offenkundige Unfähigkeit, zeitnah über eine Sperrung zu informieren. Manch ein argwöhnischer Geist mag hier schon ein System oder das bewusste ignorieren einer Randsportart mutmaßen.

Doch grade bei einem derart gesetzlich regulierten Sport wie dem Schießsport sollte es doch nahe liegen, dass unter den Sportlern Personen anzutreffen sind, die über entsprechende behördlich bescheinigte Sach- und Fachkunde verfügen. Unverständlich, warum anfallende Aufgaben wie Reinigungs- oder Ausbesserungsarbeiten, die ja stets mit behördlichen Auflagen verbunden sind, nicht mitgeteilt werden, so dass man für das eine oder andere eine gemeinsame Lösung finden könnte. Unverständlich, warum es immer wieder dazu kommen muss, dass die Vereine ohne Vorwarnung vor verschlossenen Türen steht. Denn dass die Schützen durchaus bereit sind, sich für den Erhalt ihrer Trainingsstätte zu engagieren und sich nicht auf ihrem Mieter-Status auszuruhen, hat doch nicht zuletzt die Putzaktion am Freitag gezeigt.

25- und 50-Meter-Stand bis auf Weiteres gesperrt

Bis auf Weiteres sind der 25-Meter und der 50-Meter-Stand in der Sporthalle Krefelder Straße gesperrt.

Soweit der Vorstand informiert ist, wurde seitens der Polizei bereits Ende letzten Jahres eine fachkundige Reinigung der Stände, insbesondere hinsichtlich Pulverrückständen, angemahnt. Dies wurde uns von Duisburg Sport weder mitgteilt noch ausgeführt. Statt dessen hat Duisbrg Sport die betreffenden Stände nun gesperrt.

Das Training und alle KK-Rundenwettkämpfe können bis auf weiteres nicht stattfinden. Eventuelle Regelungen zur Vereinsmeisterschaft werden kurzfristig getroffen.

Der Luftgewehrstand ist nicht betroffen.