Visierung

Als Visierung wird die Zielvorrichtung an Schusswaffen bezeichent. Im Schießsport des DSB kommen drei verscheidene Arten von Visierungen zum Einsatz.

Offene Visierung mit Kimme und Korn

Die offene Visierung findet man bei allen Pistolen und bei einigen Gewehren, wie Unterhelbelrepertierern oder den Flinten für die Wurfscheiben-Disziplinen.

Am hinteren Ende der Waffe befindet sich das Kimmblatt, eine kleine Metallplatte mit einem Schlitzt, am Laufende das Korn, ein Metallstift. Gezielt wird, indem die Waffe so ausgerichtete wird, dass das Korn die Lücke im Kimmblatt ausfüllt und an der Oberkante in einer Linie abschließt. In der Regel wird mit Kimme und Korn nicht in den Spiegel gehalten, sondern der Spiegel aufgesetzt. Man zielt also eigentlich unter das Schwarze – man nimmt es aufs Korn.

Luft- und Sportpistolen haben die Möglichkeit, Visirung zu justieren, indem Höhe und Seitenlage der Kimme verstellt werden.

Geschlossene Visierung aus Diopter und Rinkorn

Diopter und Ringkorn finden sich nur bei Gewehren, u.a. beim Luftgewehr und beim Kleinkalibergewehr.

Der Diopter bildet den hinteren Teil der Visierung, in die der Schütze mit dem zielenden Auge hineinschaut. Die Öffnung in der Diopterscheibe ist meist weniger als einen Millimeter groß. Der Diopter hat außerdem Justierräder mit dem die Visierung dem Auge des Schützen angepasst werden kann. Das meist kreisförmige Ringkorn befindet sich im Korntunnel am Vorderende des Laufs.

Bei der geschlossenen Visierung sieht der Schütze im Diopterloch die beiden Kreise des Korntunnels und des Ringkorns und darin das Schwarze, den Spiegel der Schiebe. Beim Zielen versucht der Schütze, die Kreise und den Spiegel zu zentrieren.

Zielfernrohr

Bei einigen Gewehrdisziplinen darf statt des Diopters und des Rongkorns ein Zielfernrohr verwendet werden. Die Vergrößerung darf maximal das 12fache betragen.