Zentralfeuerpistole

Das große Kaliber.

DSB-Sportordnung Regel-Nr. 2.45

  •  Distanz: 25 Meter
  • Schusszahl: 60
  • Anschlag: Stehend
  • Zeit:  6×5 Schuss in je 5 Minuten
  •           6×5 Schuss in je  3/7 Sekunden
  • Gewicht: max. 1,4 kg
  • Länge: max. 22 cm
  • Kaliber: .30-.38
  • Größe des Spiegels: 500 mm
  • Größe des Zehnerbereichs:  55 mm

Wer darf die Disziplin schießen?

Patrone 32wc
Patrone Kaliber .32 Wadcutter – Abgeflachtes Projektil für ein klares Trefferbild.

Das Schießen der Diszplin Zentralfeuerpistole ist ab 18 Jahren erlaubt. Für einen erfolgreichen Einstige in die Disziplin sollte jedoch das Zielen und die Körperhaltung des Pistolenschießens mit der Luftpistole wie auch der Ablauf der Durchgänge bei der Sportpistole erlernt worden sein. Dies ist insbesondere für den Duell-Durchgang notwendig, da hier wenig Zeit bleibt, um Kimme und Korn übereinander zu bringen. Die Visierung muss bereits stimmen, wenn der Schütze mit der Waffe ins Ziel geht. Ohne außreichende Übung im Pistolenschießen gelingt dies kaum hinreichen. Auch muss der Schütze über die nötige Routine verfügen, um die Abweichungen durch den erheblich größeren Rückschlag auszugleichen. Daher ist diese Disziplin für Einsteiger nicht geeignet.

Da der Verein für diese Disziplinen keine Waffen zur Verfügung stellt, erfolgt eine Einweisung interessierter Vereinsmitglieder mit außreichender Routine in den Pistolendisziplinen ausschließlich unter persönlicher Aufsicht und mit den Sportgeräten von Vereinsmitgliedern, die diese Disziplin routiniert betreiben.

SpoPi 05
Pistolenschützen auf dem Stand

Wie funktioniert die Disziplin?

Der Stand und der Zielvorgang entsprechen dem der Disziplin Luftpistole.

Das Programm wird als Zeitschießen im Präzisions– und im Duellmodus durchgeführt und entspricht dem der Disziplin Sportpistole.

Was für eine Waffe benutzt man?

Für diese Disziplinen werden Großkaliber-Sportpistolen oder KK-Sportpistolen mit Wechselsystemen verwendet. Auch Revolver sind zugelassen. Dabei wird nach dem Kaliber der verwendeten Munition unterschieden. Der Name Zentralfeuer rührt daher, dass die Treibladung durch einen Schlag auf ein in der Mitte der Hülsenrückseite befindliches Zündhüdchen gezündet wird. Wie auch bei der Disziplin Sportpistole wird die Waffe nur auf Kommando mit den für die Serien benötigten fünf Schussgeladen und muss nach dem Schießen entladen werden. Das Ablegen geladener Waffen führt zur Disqualifikation.

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Sportpistole mit Wechselsystem für Kaliber .32

Als Waffen, die Munition mit Treibladung verschießen, sind die für diese  Disziplin verwendeten Pistolen und die zugehörige Munition erlaubnispflichtig und nicht frei verkäuflich.  Eine Besitzerlaubnis für großkalibrige Kurzwaffen  wird von den Behörden erst ab dem 25. Lebensjahr erteilt.

Welche Ausrüstung benötigt man sonst noch?

Eigentlich keine. Für Brillenträger ist jedoch eine Schießbrille empfehlenswert. Schießschuhe mit verbreiterten, flachen Sohlen sorgen für eine bessere Gewichtsverteilung und einen sichereren Stand. Zu beachten ist dabei, dass Schule, die über die Knöchel reichen, nicht erlaubt sind.

100 Prozent Sportschießen